Band 
Zweyter Theil [5].
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A m b r o g i o.

der sich im Kabinette des Kanonikus Vianelli zuChioggia befinde. Auch im Venezianischen, woer Schüler gezogen, l wie z. B. Fuminani undP. A. Cerva) sey er bekannt genug. In A.Mitelli's Perspektive malte er bisweilen die Fi-guren, und überhaupt weit mehr für Privat-kabinette als für öffentliche Stellen. In Be-treff des Bildnisses des Arztes Claudinus hatdie Verbesserung in unsern Zusätzen ihre guteRichtigkeit. Und überhaupt rügt Barrsch XIX.198 den Irrthum des Lex., da nämlich nichtder Unsrige nach B- Coriolan und Laurenz (nichtLaus) Tinti (wie ein Druckfehler des Supl.sagt) sondern gerade diese nach ihm Blätter inHelldunkel geliefert haben (*). Dann nennt erhingegen von Ambcogi'o zwey gestochene Blätter,ohne andern Namen, als den seinigen: EineThese (Landschaft, mit St. Carl Borromeo inden Wolken, dem drey Engel ein großes BlattPapier überreichen, 18" 3 ^" hoch, iL" 2"^ br.);und: Die Skulptur und Malecey, unter demBild zweyer jungen Frauen, die sich mit Fer-tigung eines Wappenschildes beschäftigen. Ih-nen zur Seite noch das Bild der Poesie (6"6", hoch, 4 " 7 "/ br.). Noch nennt Heineckevon ihm eine Frau mit zwey Fackeln und einerSchlange in der Hand, von Neptun auf einemTriumphwagen geführt. Dann hat, wie gesagt,Coriolan nach ihm eine Thesis, auf welchersieben Rechtsgelehrte ihre Bücher — der Minerva überreichen (19" 5 "^ br., iZ" 4^" hoch) inHelldunkel mit drey Stöcken, und L- Tinti dasBildniß eines ungenannten Prinzen, mit Attri-buten der Tapferkeit und Gerechtigkeit (12" 5 "'hoch, 8" 3 '" br.) mit gutem Grabstichel gefer-tigt. Hemecke führt den Unsrigen zweymal,

8. V. Ainbrogio und Brizio, aber eben auchzum Theil fehlerhaft auf. Indessen sagt Gan-deUlni, daß auch der Unsrige Einiges (8cuäiper conoluslonl) gestochen habt.

Ambrogl'o, ein um t 5 vo lebender grie-chischer Mönch. Von einem solchen nennt Lanzi(L6. terr.) I. 53 not. als in der Kirche dellaCarita zu Fabriano befindlich, ein jüngstes Ge-richt, auf einer großen Tafel, mit kleinen,äußerst ausgearbeiteten, Figuren in solcher Mengegefüllt, daß Tintorett's Paradies ihrer kaummehrere enthalten kann, mit des Künstlers bey-gesetztem Namen: XLI?.

Ambrose ( ). Ein solcher findet sich

bey FioriUo V. im Register, den wir aber ander nachgewiesenen Stelle S. 2t3 nicht treffenkonnten.

Ambrosi (Franz), ein neuerer Kupferstecher,der unter andern, nach Guido Reni , das Jesus-kind auf einem Kreuze liegend, in SuntachsVerlage 1797 geliefert hat. Auch kennen wirvon seiner Hand bunt gefärbte, radirte schlechteProspekte für das gemeine Volk.

— — siehe auch gleich unten und in unsernZusätzen Ambrosy.

Ambrosius (Marc), wird vom Orreliusin dem Vorberichte des Vbeatrum orbls ior-rsrum »579 als Landkartenzeichner, wie folgtbenannt: iXi8senLi8, I.IVO-

niam vicinasq. re^ione« eck nonckum eckilasckel. Xntverplse etc.

Ambrozy (Anton). Sohn des wenzel'sA. in unsern Zusätzen, geb. zu Prag 1768 unddort gest. schon 1788. Sein Vater ließ ihm

(>) Dasjenige deS I. C- Claudius ist ausdrücklichbezeichnet.

A m b u r y.

auf dem Neustädter - Gottesacker ein Denkmasetzen, worin er ihn ackolescentem worumcanckore et artis pietorise prcslanlis null!secunckum nennt. DIabacz.

Ambrozy (Joseph), älterer Bruder desWenzels A. in unsern Zusätzen, ein Minia-turmaler zu Prag , um 173z. DIabacZ.

IIl.^ — — (Wenzel Bernard), der Wen-zel A. unserer Zusätze, geb. zu Kuttenberg inBöhmen 172Z kam schon in seinem Achten nachPrag , wo er in den Humanioren und der Phi-losoph so gute Studien machte, daß die Jesui-ten ihn in ihren Orden aufnehmen wollten. Erzog aber die bildende Kunst vor.^ Den erstenUnterricht gab ihm sein oberwähnter ältererBruder Joseph; dann vervollkommnete er sichunter dem Prämonstratenser - Chorherrn desStifts Strahow zu Prag , P. Sierdus. Dieersten Proben seiner Kunst sind die sechs älte-sten böhmischen Heiligen, auf dem Wege nachWyssehrad, an der Außenseite eines Hauses;andere in der St. Ursula-Kapelle im StifteStrahow. Hierauf folgten größere Freskoar-beiten bey den ehemaligen Coelestinerinnen auf derNeustadt in der Heinrichsgasse, zu Plaß, inder ehemaligen Cisterzienserkirche, u. s. f. Spä-terhin machte er Bekanntschaft mit andern wür-digen Künstlern seines Vaterlands, wie Reiners,Joseph Hagers, Norberts Grund, Balko's, undnahm sich besonders die blühende Manier deserster» zum Muster. So erwarb er sich richtigenGeschmack und große Fertigkeit sowohl in Freskoals in Oel . Davon zeugen mehrere große Al-karblätter; wie z. B. in der gräflich NostitzischenSchloßkirche zu Miessic; eine heil. Elisabeth unddrey Plafonds ; ein St. Ludwig zu Linz (einerden Grafen von Stampach zugehörigen Herr-schaft), und ein St. Gallus zu Citolib bey Laun;vieler geringern, meist historischen und Andachts-gegenständen, die sich in Kirchen und bey Pri-vatpersonen befinden, nicht zu gedenken. Einangenehmer Zeitvertrieb war für ihn zumal injüngern Jahren das Fertigen kleiner -Bildnisse,und eben so das Malen von Blumen und Gro-tesken. Alle seine Arbeiten sind hell und wohl-gefällig, die Färbung ungemein rein, und ganzim Geschmacke der venetianischen Schule; dieZusammensetzung geistreich, die Anordnung un-tadelhaft, die Köpfe ausdrucksvoll. Die Hin-tergründe wußte er mit angenehmer Architekturzu zieren. Hätte er vollends in der JugendGelegenheit gehabt, einen höhern Geschmack inder Zeichnung zu erlangen, so würde er einerder bedeutendsten Maler Böhmens geworden seyn.Seiner Kunstsammlungen und seiner Talente zurestauriren, gedenkt schon das Lex. Die KaiserinMaria Theresia hatte ihn zu ihrem Hofmalerund Joseph H. zum landtäflichen (?) Schilde-reyschätzer ernannt. Jene beehrte ihn mit vielenAufträgen, dieser oft mit Unterhaltung überKunstgegenstände. Er war der letzte Vorsteherund Oberälteste der Neustädter Malerkonfrater-nität, die seit Carl IV. bestand, und unterJoseph 1 l. aufgehoben wurde. Er starb r8c>6,wonach das Lex. zu berichtigen ist. DIabacz.Lonk. Meusel m. der ihn (180g) irrig nochunter die Lebenden zählt.

Ambury ( ). So heißt bey.fiorillo V.

728 ein englischer Artillerie-Offizier neuesterZeit, nach dessen Zeichnung Jukes Aquatinta-Blätter geätzt hat, welche Ansichten von Mysore ,Seringaparnam u. s. f. enthalten, die ersterer

mit drS Ambrogto >«?. und drS Tinti tee. Lono»

I.

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