12b
Aniullee r.
Anciola.
sind: Das eine »ach einer der Baronesse vonHumboldt zuständigen Statue der Hoffnung,von Thorwaldsen ; das zweyte nach der Bild-faule eines Schäfers von eben diesem Künstler.Beyde in kl. Fol. Das erste stellt seine Figurvon vorn dar, und ist eben so trefflich in dervon A. selbst gefertigten Zeichnung, als kräftigin der Behandlung. Was aber die Zartheitund Klarheit der Ausführung betrifft, so istdas zweyte jenem noch weit vorzuziehn. Diesesletztere erwarb sich Lhorwaldsens Beyfall in sohohem Grade, daß er den Künstler auffoderte,sein Basrelief des Alexanderzugs , bereits vonBettelini und Marchetti gestochen, nach densel-ben Zeichnungen von Oberdeck, noch einmal inKupfer zu bringen. Eine vierte (1820) noch»»beendigte Arbeit unsers Künstlers ist dasBildniß des jetzigen Pabstes, nach einer Zeich-nung von Herrmann (Pr. i Scudi); an der Aus-führung der einen völlig beschatteten Seite desganz von vorn genommenen Kopfes erkennt manvorzüglich die leichte Hand des Künstlers. Die-ser Stich ist von einer Reinheit, Schärfe, Fein-heit und Weichheit, daß man eins von denBlättern des Altmeisters Dürer vor sich zu sehenglaubt, welche man wegen diesen Eigenschaftengemeiniglich Silberstücke zu nennen pflegt, I. c.182» S. 238. Noch Mehrers über den Unsri-gen, seine Arbeiten, und zumal eine ausführ-liche Beschreibung seines Antheils an dem Ti-telblatts zum Nibelungenlied, dann auch Allge-meines über seine neue Kunstgattung, welchewohl als löblicher Versuch, »aber deswegennoch nicht als Regel" gelten soll, s. I. 0. 1822iH8. Eben so auch bey Anlaß seines Madonrnenbildchens nach Raphael, in Perugia l. 0.20s, . Im Frühjahr gedachten Jahrs reis 'te A.auf einen Besuch nach seiner Heimath, und wirddort das erwähnte Bildniß, und eben so denihm aufgetragenen Theil des Titelblatts zu demNibelungen-Werke, nach Cornelius, vollende»;den andern Theil sticht Bahrt (?). Amsler be-sonders wird im Geiste des Zeichners seinenTheil vortrefflich fertigen. Eben so gedenkt er,in der Schweiz seinen Stich nach dem Madon-nenbildchen aus Raphaels frühester Zeit, dassich im Hause des Grafen Connestabile Staffozu Perugia befindet, zu beginnen, und solchenbey seiner Rückkehr nach Italien im Frühjahr-82, zu retouchire». Für diese letztere Arbeithat er eine Subscriptkon von , Dukaten (Drückevor der Schrift 2) eröffnet. Die Nachbildungdieser kleinen Kunstjuwele wird zeigen, wie derUnsrige seine bisher nur nach farblosen Zeich-nungen geübte Behandlungsart zu modificiren,und dem Gegenstand anzupassen wisse. Tüb,Aunftbl. 182g S- 262 und Zix—Zig. Seinneuestes (ganz vortrefflich) ist das Bildniß Thor-waldsen's, nach Vegas -823.
Aniulleer ( ). Unter den um 1821 noch
lebenden spanischen Kupferstechern, die sich einenverdienten Ruhm erworben, nennt I. A. Llo-renre (Zustand der schönen Künste in Spanien )auch diesen. Tüb. Runslbl, -821 S. 90.
sl.^I Amyklaos, Däpilos und Thlo-nis. Die älteste Statuengruppe, welche densogenannten Dreyfußraub d>?s Herkules darstellt,(s. Herodot Vlll. 27 und jOausanlas X. 15, 4)war ein Werk dieser drey kor inthischen Künstler,und ihre Entstehung fällt kurz vor Olymp. 75,i. Dieselbe bestand aus großen Erzbildern desHerkules und Apollo (welche sich um erwähn-ten Dreyfuß zu Delphi stritt,.'») und der Athene auf der einen, und Artemis auf der andernSeite- Tüb. Lunstbl. 1821 S. no.
si. 11.4 (Laptlsie), «bedeutet auf Kupfer-
stichen den Baptist Angel,, der im Lex. und imSuppl. unter Torbido erscheint.
sl. 11.^ (go., ^n. L., oder LX-),auf Kupferstichen, ist der Johann Anton daBrescia des Lex. und der Supplemente.
Ana (Alex.), das Ana vielleicht ein abge-kürzter Name. Nach einem solchen befand sichin dem Verlage von Bance zu Paris ein Aus-bruch des Etna in zwey verschiedenen Vorstel-lungen von Mixelle, und ein solcher des Vesuvsin zwey andern Blättern, wovon aber das einevon Ehapuis gefertigt ist. Xko.
Anacker (I A.). So hieß ein Bau - undMäurermeister zu Hamburg um 1802.
sl-4 Anastasi (Johann). Derselbe wareben kein sehr bedeutender Künstler, aber dochfertig und geistreich. In seiner Vaterstadt Si-nigallia findet sich Manches von seinem Beßren,wie z. B. zwey Altarbilder in der Kreuzkirche;und vollends nennt, als Meisterstücke, der Ouicia,drey andere in St. Lucia di MonteAlboddo. /.«»sr kltl. terr. II, 253.
Anastaslus. Priester und Kupferstecher,aus dem Kapuziner -Orden der böhmischen Pro-vinz. In ,66g gab er (8°. Prag ) kacliuskaupertuliz, wozu er selbst einige Blätter, wiez. B. Franz von Assist, auf einem Schiffe mitmehrern Tugenden umgeben, fertigte; mit demMonogramm k. x. 6. DIabacz.
Ana ras. So hieß ein Bildhauer der altenAeginetischen Schule.
si.^j Anaxagoras. Dieser Art. des Lex.bezieht sich wohl auf zwey ganz verschiedenePersonen. Derjenige, welcher nach dem Zeug-nisse Vlrruv's über die Malerey der Schau-bühne, oder vielmehr der Perspektive schrieb,war der bekannte Philosoph Anaxagoras vonClazomcne in Jonien , der zwischen 200—4253. 6. lebte. Man kennt bis jetzt keinen älternSchriftsteller, der gedachte Wissenschaft abge-handelt hätte. Scheibel' s Anl. z. machen,.Bücherk. VIII. ,57. IX. 269. X. 409. Die-semnach ist somit der Bildhauer Anaxagorasvon Aegina, dessen Diogenes Laertiuö und Pau-sanias gedenken, ein ganz anderes Ens; undIunius (cle kloturs Veteoum) scheint siezuerst verwechselt zu haben.
Anaxlma nder. Ein von Milet gebür-tiger griechischer Philosoph, Schüler des Tha-les, war nicht allein der erste, welcher Erb-lind Himmelskugeln fertigte, sondern auch dererste, welcher Landkarten gezeichnet hat. Der-selbe blühete um ä. >1. 54o7 u. 5420. Iöcher.B>«sch Handbuch der Erfind, u. a.
Ancajano (Peter d'), Maler, der in ,467im Dome zu Orvieto arbeitete. 8toria <ie!Ouowo <11 p. 383.
sii.^ Ancelln, s. Anseiln im Suppl.und unten.
Ancl 0 la ( ). Ein solcher verfertigte inder letzten Hälfte des XVIII. Jahrh, eisernegeschmiedete Kanonen. Die größte derselbenwar ein 82 Pfänder, weicher 52 Ctnr. wog.Busch I. 0. IIl. 72. (Job. vic. von Singen,Bürger zu Cölln) schmiedete i5li zu Herzo-genbusch eine außerordentlich große Kanone ausEisen, die, dem Vernehmen nach — drey Stun-den in die Ferne schoß, wunderliche Beged-nusse des wunderlichen (Ferd. Albr. Herzo-