Wüste lies t liegend in einem großen Buche, dem St. Johann (dem Evangelisten?) über derWinkler. Sakristeychüre der Kirche St. Johann zu Parma
s) v. Ott/rsF» so. Bey Rost IV. i8r ledig- seyn dürfte.
lich: Die Magdalena rubrizirt. Dann kennt man einen St. Johann Bapt.
3) -r/awnt so. m. n. Die reuende Mag- über die Wolken getragen, von Engeln umge-
dalena; ein Engel halt ihr die Balsam- ben, von A-Lorenzini (Rost sagt, nach einembüchse. Halbfiguren. Bild in der Galerie zu Florenz , das wir aber
4 ) 2>o^sw 8v. Völlig die gleiche Darstel- dort nirgends gefunden haben; und Gandellini
lung (^ 4 ). will, es sey das Werk von Han. Tarracci, aber
5 ) k>. 5o. Sehr gut, doch fehlt nach der Erfindung des Correggio ).
hie und da die harmonische Verschmelzung. IV. St. Agnefe, Haibfigur. LI. Olaire(Pr. 8 fl. i 5 kr.). »Sie hält das Kreuz Lxou8v Ue Mol. Henri lursieu
in der Hand, und scheint üher frommen so. 4 °.
Betrachtungen eingeschlummert. Der ruck- v. Sr. Porenziana, Halbfigur, in einer
Werts gelehnte Kopf ist höchst anmuthig, Rahme. ?. 8o. 4 °.
hat aber, wie die ganze Stellung, einen VI. Zwey Engelsköpfe in gefärbter Manier.
Ausdruck von Sinnlichkeit, mit welcher 7 . 6. /s ö/ow 8o. gr. Fol.
der Heiligenschein und das Kruzifix etwas vil. Als ein Seitenstück (?) für die Mag-
seltsam absticht. Man geräth unwillkühr- dalena zu Dresden : Mädchen, Halbfigur, das
lich auf den Gedanken, der Künstler habe eine Gesetzestafel in der Hand hält; ein Knabe
muthwillig ein Traumbild aus ihrem ver- neben ihr; mit der Inschrift: Imxrimis ve-
gangenen Leben vor ihre Seele geführt, nerare Veo8. k. 50. (^26).
r. Mythologische Darstellungen.
4 ) Jupiter und Jo; die letztre hier in eineschlafende Diana verwandelt (^ 2 ?); dieLandschaft, wie in dem Blatte von Du-change. 6 . I). l). 8 c.
2) Liegende Venus mit Cupido. 7 . ^v.
80 . ( 228 ).
3 ) Venus, stehend in einer von Tauben gezo-genen Muschel auf den -Wellen. 7 .
50 . I^onctro8 1701 m. ».
4 ) Venus, auf einem Bette liegend, vom
Rücken gesehn; über ihr flattert ein Liebes-gott, der einen Fangriemen hält. ^«0».so. bloß mit - 4 . bezeichnet.
5 ) Venus (oder eine Nymphe, sagr Heinecke),in einer Muschel auf — einem Luche liegend,von Meergöttern umgeben (bloß ein Ok-tavblättchen in die Breite, und mit
I. bezeichnet (22s).
6 ) Venus, auf dem Boden an einem Felsensitzend. Cupido hält sie beym rechten, miteinem Braoelet verzierten Arm. Von derandern Seile ein Satyr- ^0^. 50. Kl. Fol.mit der Inschrift: Venere io 50 N eto. (26°).
7) Entführung der Psyche, in Begleit einerMenge Amorine. ^V. Lar//rs 50. 1777 inRothkreiden-Manier.
8) Die Fabel des Marsyas und Apollo, einsehr großes Blatt in drey Bogen. 7 ulä'onk/ro 50. 1562. Darin sey (sagt Hei-
(-54) Von dem ersten spricht Heinecke: läee p. 50 , von dem zweyten im Dictionair, als nach einem-Bilde» ehemals in der Lrüßler-, jetzt in der Wiener-Galerie, dessen aber die Catalogen dieserletztern keine Erwähnung thun.
(255) Noch sind wir immer ungewiß, ob lXro. i, 5 u. 6 dieser Magdalenen eine andere, als die Dresd-ner seyen.
(256) Nur etwa» weniger seltsam, als diese Rubricirung bey Heinecke, lautet diejenige bey Rost IX.
,96. „Awey junge Schüler, davon einer beschriebne Tafeln hält", wo aber das Urbild als ein
Werk von Schidone in der K. Galerie zu Neapel gegeben wird.
(257) Diese Mythe ist uns ganz unbekannt.
(-»L«) Heinecke Nachr. II. 24 sagt aus der Salzthaler-Galerie, aus welcher gedachter Künstler, in einemeigenen Werke : ^rris i» Vslle Lalins Iliestruiii ?. I. kol. 6uelplierlriri 710 achtzehn -Bilder ge-stochen hatte. Indessen findet sich das gegenwärtige in Ebrrlein's Vrrzeichuiß gedachter Galerie(-776) nicht angezeigt.
(259) Ob dies etwa ein von ihm selbst geätztes Blatt — gleißnen sollte?
(260) Heinecke hält es für zweifelhaft. Ueberhaupt aber scheint es uns merkwürdig genug, daß unter
Correggio '» anerkannten Urbildern sich unsers Wissens wirklich keine Venus befindet. Ob ihmdie» bloße Symbol sinnlicher Liebe nicht Individualität genug hatte?
Die losgebundenen Haare bedecken denOberleib auf eine sehr mißfällige Weise,was, ohne Zweifel» in dem Gemälde selbst,eine weniger grelle Wirkung macht. Umden Unterleib ist, nachlässig, ein Man-tel geworfen. Den Hintergrund bildet einefelsigte Landschaft mit einer Aussicht in dieFerne". Tüb. Runftbl. 1820 S. 62.
6 ) ^Vr<7„st, 1 'uine 80. (1816). Die sogenanntelesende Büßerin (Magdalena). Von diesemBlatte heißt es im Tüb Lunstbl. 1817 21.»Der Anblick desselb.u füllt die Seele mitsüßer Harmonie; nur kann man sich derKritik kaum enthalten, die Büßerin sey —zu schön. Ihre reizende weiße Farbe, diemit dem Dunkel der Wildniß, in der sieerscheint, gut absticht, ihr sanftes Auge,ihre runden vollen Arme, ihr von der Liebegewölbte Busen, laden mehr zum Genußals zur Reue ein (222).
7) Ein Magdalenen - Kopf nach dem Unsrigenfindet sich von A. B. Desnoyers gestochen,in dieses (sonst so wackern) Künstlerswahrem Pfuscherwerke: keoueil U'L8tLm-
P08 Aruvoe 8 cl'apre» clo 8 peinturc» suti-que 5 elo. kuri 8 82,. (54 Dl.) das denndoch 120 Frkn. kostet. »Armer Correggio"!ruft hier ein Rezensent im Tüb. Lunstbl.1821 G- >02 aus.
iil- Sr. Johann Bapr. Heinecke nennteinen solchen, auf dessen Buche die Chiffer vonI. 2 Z. Gbisl geschrieben stehe, ein Blatt, daswir bey Bartsch nicht gefunden haben, unddessen Darstellung etwa eine Verwechselung mit