Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
124
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Amigoni eigentlich Amicon« (Joseph),war 1797, nebst Thomas Masini, Gehülfe deszu Neapel bey der königl. Schriftgießerey ange-stellten tJlkolaus LTjorghen. Lalenikario eKotiriario ckells Lorte per I'snno 1797- dla-pc>li r6o.

slJ —, — (Oktavius). Lanzl (Lll. terr.)III. 246 zählt ihn kurz unter die unbedeutender»Nachahmer des Palma , und bemerkt von ihm,daß er eine Schule gehalten, in welcher, nebenAndern, der kräftige Pompeo Ghiti gezogenwurde-

sll.^I — — ( ). Sollte er denn nicht

Eine Person mit Jakob Amigoni seyn, da derletztere namentlich doch in London einige Zeitsich aufgehalten hat?

Amrlii (Johann), Münzmeister des Herzogsvon Braunschweig ru Duderstadt auf dem Eichs-felde 12,9. Jolh. Wolf Geschichte von Du-derstadt. Göttingen i 8 o 5 S- »6. Da Johannvon Adel, war, so mag er eigentlich wohl nureinen Münzpachter abgegeben haben. ^0.

Amilzione (Vannuzzo di), ein Künstler(vermuthlich Bildhauer) der iZ 5 o bey dem Dom-baue zu Orvieto erscheint, «t«/ D„o„ro

«kr 0^r>rs-c> 274.

Am irar 0 (Scipio), s. oben Admiraro.

sl.^ Ammama ( ), s. Amama im

kex. und oben.

sk. H.Z Amman s. Amann und Ammonlm Lex- Suppl. und hier.

sl. HJ Ammanari (Barth.). Auf demPlatze vor dem Palazzo Vccchio gewahrt seineKolossalsäule Neptuns einen majestätischen An-blick. Die Homerische Charakteristik desselbenist darin vollkommen wiedergegeben Sie zierteinen der schönsten öffentlichen Brunnen zuFlorenz . Indessen gehört sie noch nicht zu denWerken, welche das Lob ihres Meisters am be-redtesten aussprechen, indem er nicht als Bild-hauer, sondern als Baumeister die höchste Stufeseiner Berühmtheit erstieg. Durch die dreykunstvollen, jeder (Überschwemmung Trotz bie-tenden Acnobrücken erwarb er sich um seine Va-terstadt, wo sein Name noch auf den heutigenTag mit achtungsvoller Dankbarkeit genanntwird, ein unsterbliches Verdienst. Erwarb i5g2.Auch durch musterhaften Lebenswandel überhaupt,und strenge Pflichterfüllung als Hausvater ins-besondere, gelangte sein Andenken rühmlich undanziehend auf die Nachkommen. Seine Drückenbestehen, ohne der mindesten Reparatur bedurftzu haben,, seit dem Einstürze der alten, durcheine der wüthmdsten Ueberschwemmungen unterCosmus I. nun schon volle s)o Jahre. Fürdie originellste und studirteste hält man die Drey-faltigkeitsbräcke. Leicht über den Fluß gesprengt,zeigt sie die Joche schmal, die Bogen aber sobreit, und jedem Augenmaße so unbegreiflichflach, daß die Haltung des Ganzen, als einWunder erscheint. Der Mittelbogen überbietetwegen der unerhörten Spannung von gc»< imLichten jede antike und moderne Konstruktiondieser Gattung. Matthksson i. Tü b. Morgenbl.181Z. 11—g 5 .

In Padüa dann sieht man von ihm an Bild-hauerey und dergl. in der Eremiten - Augusti-nerkirche das prächtige i 54 b gefertigte Grab-mal dcs M. Mantoa Benavides; das in Terracotta ausgeführte Modell einer daran befindli-chen Statuen zeigt man in der Naturalien-kammer der dasigen Universität. Dann in dem

Vorhofe des von gedachten Benavides erbautenPalazzo Venezze die schon im Lex. erwähnteStatue des Herkules (welcher unsre Quelle abernur eine Höhe von 2^ zutheilt) zu deren Lobe1657 4 ° erschien: Heroulis Loloszus lVlantuaeLeiisvilliue, caelators

piorentiiio. Lärmen

7 a^rr; auch Tarl Dorrori schrieb in italienischerSprache über denselben Und endlich in glei-chem Vorhofe ein großes Thor in Form einesTriumphbogens von seiner Hand.kitture, 8eulture, ^rekiiletture cli Caclova21g, 221, L 58 . In des L. Ruggl'eri's Stuckloci'^icdiletturu trifft man im ersten Theile drey,und im andern fünfzehn architektonische nach ihmradirte Abbildungen. Gestochen nach ihm kenntman von St. Non die Begräbniß; von P. Fer-rerius drey von ihm ihbü, ihtz4 und »578 zuRom erbaute Pallaste: Gaetani, Mattei, unddas Collegi'um Romanum; und (bey Bonanm)den Plan und das Perspektlv des Jesuiten -Collegiums zu Rom. s. v. Amanarl.

Dann in Fontaine'« und perciers: ?slsia,lAaisons et autres eclilioes moclernes lle Kome(Uaris 179Ü) den Pallast Negroni, ehemalsMattei, jetzt Gaentai, (gebaut i 556 ). DenPallast RuSpoli (geb. i 55 ü).

Ammanati (Johann di M.), ein von Siena gebürtiger Künstler in eingelegter Holzarbeit.Als man bey Erbauung des Domes zu Orvieto gesonnen war, die Stühle der Domherren imChöre mit aller Pracht und nur erdenklicherKunst zu verzieren, so berief man zwölf berühmteEinleger von Siena dorthin. Unter ihnen befandsich unser Johann, der als Obermeister übersie gesetzt wurde, und die benöthigten Zeichnun-gen anfertigen mußte. Die Arbeit begann i 5 Ziund iZZ? waren die ersten Stühle des Choresfertig. Es ging sehr langsam damit; denn dieFiguren und Verzierungen wurden nach Art derdamals üblichen Mosaik aus den kleinsten Stück-chen bunter Hölzer (vorzüglich des Ebenholzes,Buchs - und Nußbaumes) mit unendlicher Ge-duld und Zeitaufwand zusammengesetzt. Nochi 35 o erscheint Johann in seiner Eigenschaft alsObermeister zu Orvieto . Lts/ «K

Orvrs-o p. ing, 110, 11h, 270, 282, 584 -

Anrmermüller( ), königl. würtem-bergischer Hofgärtner auf der Soliküde 1809.

Mrc.

Ammiraro, s. oben Admiraro.

Ammon eigentlich Amon (Anton), einKünstler zu Wien , der anfänglich unter Chri-stian Brand die Landschaftmalerey studirte, so-dann aber sich als Kupferstecher beschäftigte.Nach Pallestorff's Zeichnungen hat er zu B.Hacquet'ö: planlae ^Ipinae Lsrniolicse. vien-nae 1782 Fol. gestochen. Vergl. auch obenJgnaz Albern'.

—eigentlich Amon (Benedikt), Spe-cialmünzwaradein zu Nürnberg , von i 585 bisgegen ihg/. Will's kJürnberger Münzbe-lust. I. iti8.

sl. 11 .^ — — (Clemens). Dieser sehr

mittelmäßige oder vielmehr geringe Kupferstecherscheint noch um 1670 zu Frankfurt a. M. gelebtund für dortige Buchhändler gearbeitet zu haben.In Beughem's: LllilivAlapIiia matkematieaet artiiieiosa. klcl. nov. ^msteloll. 1688 12°.S- 002 citirt man: Clemens Ammon'sBriegsbuch. Frankfurt 1669 Fol. Von dernähern Beschaffenheit dieses Buchs, das unsnie zu Gesicht gekommen ist, wissen wir nichts