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auffrischte, doch nicht ganz ohne Nachtheil derLebhaftigkeit der Farben, die sich zu sehr mitdem Firniß vereinigt hatten (^'°). Der Besitzernahm es dann mit sich nach Dresden , um esdort zu verkaufen, wo es wahrscheinlich nochseyn wird — In frühern Lagen dann fandRichards»», m der Galerie Borghese zu Rom jene schon früher erwähnte St. Cäcilia, die ermehr seltsam (»urieuse) als trefflich nennt;dieselbe ist sehr hart, und die Drapperie genauin Manlegna's Geschmack, so wie überhauptdas Ganze in der ersten Manier des Unsrigen.Es stellt den Augenblick aus dem Leben dieserHeiligen dar, wo ein junger Mensch kömmt,der sie entfuhren will, aber bey dem Anblickevon Engeln, die eine Krone über ihrem Hauptehalten, sie mit Erstaunen betrachtet. Ein Licht-glanz, der von diesen Engeln ausgeht, verbrei-tet sich, nach des Künstlers Weise, über dasganze Bild, und auch der Ausdruck der Köpfe,so hart er ist, hat etwas von dem Geschmackedes Unsrigen (*"). In dem nämlichen Zimmersah R- noch den Entwurf eines alten Manns-kopfs in Oel auf Tuch gemalt, im Profil undob sich schauend, der sich auch in einer derKupolen zu Parma findet, und wovon seinVater eine Zeichnung in schwarzer Kreide habenwollte. — Daljarvay H. 249 dahlt gelegentlich,daß sich von «torreggl» ein Cupido, der seinenBogen schnitzt, in der Galerie Jusilmani sollbefunden haben. Don einer sitzenden Madonnamit dem Kind im Arin, als ob sie ihm die Brustreichen wollte, das aber die Hand nach Früchtenausstreckt, die ihm ein Engelchen (^) reicht(3 Palmen hoch) erzählt der Iesuite Ottonell»allerley Geschichtliches: Von einem BesitzerPeribect, der es für »Zoo Scudi gekauft, undum wett Mehreres, als ächter Liebhaber, esnicht verkaufen wollte. Eine kleine schlechtgeätzte Abbildung davon 8°. befindet sich in demgedachten Buche, und ein ähnlicher Gegendrucksonst noch irgendwo. Hingegen ist es im Gro-ßen gut gestochen von Spierre (^). NachGandellini war der letzte ihm bekannte Besitzerdes Gemäldes der Marchese del Carpio, Vier-
Allegrü
könig von Neapel ; früher Muzio Orsini. —Unter den neuesten Blättern nach fforreggio be-findet sich ein nach I. Lagnoli's Zeichn ng vondem Venezianer Bonato zu Rom (18,1) sehr schöngestochenes Bild, welches sich im Besitze einesH. Tommaso Maria Eelaiu in Rom befindet,und die Madonna vorstellt, die dem (etwasplumpen) Kinde, wunderlieblich neckend dieBrust zu verweigern scheint. Im Hintergründearbeitet St. Joseph in seinein Berufe-Zu rJeapel sah Mengs einst in der Galerie aufCapo diMonte eine Verlobung derH.Cakharinades Unsrigen, welche derjenigen, die sich jetzt,wie wir oben vernommen, in St. Petersburg befindet, ganz ähnlich war(^), und an derenOriginalität er nicht den geringsten Zweifel setzt;mit der beygefügten Bemerkung: „Dieses Ge-mäld mußte gleich Anfangs sehr hoch geschätztwerden, weil Hugo da Carpi, der mit Eorreggiozu gleicher Zeit lebte, es in Kupfer stach (^'^)".In den gegenwärtigen, so genannten Srud» zuNeapel sah' in neuern Tagen Morgensterndasselbe nicht mehr; wohl aber nennt er daselbstdie bekannte Zingara: „Herrliche Compositionvon seltner Grazie, aber gar sehr retouschirt <?'?)Dies ist dasselbe Bild, welches Mengs nochin Eapo d» Monre fand, und es noch mitmehr Sicherheit, als dasjenige zu Dresden ,für original hielt; freylich mit dem traurigenBeyfügen: „Da es sehr verdorben war, sowurde es von neuer Hand wieder aufgemalt;so daß man sagen kann, daß es nicht mehrvorhanden ist, da anjetzt von «Lorreggio nichisdaran gesehen wird (^)". Dann sah' Mor-genstern noch in den Srudr, als von demUnsrigen: Einen Kopf von St. Franziscus;zwey Studien zu dem colossalen Christus undMaria in Parma ; und besonders die Himmel-fahrt der H Jungfrau, mit der Bemerkung:„Der obere Theil hat nicht gelitten; der uniereist restaurirt, aber schlecht; der obere ist merk-würdig (?) ( 2 'v)". Noch bemerken wir, daßsich unter den Blättern des wackern Th. Prestel'seines (2ä^ hoch, so" br. braun und mit Weißgehöht) befindet, welches: llesus, Uesoenäu
(,-o) Wir erinnern uns dieser Geschichte ganz gut, die sich im I. >763 ereignet hatte, und des großenAufhebens, welches gedachter Lasanova, nicht ohne Grund mit seinem diesfälligcn Geschick undGlücke machte.
(»»>) Oben vermutheten wir, dies Bild dürfte dasjenige im Gödev seyn; allein dieser hat den Engelnicht, von welchem Mengs spricht; das Blatt von Spierre aber hat ihn eben so wenig.
(2.2) Ich selber, so gut ich mich erinnere, fand eö nicht ganz so. Einen Stich nach diesem Bilde habenwir nirgends gefunden.
(2.3) Irarrsro üell' U50 « »lruro üeUr kittora (klrenre 1652).
(->4) Und nun wahrhaftig dasjenige Blatt dieses Künstlers, so wie solches Heinecke beschreibt, undwovon die Magd des Stechers die Platte durch Abfegen so gut als zugrundgerjchtet hatte.
(->>5) Hinwieder nennt es die Allg. R Z. S°. 8oz S. -37 als dieselbe Vorstellung, wie die in der altenfranzösischen Galerie, nur etwas kleiner.
(2.6) I. a. i^g. Des hier genannten Blatts ist oben schon bey dem Bilde gleichen Inhalts gedacht;und nach welchem derselben es eigentlich gefertigt worden, wird wohl schwerlich mehr auszumittelnseyn. Nach einem Bild in Neapel von diesem Gegenstand nennt Heinecke ein Blakt vonA. Capellan.
(2.7) Tagebuch I. ( ,.) rgz.
(r>8) I. o. ,49—50. Welcher von den vielen (unten folgenden) Stichen nach einer Zingara etwa dieunsrige angehen mag, ist uns wenigstens unbekannt. Inzwischen meint die Allg- R- Z. 8". 802S. >48—55, es seyen nicht minder als viere, welche unten, alS von H. H. Frezza, D. D. Preißlerund I. H. Roßt, besonders aber, in neuern Tagen, nach Girgenti's Zeichnung von Porporatigefertigt, erscheinen. Letzteres soll nämlich „weit das vorzüglichste, von reinem und zartem, mitVerstand geführtem, und von dem Geiste des Urbildes beseelten Grabstichel ' — kurz eines derwenigen vorzüglichen Blätter nach Allegri seyn.
(2,9) Tagebuch l. (>.) >9->—92.