A m a l t e o.
11^ Alzner.
den Formschneider Jakob Leder-lein auf Birn-bäum, wie dies alles in dein Vorberichte vonK. /L. 1msp;<nc8 I^rokessorum 'I'uditt-
Aensium > 5 g 5 (a. Ii. 96) besagt Wird. Zeich-nung und Holzschnitt sollen schlecht seyn. Ma-ler, Zeichner und Holzschneider find darauf mitden Monogrammen ^l. (Hellas) A., ,
und ä. L.. bezeichnet. Moehsen.
Alzner ( ). So soll ein Kupferstecher
der neuern Zeit heißen, welcher, nach Sperb,das Bildniß des F. I. Nadermann gestochenhabe.
lVlelllolan. ^rllkex keeit steht aufeiner Schaumünze des Leonellus Marchio (Ls-tensis vorriinus). Sie ist nach einer derglei-chen des Pasinello, von diesem mailandischenKünstler kopiert worden,
D. I. Dab. XU. n. 2.
sl.^j Amadei (Stephan). Lanzi (Lä.ierr. ll. i 3 i) sagt von ihm kurz, daß er sichmehr auf den Styl der Florentiner seiner Zeitals auf den der bolognesischcn Schule gelenkt habe.
Aniadio (Andreas), ein Venetianer. Inderersten Hälfte des XV. Jahrh, brachte es der-selbe in der Kunst des Pflanzenzeichnens so weit,daß nicht nur dessen Zeitgenossen, sondern setztnoch Kenner mit Bewunderung von seinen Ar-beiten sprechen, pandolf ssolenucci schreibtdavon: in ca llber est berdarius lanta artese liiliAentia pietus, nt nalas pa^inis lllis8ui8 derkas, non ekfi^latas erellas, und Mo-rellt (der »8io noch lebende vcnetianische Bib-liothekar): 8ane tanta in Ü8 naturae aemu-latio lere uklgue est, nibil ut ei Proziiusesuseernocli relius villeri pc>88it. Die Hand-schrift, in welche Amadio Pflanzen gemalt hak,führt zum Titel: leider cle 8im^>Iieibu8,
und befindet sich zu Venedig . I. w. perersenim T«b. Morgenbl. i8rc> S. 671, welcherbemerkt: Man glaube gewöhnlich irrig, erst dieneuern Zeiten hakten vortreffliche Pflanzenzeich-ner und Maler hervorgebracht.
Amaint (Saint), ein französischer Malerin der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts,nach welchem, wie es irgendwo heißt, Morangezwey gefärbte Blätter in gr. Fol. in Kupferbrachte, betitelt: Idiotie et ^Vertlier, und:
Kressenliment 6c L,o1otte.
AN1 <rlgar oder Amaiger. Bey der von920 bis 9Z7 vollführten Erbauung und Aus-schmückung einer nicht mehr bestehenden präch-tigen Kirche der Abtey St. Gallen in der Schweiz ,wurden mehrere der dasigen Geistlichen gebraucht.Nämlich als Baumeister wmidhar; als Stein-metz parger; als Holzarbeiter (was wohl eherBildschnitzer, als Zimmermann, heißen soll)Zsenrich; und als Goldarbeiter unser Amal-ger, wie er hier heißt. Amalgar hingegennennt ihn Fiorillo D. I- 282, führt dann vonseiner Kunstarbeit einen güldenen Altar (?) aufder Insel Reichen«» im Constanzer-See an,
und bemerkt, daß der Mönch Ermenrich vonSt. Gallen ihn zugleich als einen »weisen undrechtschaffenen" Mann gepriesen habe. Hagen Briefe in die Heiniarh 1. 161.
Amalreo (Hieronymus ), ein Schülerseines nachfolgenden Bruders Pompomus,und Gehülfe an einigen seiner Arbeiten, wobeyer viel Genie verrieth, das er auch in eignenErfindungen, sowohl in kleinen Bildern, welcheMiniaturen glichen, als in einigen al Freüco's,und in einem Altarblakte zu St. Dito zeigte. AuchRudolfs nennt ihn sehr geistreich, und ein alterSchriftsteller (I glaubt gar, wenn er längergelebt, hätte er dem großen Porbenone gleichkommen können. Eine Fabel mag es daher seyn,was das Lex. nach Rr'dolfi, und dieser hundertJahre nach des Unsrigen Tod erzählte; auchdenken wir, daß wahrscheinlich eben Hierony-mus , nicht vomponrus, erst 28 Jahr alt ver-storben sey (?). L-r-ror klcl. terr. III. 9(1—97.
ft. II /j — — (Pomponius) von St. Vikoin Friul(^), geb. i 5 <> 5 , und lebte noch ib88,was sonnt der Angabe des Lex. namhaft wi-dersvricht, und das in vorhergehenden Art.vermuthete Quid pro Quo über die Lebensdauerder beyden Bruder vollends wahrscheinlich macht.Rrdolfi glaubt irrig: Daß die drey mit i 556datirten Bilder von Richtersprüchen Salomon's,Daniels und Trojans im Gerichkssaale zu Ce-neda nicht dem Unsrigen, sondern seinem be-rühmten Lehrer und Schwiegervater pordenonezugehören (H Uebrigens weiß man, daß pom-pouilis auf eine eigenthümliche Manier Anspruchmachte; daß z. B. seine Schatten minder stark,sein Colorit fröhlicher, dann aber auch seineIdeen minder groß, als die des Pordenone waren- Im Notariatssaale zu Belluno sieht manvon ihm fünf römische Geschichten, deren vasariund Ridolfi nicht gedenken. Auch haben wederdiese beyden, noch Alton (^) die Nachrichtenüber das Leben und die Werke eines Künstlersnicht erschöpft, der, theils allein, theils mitGehülfen, bis ins höchste Alter arbeitete Einesseiner vorzüglichsten Bilder indessen bleibt im-merhin sein St. Franzisc in der ^Kirche diesesNamens zu Udine , und wird überhaupt füreines der doitigen schönsten Gemälde gehal-ten. In demselben, so wie bald in Allem,was er fertigte, erkennt man einen ausgezeich-neten Schüler seines großen Meisters, der nichtnur, wie alle Venetianer, schön colorirte, son-dern auch genauer zeichnete, als es diese ge-wöhnlich thaten. Dieser Ruhm gebührte auchlange Zeit seinen Nachfolgern; doch erreichteihn keiner, als etwa, wie schon erwähnt, seinvorstehnder Bruder. Gestochen nach ihm kennenwir (wie in unsern Zusätzen) noch immerhinkein Blatt, als dasjenige von Zucchi, welcheseines jener drey Bilder zu Caneda darstellt:Den schönen Zug nämlich aus dem Leben desKaisers Trajan , der seinen Sohn an die Stelledes Sohns der Wittwe setzt, der unter denHufen des Pferds des Prinzen sein Leben ver-lor. La-rrr L6. «err. m. 96.
(>) Bey Renalbi (äell» picrura kHulsn»).
<2) Aber weder der eine noch der andere ,6,8 wie es in unsern Zusätzen durch Druckfehler heißt.
(z) Auf einem Gemälde zu Motta Terra im Trevischen ist er mit: Llorrss atvis er incola unterschrie-ben; was aber wahrscheinlich nichts weiter sagen will, als daß er auch dort verburgrechtet war.
(4) A. Zucchi hat «S für die Sammlung von Louisa gestochen. Woher aber das 8ex. die Notiz ge-schöpft hat, daß auf diesem Blatte des Ponrponiue Lebensdauer von 28 I- ausgedrückt sey, istunS unbekannt.
(z) into^no »lla ril» <li im 48, Thl der Opurcol, LoloZeriani.