Band 
Zweyter Theil [5].
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Aman n.

A in a >i ii.

Nur io haben Amanns Chiffer; die übri-gen gar keine (').

ii) Geschlechterbuch, darin der L. Kais. Reichs-stadt Augsburg Geschlechter, so vor fünfhun-dert und mehr Jahren hero daselbst gewohnt rc.Franks, am Mayn i66i Fol. in VerlegungJoh. Wilh. Ammons (^) i 56 Bl. Jedesmit einer bewaffneter Figur, die ein Wap-pen trägt. Bloß das Titelblatt ist mitAmanns Monogramm, die übrigen miteinem ganz andern versehen (^).is) Vier »nd zwanzig Blätter biblischer Figurenfür eine Ausgabe des Flavius Josephus ( 5 " 8<" br., 4 " hoch). Diese kragen alleAmanns Monogramm, und gehören eigent-lich mit zu den 97 Bl, womit die in i 58 ozu Frankfurt am Mayn bey S. Feyerabenderschienene lateinische Ausgabe des erwähn-ten Geschichtschreibers geziert ist ( 4 ).i 3 ) Vier emblemakische Blatter mit Amann'sChiffer befinden sich in tJikl. Reusner's:Lmblemata. 4°. I'rsricok. all lVIoenumper äc>d. k'e^erabenci.

> 4 ) Ein neu Kochbuch von Marc Rumpolt.Fol- Franks, am Mayn i 58 i bey JohannFeyerabend, mit einer Menge Holzschnittennach Amann's Zeichnungen, von welchennur einige seine Chiffer tragen; wie z. B.ein kaiserliches Tanket, in einem prächtigenSaale; der arme Lazarus an der Thüre desbösen Reichen, wo Jäger einen Hirsch aus-waiden; und die Hochzeit zu Cana; diebeyden letzten 5 " 3 "^ br., 5 " 10"^ hoch,das erstere 4 " 6"^ hoch, 3 " 7"^ br.

L. Dann nennt Barrsch noch 27 einzelne,nach des Unsrigen Zeichnung geschnittene Blät-ter. Darunter die Bildnisse Martin Luthers und des Prinzen von Siebenbürgen, StephanBathory's (dieses is" hoch, g" 2"^ br.); einWiener-Turnier (i 565 ), 12" ii^" br., 7" l?"hoch; die Zeit, welche des Widerstands zweyerTeufel ungeachtet (freylich giebt es ihrer ge-wöhnlich noch mehr!) die Wahrheit aus demDunkel zieht (i562), 16" 2"/ br., n" 6"^ hoch;allegorisches Bild der Eigenschaften, welche fürden Handclsstand hauptsächlich erforderlich sind:Rechtschaffenheit, Verschwiegenheit, Sprach-kenntniß; auf dem Titelblatt zwey weibliche Fi-guren, von welchen die eine die Pflicht, unddie andere die Freyheit (oder das Recht) dar-stellt (22" 4"/ br., 10" 10'" hoch); ein TruppSoldaten auf dem Marsche, fünf Blätter, dieman zusammenfügt, das Ganze 63 " lang, 9"7-" br. Endlich den St.Marcusplatz zu Venedig ,mit einer feyerlichen Prozession vor der Ein-schiffung auf dem Buccentaur, ein sehr seltenes70" langes und 28" br. Blatt.

Somit wären der nach seiner Zeichnung ge-fertigten Holzschnitte, die gleich Anfangs er-wähnte Bibel nicht gerechnet, an die 1200.

Ungeachtet wir nun, wie schon gesagt, Bart-

schen's Literatur über die Arbeiten des Unsrigenfür die bisher gründlichste halten, so könnenwir doch nicht umhin zu bemerken, daß sich beyHeinecke (des Zweifelhafter»! nicht zu geden-ken) denn doch ausdrücklich noch finden:

1) Künstlich Bericht und allerzierltchste Beschrei-bung Friederici Grisonis Neapol . wie diestreitbaren Pferde zum Ernst und ritterlichenKurzweil geschickt zu machen, in sechs Bü-chern, durch Johann Faysern den jüngern(übersetzt?), mit Figuren von Jost Am-man , in Holz 1673 Fol. (^).

2) Dann (vornehmlich): Kunst- und Lehrbuch,in welchem Reisten und Malen zu lernen.Erstes Buch 4°. 1578; und als zweytes:Neues Kunstbuch, u. s. f. 4 °- Franks.i 58 o (6).

3 ) Wappenbuch, darin allerley leere Schildund Helm ganz künstlich gerissen sind, allenMalern, Bildhauern, Steinmetzen, Schrei-nern, desgleichen Studenten und denen soLust dazu haben, zu sonderm Vortheil rc.verordnet durch Jost Amman von Nürn-berg . Fol. Franks, am Mayn i 579 - Dannthur Heinecke unbestimmt hinzu: aveoquantite ä'-lrmoiries, lanlül aveo ÜAures,tantüt sans st^ures (?).

4 ) Der Todtentanz durch Jost Ammon 128749 Bl.

Wenn wir nun noch theils mannigfaltigeranderer Angaben, theils so mancher Variatio-nen über die schon angeführten Erwähnung thunwollten,, die sich bey Füßli , Rost, von Murru. s f über die zahllosen Arbeiten des Unsrigenfinden, so würde die diesfällige Mühe weitgrößer, als der Nutzen einer solchen Nachleseseyn.

Nach Amann gestochen nennt Heinecke undBrandes ein allegorisches Blatt über dasKriegselend in quer Fol. von I. Sadeler, mitder Aufschrift: O mein Volk, die dich weisen —mögen nit bellen. Und einer unsrer Freunde,als ein seltenes, ohne Bezeichnung, von ihmgeätztes ^latt (6" hoch, ^ 4" 6"^ br.),welches in verschiedenen Abtheilungen die Ver-folgungen und Grausamkeiten, darstellt, die imSept. und Nov. 1676 zu Brüssel und Antwer-pen statt fanden. In einer Tafel aber linksliest man: »Ware Contrafaktur" u. s. f.

Amanns mannigfaltige Monogrammate fin-den sich bey Barrsch Vlll-, bey Rost I. 214,bey Heinecke (Oioiion.) 1 .216^7^/7,^(iviono^r.)diro. 40. Lonk.

Amann oder Amman (I. A.), zeichneteeine von M. 8. Städelen gestochene trigonome-trische Karte von Schwaben, die im Amman -schen Kunstverlage zu Dillingen 1802 erschien.Sie sollte als Vorläufer und Probe einer voll-ständigen Generalkarte (von Schwaben ) dienen,die der Unsrige herausgeben wollte- Allgem.

(>) Heinecke nennt es nicht.

(-) Ob dieser etwa ein Nachkömmling deS Unsrigen seyn dürfte?

( 3 ) Heinecke hat ganz kurz: Die Wappen der Familien der Stadt Augsburg . Kl. Fol. ohne Datum;mit der wettern Bemerkung: „Auch in demjenigen Augsburgischen Geschlewterbuch. welchesSiegm. Feyerabend in iz8<> zu Frankfurt am Mayn gegeben" (und das eben das ursprünglicheseyn wird) „befindet sich MehrerS von Amann gezeichnet und gestochen."

(4) Heinecke erwähnt ihrer nicht.

(5) Oook. oben dkro. 12 der gestochenen Werke; so daß dasselbe schon deswegen mit dem unsrigennicht das gleiche seyn kann. — Ferner Nr». 5 der in Holz geschnittenen, womit das Unsrige einigeAehnlichkeit hak.

(6) Füßli I. 78 bemerkt, baß zu diesem Werke der berühmte Tobias Stimmer Vieles beygetragen,i (7) S. oben die Note zu dir». 11. der in Holzschnitt gefertigten Werke.