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Allegri.
Allegri.
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IN DerbishireC^^). — Der sogenannten Ma-donna mit dem Korbe, in der Galerie Grafford(aus der Orleanschen angekauft) haben wirschon oben erwähnt. — Endlich erzählt unsMengs (*84), was folgt: „Das Haus Bar-berinl zu Rom besaß ehemals ein kleines Ge-mäld, das jene Geschichte Marci XlV. v. 5iu. 5s darstellt: »Es war einmal ein Jüngling,der folgte ihm nach; derselbe war mit Linnenbekleidet auf der bloßen Haut; und als sie ihnergriffen, ließ er die Bekleidung fahren, undfloh davon''. Man sagt, baß dieses Bild voneiner Hand in die andre gieng, und endlichnach England kam; indessen hat man letzthinein ähnliches Gemälde zu Rom im Besitz einesEngländers gesehn. Der einzige Unterschiedzwischen beyden bestand darin, daß letztres aufLeinwand gemalt war und eine Copie des erstemzu seyn schien, weil man einige Verbesserungen,als etwas Seltenes bey den Arbeiten des Cor-reggio, daran wahrnahm. Indessen ist indiesem die Figur des Jünglings sehr vollendet,und hat eine schöne Jmpastirung und Colorit;besonders aber ist der Ausdruck, und die Art,wie er sich von seinem Gewand loswindet,außerordentlich natürlich; der Soldat der ihnanhalten will, behält solches in der rechten Hand;mit der Linken scheint er mehr im Begriff, ihmfreundlich zuzurufen, als ihn festzuhalten. Die-ser Umstand giebt den Charakter unsers Künst-lers vollkommen zu erkennen, nach welchem ermehr zu Darstellung von gelinden als von rohenHandlungen geneigt war ('«H. Von Weitemsieht man die Gesangennehmung Christi, mitder Handlung wie ihn JudaS küßt, und St.Peter dem Malchus das Ohr abhaut. Perfek-tiv und Handlung sind vom beßten Styl; und,was man endlich besonders deutlich daran be-merkt, ist, daß er bey der Figur dieses Jüng-lings sich diejenige des ältesten Sohns vonLaocoon vergegenwärtigtest), weil Kopf undCharakter der Personen einander sehr ähnlich,und nur die Formen, nach Allegri's Styl,viel grandioser sind".
Nach Dallaway II. 272 Anmerk. 2. würdeein H. Aufrere zu Chelsea eine Verlobung derH. Catharina von dem Unsrigen besitzen.
Noch von einigen englischen Blattern nachEorreggio sprechen wir unten bey denjenigen,wo die Besitzer der Urbilder, und selbst dasLand, wo sie sich finden mögen, völlig unbe-kannt ist.
Reinst von Allegri das Bildniß eines unge-nannten Bildhauers in seiner Werkstatte, eben-falls von einem Ungenannten, in der Visscher-Maniec sehr schön gestochen. Dann (>L«Z) derMaler Ch. Spruyt zu Gent ein 17 jr" hohes,ist" breites Bild des Unsrigen, das er zu Arn-heim gekauft hatte. Dasselbe stellt eine Ma-donna unter einem Palmbaume vor, die dasKind in den Armen hält. Da es sich in einemschlechten Zustande befand, hielt es der Besitzeranfänglich für eine dürftige Copie nach Eor-reggio; dann aber entdeckte er einzelne Stellen,welche von dem Pinsel eines großen Meisterszeugten, säuberte es dann von der erlittenenRitoccirung, und^ zweifelte nun nicht mehr anseiner Originalität. Nach seiner Meinung(Hoffnung!) konnte es eine Scizze oder ersterGedanke der Maria Egyptiaca von Dresden ('«?)ober Capo die Monte seyn. Er gedachte dasBild zu behalten/"«).
In Rußland dürfte sich wohl mehr als Ein aus-gewanderter Eorreggio der ehemaligen GalerieOrlcans befinden. Dann aber stehen sicher daselbst, in der noch zu wenig bekannten Galerie desErmitage zwey Bilder, welche seiner Zeit derHerzog von Modena dem Grafen von Brüht,als Eensorie für seine» bewirkten sächsischenAnkauf der Modenesischen Kunstschatze geschenkthatte. Von dem einen, der Verlobung derH. Catharina, als einem der frühesten (datirten)-Werke des Unsrigen haben wir schon oben ge-sprochen. Das andere ist Christus im Oelgar-ten, in Begleit eines Engels ("9).
In der berühmten Trojanischen Kammer imherzoglichen Pallaste zu Maneua sollte sich einvon Eorreggio gemaltes Bildniß des AndreasManregna, von einer Gruppe dreyer Engelunterstützt, befinden, das, nach Heinecke, ein
G. David Genovese gestochen haben soll ('»<>).
In Parma bemerkt Mengs ('«'), neben
allem Obgenannten von Allegri, noch in derKirche della Scala daselbst, in Fresco: EineMadonna mit dem Christuekind auf dem Arme;halbe Figur, allein sehr verräuchert, und fastganz verdorben (*^). Ebendaselbst sah Richard-son noch in der Galerie zwey Madonnen, beydeungefehr gleicher Größe; die eine, Halbfigur,die er bloß überhaupt „vortrefflich" nennt; dieandre jene Zingara, die überall seyn will, undvon ihm so geschildert, wie Füßli die Sächsische beschreibt ('9Z); endlich auch eine Verlobung der
H. Catharina, wo die H. Jungfrau im Profilerblickt wird, und die andre Heilige, so wie
(-85) Tüb. Morgenbl. -8-2 S. 2-.(-84) l- c- -53—54-
(185) Und auf dem: Nöthige sie, hineinzugehn, weder active noch passive, nicht viel halten mochte.
(-86) Lccs ikeruin Oispinuin! möchte man hier, mit allem Respekt für Mengs, ausrufen.
(>87) Wahrscheinlich in einer Privatgalerie des Königes. S. oben in den Noti'zzen über die Lorreg«gio's in Sachsen .
(-88) d^ouv. lie, Hl. 97.
(-89) Gleich jenem gestochen von P. E. Mvitte. In wie weit solches von dem oben erwähnten, ineinem königlichen Zimmer in Spanien befindlichen verschieden sey, oder ob das unsrige gar bloßeCopie von jenem seyn dürfte, steht noch dahin.
(-9°) Ladioli gedenkt des Urbildes nicht. Ist der Stecher desselben der Hier. David, was soll banndas Genovese bedeuten?
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l-S») Jetzt in der Bibliothek aufbewahrt. Morgenstern l. v. 671. Gestochen ist dasselbe in neuernLagen von S> Ravenet Sohn (-737).
H195) Nach Mengs l. c. »49. wäre diese (parmesanische) Zingara die nämlich«, welche nachher gen Neapel kam, und von der bald unten dir Rede seyn wird.
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