Allegri
SS
Allegri.
necke) um eine Lücke zu füllen, Rapharls Par,naß angebracht (^)?
9) Diana im Bette (?) und lr«) Diana an der Toilette, g.^^>»«so.(-6-)von ihren Nymphen l ^ ^
umgeben. )
12) Eine in einer Muschel auf einem — Tucheliegende Nymphe oder Najade, durch einenvon Tritonen begleiteten Greisen gekrönt.
so. (^OZ).
6 . Mannigfaltiges.
r) Ghismonda, über dem Herzen des Tankredweinend , nach Bocaccio's ( 6 iorn. IV.lVov. i.). ä. so. m. n.
2) Ebendasselbe, von Cuningham gezeichnet.
O. so. 1786. Lervl.
3 ) Die Tochter desLancred. Obige Figur(^^H,
im Brustbild: so. 1720.
4 ) Emblematisches Bild, wo man eine fastnackte, vom Stuhl fallende Frauenspersonerblickt; zu ihrer Rechten einen Zauberer,der einen Pfeil reinigt; nebenzu ein Kabinetmit allerley magischem Zeug. tz. Lo«/ so.
5 ) Nackte Frauensperson an der Toilette.
1. so.
dlö. 4 lindes nach Urbildern in der ehe-maligen Brüßler < Galerie.
6) Eine stehende Frauensperson nimmt von
einer andern knieenden eine Schale an.H. ria» so. (^ 5 ).
7) Lnä. LUilll. Halbfigur mit einemKinde, lülios V. IVI.
Noch nennt der winklersche Catalog:
8) Großer geflügelter Amor, in einer Land-schaft stehend, halt zwey Pfeile in seinerRechten, und einen gesenkten Bogen in derLinken. 6. 7 ^s§os//r>rr so.
Dann liegt vor uns:
9 ) Ein kleines niedliches Schwarzkunsiblatt:St. Joseph mit dem Kinde. k. /-,/,« so.
10) Im Taschenbuche für Damen 1814 fandsich nach ihm: Die mütterliche Liebe.^o^ö /7 so. vortrefflich.
Und nun die allgemeinen Kunsturtheile überden Unsrigen.
Hören wir zuvörderst Meng« in dreyenunterschiedlichen seiner klassischen Schriften an.
Erstlich >tt seinen Gedanken über die Schön-heit und den Geschmack in der Malerei (-««),wo er eine Vergleichung der drey größten Kunst-lichter: Raphael, Lorreggio und Trttan an-stellt, und vörderst über die Zeichnung vonAllegri bemerkt:
,, Lorreggio wurde eilf Jahre nach Raphaelgeboren, und die Kunst befand sich auch da-mals noch in ihrer Kindheit. Wie Sanzio machteer mit der Nachahmung der Natur den Anfang;und da ihn das Angenehme mehr als dasVollkommene rechte, so erlangte er die Grazievor Allem aus auf dem Wege der Einfachheit,indem er seine Zeichnung von alle dem reinigte,was schneidend und cckigt icyn konnte. Indemer auf dieser Bahn fortgieng, und durch dasStudium von Licht und Schatten sich überzeugte,daß namentlich auch die großen Massen Vieleszur Anmuth beytragen, so verwarf er alle klei-nen Theile, vergrößerte die Formen, vermiedsorgfältig alle geraden Linien und spitze Winkel,und befliß sich abwechselnder und wellenförmigerUmrisse. Htedurch prägte er seiner Zeichnungeine gewisse Großheir ein, wenn sie auch nichtallemal mit der Wahrheit übereinstimmt. DerKünstler hat also diese Manier nichts minderals ganz zu verwerfen, sondern soll vielmehrauch aus diesen Blumen Honig zieh»; d. h-die Schönheiten des Lorreggio da anbringen,wo sie mit der Natur übereinstimmen, und derGegenstand es erlaubt. Und da der Unsrigeoft einzelne Theile schöner Sachen nachgezeich-net, so hat er auch auf dem Wege der Nach-ahmung zum öftern das Ziel der Schönheit er-reicht ". In einem zweyten Aufsätze, der zumTitel führt: Betrachtungen über die drey großenMaler, Raphael, Lorreggio, Titian undüber die Alten (^?) liest man dann wiederüber die Zeichnung des Unsrigen: »Sein ersterGeschmack darin war trocken, sklavisch undrechtlinigt. Dann lehrte ihn das Studium derNatur selbst, in ihr mehr Abwechselung zu ent-decken. Auch muß er, sey es nun in Rom ,oder zu Parma und Modcna, wenn auch nichtin großer Menge und höchster Dortrefflichkeit,frühe, Werke des Alterthums gesehen haben.Denn ein großer Geist darf auch nur das ge-ringste Muster von einer neuen Schönheit ent-decken, so reicht solches hm, um in ihm denBegriff von ihrer ganzen Vollkommenheit zuerzeugen. Daß dieses Allegri« Fall war,schließ' ich daraus, weil man unter seinen Wer-ken keine bemerkt, welche zwischen seiner tro-ckenen Manier, und seinem nachfolgenden gran-diosen Geschmacke ein Mittel ausmachte. Es
(r6>) Und Kost III. -l 4 vollends unverständlich: „Man glaubt, daß der Stecher den Parnaß des Raphaelübergetragen (?) hat".
(»62) So Heinecke. Das erste wohl ungezweifelt das oben (ebenfalls nach Heinecke) angeführte dlro. I.
(26z) Heinecke sagt: Fälschlich dem Unsrigen, statt dem Parmesan zugeeignet. Ob dies Blatt nichtmit IXro. 5. Ein und Dasselbe seyn dürfte?
(264) Sagt Heinecke ganz unverständlich, und bemerkt dabey, baß es nicht von Lorreggio, sondern
von F. Furini sey, und sich, als von diesem Meister in der Galerie von Wien , die gleiche Vor-stellung aber, als von dem Unsrigen, auch in England befinde. Von Mechel nennt es nicht,wohl aber der winklersche Catalog ausdrücklich als in Wien befindlich, und nach demselben zweyBlätter, das eine rubrjzirt: l.» ^?//s ck- äaus sa clouleur, von Premier geschabt, das
andre (N. B- als dasselbe) äsns s» äouleur, von I. E. Mansfeld . Hat das Alles —
Menschenverstand?
(265) DieS Bild dürfte aus der ehemaligen Galerie Arundel seyn.
(-66) 8 °- Jürich 1774 S. 80—8>. Versteht sich nicht wörtlich, aber immer sicher der Sinn, und bis-weilen nach der italienischen Uebersetzung dieses Aufsatzes in der Sammlung von Mtngs Werken(I. 50—51) verbessert und besonders verdeutlicht. Die Urschrift dieses Werkes ist nämlich deutsch .
(267) Bey prange H. 202—roz.