Band 
Zweyter Theil [5].
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A m e l i a.

in dortigen Ländern aufgenommen hatte, als ersich mit Lord Cornwallis daselbst aufenthielt.

Anielia (Petruccio di Ciolo da), s. untenCiolo.

(Piermattei, da), ein alter Maler,s. Perer Market in künftigen Nachtragen.

Amelts; (Johann), wohl eher ein Kupfer-stichverleger, als selbst Kupferstecher, unter des-sen Namen irgendwo ein Blatt in Fol. angezeigtwird: Conspiration Barneveld's, Slatii undAdrians, wider den Prinzen von Oranien 1628vorgegangen. Er lebte in der ersten Hälfte desXVIl. Jahrh, zu Utrecht . M-o.

Amel 0 r ( ), ein französischer Ingenieur

der (etwa im XVII. oder Anfang des folgen-den Jahrh.) den Riß zu der in Tunis erbautenMoschee Gemm Geyton verfertigt haben soll.Der Bau dieses mächtigen auf drey Säulenrei-hen ruhenden Domes ist nicht ganz beendet wor-den. Ansichten von Tripoly, Tunis undAlgier, aus dem Französischen übersetzt vonDumge. Stuttgard 1817 8". S. 73.

Amelung (David), ein Drechslergesellevon Goldberg, welcher 1668 zu Dresden inArbeit stand.

(W), nach dessen Zeichnung hatHaldenwang einen kleinen Prospekt von Arns-berg an der Ruhr gestochen, der sich in demRheinischen Taschenbuchs, Darmstadt 1811 befindet.

Am ende (August), trat 1624 bey dem Gold-schmiede Michael Ayrer auf fünf Jahre in dieLehre. ^0.

( 3 . H ), Hieß Johann Heinrichgewöhnlich Heinrich Amende, oder besser amEnde, fälschlich aber z. B. auf Stichen desL. Heckenauer Amendo. Dieser Maler, dessenhistorische Staffeleygemalde ein Gantkatalog ih-rer guten Haltung und schönen Fleischtintenhalber lobt, blühte schon um 1680 und lebtenoch im Anfang des folgenden Jahrhunderts zuLeipzig . Neben Heckenauer und P. van Gunst,haben auch Barth. Kilian, E. Hainzelmann,C. Romstedt und I. C. Löcklin, Bildnisse dun-keler Herren und Damen von Leipzig u. s. f.nach ihm gestochen.

sl.^I Ameudola (Ferrantes'. Von ihmfindet sich in Deutschland, , unsers Wissens,einzig in der Galerie zu München eine Quack-salberstube, worin einem Mann ein Glied abge-nommen wird (2^3^ 6'" hoch, V 10" br.)auf Leinwand. »Dieser Künstler" (sagt derH. von Männlich) »nahm vieles von der kräf-tigen Färbung und der kühnen Entschlossenheitin der Ausführung seines Lehrers Solimena an,der bekanntlich seine Schüler zum Copiren seinerbeßten Bilder anhielt, dieselben dann ausbesserte,und für Originale verkaufte, dergleichen sichviele in den Kunstsammlungen finden."

Amerller (Blasius), Kupferstecher zuMadrid , und Mitglied der dortigen Akademieum Wir kennen von ihm eine Maria mit

dem Kinde von B. Murillo gemalt, und nachF. Augustin's Zeichnung sehr schön in 4 °. grabirt.Geringere Arbeit lieferte er zu des Ant. PellicecAusgabe des Don Quixote (Madrid 179899i2°. acht Bündchen); dann zu dem seit 1804 zuMadrid erschienenen Werke: Lsi-ones illustresespLAlioles: hier z. B. den Maler Diego Ve-lasquez de Silva nach I. Maecc's Zeichnung,kl. Fol.

Amig 0 n i.

Amerrano (Vincenz). Ingenieur bey denNormal - und nautischen Schulen zu Nea­ pel 1797.

Amherst (Lady), wird von Iiorillo V.821 unter die Kunstdilettantinnen und Selbst-zeichnerinnen neuerer Zeit in England gezählt.

sll .^1 Amtct (Franz). Heinecke führt einDutzend seiner Passions - und Heiligenbildernamentlich auf.

sll.^ Amicr l la ( ). Das Blatt nach

ihm heißt: kural-Lourts-dix.

stlJ Amicona (C ). So führt Heineckeirrig die Charlotte Amigoni unsrer Zu-sätze an.

Ami'cus. Eine um 1790 in gr. quer Fol.zu Ehren Necker's radirte und in einer ArtTuschmanier ausgefertigte Allegorie, mit demBrustbilde Neckers, und betitelt: l2bomme sin-oere, trägt folgende Künstlerbezeichnungen aufsich: OrH invenit, seulp. Das heißt:

Der Bürger oder der Landsmann erdachte dieseAllegorie, und der Freund brachte dieselbe inKupfer; mithin sind Ctvis und Amicus keineKünstlernamen, sondern nur erfundene Bezeu-gungsausdrücke, ohne weitern Werth für dieKünstlergeschichte. Der Verleger war: verAnzrexe. Varis avee kriv. riu lioi.

Amidano ( ). Lanzi (bl-1. terr.

IV. I» 4 ) nennt ihn Pomponius ; ihm zufolgelebte er noch 169h. Von dem (ihm wenigstenszugeschriebenen) Gemälde in der Kirche Ma-donna del Quartiere zu Parma sagt er: Es sey(was einst viel hieß) das schönste Gemälde derStadt. Dagegen glaubt Rarri, so edel seinStyl gewöhnlich gewesen, sey er hingegen bis-weilen in s Platte gefallen.

Amigazzl (Johann Baptist) Lanzi III.228 kennt von ihm in der St- Carls Kirche zuVerona ein Abendmal nach Caliari, welches sehrschön sey, und sein frisches lebhaftes Koloritbis auf den heutigen Tag erhalten habe.

Amlgo (Martin), ein Maler, welcher inder ersten Hälfte oder Mitte des XVII. Jahrh,lebte und nach welchem Jakob Sandrart dasBildniß Joh. Golling's des jüngern von Nürn­ berg in Fol. stach. Panzer zJürnberger-portrairs I. 78.

^1. H.^j Amigoni (Jakob). Diesen Künst-ler (meint Lanzi. 1er?.. ill. 267268) müsseman nicht in Venedig kennen lernen, wo sichvon seinem bessern Styl, außer einer Heimsu-chung Mariä bey den PP. von St. Philipp, öf-fentlich wenigstens nichts befinde. Jenen bessernStyl meint er, (Fiorillo, wohl ohne genüg-samen Grund, ganz entgegen) habe er in Flan­ dern , durch das Studium der dortigen großenMeister gefunden. »Hier war es" (fährt erfort), »wo sein von Natur frohes, fruchtbaresGenie, dem es keine Mühe kostete, Schönheitmit Grandiosikät zu vereinen, jenes Koloritfand, das er zu Venedig (?) vergebens gesuchthatte. So gelang es ihm ;. B. (wie sich Za-nerri ausdrucke) seine Schatten bis auf's ganzSchwarze zu treiben, und dieselben dennochvollkommen helle zu behalten. Ein wenig mehrRelief in seinen Werken und ein wenig minderBegierde zu glänzen, hatte ihn freylich Ken-nern noch schätzbarer gemacht denn Lustigereskönne man der Menge nichts vor Augen stellen,als seine Gemälde. Bey verschiedenen Liebha-bern in Italien findet man von ihm kleine