Band 
Zweyter Theil [5].
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125
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A NI N! o n.

Amsler.

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zu melden. Seine Bildnisse i» Th. Vll. und VIII.der Ulkckiollieoa calcoArapIlica (ION an derZahl) finden sich ausführlich bey Hei'necke ver-zeichnet.

Ammon ( ), zeichnet und M. Haas

sticht (181/,) ein Paar berühmte Pferde zu Ber-lin (Z Thl. 12 Gr. schw. und 7 Thl. illuminirt).

sl. Il/j — — s. auch Amann im Lex. inden Suppl. und oben.

sll.^ Ammort oder Amorr (Caspar),dessen Namen man auf einigen Blattern nachihm Am-Vrr geschrieben findet, geb. in derJachenau bey Bencdikt-Bayern IÜI2, wo seinVater Floßmeister war. Derselbe kam ibäi nachMünchen zuHansDonnauer dem jüngernlss 1644)in die Schule, nachdem er vorher die schwersteBauernarbeit verrichtet hatte. Durch anhal-tenden Fleiß erhielt er idZZ hinlängliche Unter-stützung, um nach Italien zu reisen, wo ervorzüglich nach M. A. Carravaggio studirte.Nach seiner Rückkehr erhielt er zu München das Bürgerrecht, und wurde zum Hofmaler an-gestellt. In einigen Zimmern der Churfürst!.Residenz sieht man von senicn Bildern, nebstder nun fast erloschenen Außenwand gedachterBaute. Dann: Christus erscheint dem Thomas,und die leidenden Seelen im Fegfeuer in derFrauenkirche, und in der Galerie ein BrustbildJohannes des Evangelisten. Auch die Galeriezu Schleisbeim hat von ihm: Christus zuEmaus, ganze Figuren, auf Leinwand, /st 8 "hoch, 5/ 9" breit. Außer München befindensich von seiner Hand eine Kreuztragung bey denFranziskanern zu Jngolsiadt, u. a. schöne Werkein andern Klöstern, welche hinlänglich beweisen,daß er verdient, in der Künstlergeschichte bekann-ter zu seyn. von Männlich. Noch setzt L>-porv'sky hinzu: »Auch in der alten Hofkirchezu München befanden sich von ihm zwey Altar-blatter: Ein Ecce Homo und Judas Thaddäus ,und in der Kirche zu Flinsbach, LandgerichtsRosenhein, eine sehr wohl gerathene Stei-nigung Stephani. Er st. i 6?5 mit Hinterlas-sung zweyer Söhne, die er selbst in der Kunstunterrichtete; nämlich Caspars (st. 168/s) undLucas (st. 1692 oder 169Z). Lipowsky I. s. v.und II. 211. S auch unten Lucas. In einerunsrer Handschriften heißt es: »Von ihm trifftman nicht viele, aber treffliche Gemälde an".Rittershausen S. 85 und 88 beschreibt zweyederselben.

Amodei (Onofrkus di), ein Maler^ vonSiena, der lähtz im Dome zu Orvieto beschäftigtwar, aber auch noch 1Z7» daselbst erscheint, woer ein Gehülfe des Malers Ugolmo di preteJlario war. Ltoria kiel vuomo ckip. 286, 383 .

sl. II.H Amon, s. Amann und Ammonim Lex. Suppl. und hier.

Amonrons (Wilhelm), legte sich, nachdemer durch eine Krankheit seines Gehöres beraubtworden, auf die Mechanik, Malerey und Ar-chitektur, und fertigte Barometer und dgl.,über welche er auch 169h Observsliones her-ausgab. Wilhelm wurde ,b6Z in der Norman-die geboren, 1699 von der Akademie der Wis-senschaften zu Paris aufgenommen, und starbi/oö. Iöcher.

Amoros (Don Franz). Sekretär des Kö-niges in Spanien u. d. Generalissimus Frie-densfürsten, ein großer Alterthums - und Kunst-liebhaber, mittheilte in 1807 dem National-

Jnstitute zu Paris die handschriftliche Beschrei-bung einer Reise nach Cypern, mit Zeichnungender Ruinen des Tempels zu Paphos.

sl. Il.^j Amorosi (Anton), gebürtig vonCommunanza im Ascclesischen, lebte noch 17^6.In seinen Kirchcngemälden war er nicht so glück-lich, als in seinen Bambocciaten, in welchen er ebenso spaßhaft, und bisweilen sakyrisch wie Ehezzierschien; die daneben in flammandischem Ge-schmacke, nur minder helle kolorirt waren.Uebrigens war dieser Künstler minder zu Rom als zu Ascoli und dann auch im Auslandebekannt, wo seine Baucrnschenken vornämlichgefielen, in welchen er auch als Landschaf-ter, Thiermalcr und Architekt schöne Talenteerwies. wi-L.) 11. 271. In Deutsch-

land besitzt von ihm, unsers Wissens, die ein-zige Galerie zu München das Bildniß eines(ungenannten) Kindes mit den berdcn Händen(1, 2" 6"' hoch, ic>" 6"/ br.). Der H. vonMännlich eignet diesem Künstler eine breite,feste Manier zu. Der Wmklersche Gantkata-log führt noch von ihm, neben dem Tourba-schläger aus dem Kabinet Middleton, aus dem-jenigen des Herzogs von Devonshire an: Denjungen Bauer unter dem Baum, der sich miteinem Vogelneste belustigt, und das Bauernmäd-chen an einem Denkmal, das sich mit einerHenne und ihren Küchelgen beschäftigt, beydevon W. Walker schön; und alle diese drey Blät-ter Beweise, daß Amorosi namentlich auch denGeschmack reisender Britten und ihre Guineenzu gewinnen wußte.

sli.^ Amort. S- in den Suppl. und obenAmmort.

sll.^ Amourry ( ). Andre sagen, daß

ffk. R Jollain das gedachte Bidniß des Bi-schofs Coetlegon in Kupfer gebracht habe.

Ampiel (Balthasar), wohl Ambuel, einSteinmetzgeseüe von Stein am Rhein , der 1692zu Dresden in Arbeit stand. /n-c.

Amsler (Samuel), geb. in dem DorfeSchinznach, K. Argau's in der Schweiz , Kupfer-stecher. Die Arbeiten dieses eben so sehr durchTalent wie durch Anspruchlosigkeit ausgezeichne-ten jungen Künstlers verdienen um so mehr Auf-merksamkeit, da derselbe einen von dem bishe-rigen ganz verschiedenen Weg betreten hat. undvielleicht auch Nachahmer finden wird, denennur zu wünschen ist, daß sie eben so naturge-mäß und frevstnnig, wie er, sich dieser Behand-lungsart bemächtigen. Ueberzeugt, daß der ersteund nächste Beruf seiner Kunst nur dahin gehe,den Charakter der Gegenstände, wie er in derForm sich ausspricht, treu und kräftig darzu-stellen, entsagte er allen Ansprüchen auf denGlanz des Grabstichels, und wählte sich dieeinfachste Vehandlungsweise durch enge, lichte,größtenrheils mit der Echneidenadel gearbeiteteSchraffirungen, wie sie M- Anton, A. Dürer und L- von Leyden in ihren Werken angewendethaben. Auch sind seine bisherigen Arbeitenalle nach farblosen Zeichnungen gemacht; derGrund ist das bloße Papeir, und die Figurenheben sich nicht durch Dunkelheit, sondern nurdurch genauen Umriß in den Lichtpartieen undkräftige klare Schatten von demselben ab. Daserste Blatt, durch welches Amslers Talentbekannter wurde, war das Bildniß des jungenMalers Fohr aus Heidelberg , der 22 Jahre alt1818 in der Tiber ertrank, nach einer Zeichnungvon Bahrt. Zwey andere ('820) noch nicht inden Kunsthandel gekommene Arbeiten von ihm

äs

I.