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Zweyter Theil [5].
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Andrea

A n d r e a n i

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den Abgrund gestürzt hatten/ aus demselbenhervor/ wo sich noch eine Menge Anderer ange-häuft befinden. Zur Linken erhebt sich die ineinen Lorbeerbaum verwandelte Daphne ausRuinen: Viriuii. Dieses sind die zwey größtenBlatter des Unsrigen (i 5 " 10"/ br. / 11" hoch)/und man hat davon eine äußerst fein mit demGrabstichel gefertigte Copie — Der Tanz vonvier Frauenspersonen/ antik und leicht geklei-det/ die sich bey den Händen halten/ wahr-scheinlich nach der Zeichnung des Mantegna .Joh. Ant. von Brescia hat solches en Con-treparlie copirt. — Nackter Mann auf denKnieen / saßt den Kopf mit seiner Rechte»/ undhält in der Linken eine Lorbeerkrone/ mit derseltsamen Unterschrift: Li lVlaio (iVIatto?).Heinecke, der den Unsrigen nicht kennt / nenntdasselbe als ein Blatt von Marc Anronwro. 5». — Der geflügelte Drache/ derbenLöwen anfällt. — 12 Blatter (lustiger) Ara-besken/ mit Figuren untermischt (19" 3 —ich"hoch / 2" 10—11/" br.) Darunter eines, wozwey Kinder das Wasser lösen, das zwey andrein Bechern auffangen. — Noch ein ähnlichesetwas kleineres Blatt. — Noch bemerkt deroben erwähnte Zank, daß sich auf der Biblio-thek zu Parma ein in i 497 zu Venedig gedrucktesBrevier befinde, dessen bedeutendste Holzstöckedas Monogramm!, des Unsrigen tragen, sowie hingegen seine Etzarbeiten dasjenige vonL. Dann aber glaubt Gttlep üist. ot engr.II. p. 5 ^ 6 . daß erwähnte Monogramme zweyverschiedenen Künstlern zugehören, von welchenderjenige, der sich mit 2. X. bezeichnete, undin Mantegna's und Antons von Brescia Stylarbeitete, nicht zu Venedig , sondern in derLombardie sich aufhielt; und Duchesne (Xolioeckes est. exx. ü ia Libl. Uu Roi. karis 18lg.x. /jg.) meint gar, haß er mit Ant. von Bres-cia Eine Person sey. Mit dem I. 1!. signirtsind auch 16 Blätter in Ablangfolio, die zueiner in Venedig i 5 og gedruckten Ausgabe vonOvids Methamorphosen gehören. Noch weitmehr andre Notitzen, welche die obigen theilsbestätigen, theils zu widerlegen scheinen, findensich bey Brullr'ol Tabl. 6euer. 8eot. I. p.260—70. Und Ebendas. p. 070-7Z. werdenneune mit 2. x. bezeichnete Blätter angeführt,welche bey Barrsch fehlen; darunter zweyMadonnen (beyde nach Dürer ), ein Jünglingneben einem schlafenden Mädchen, ein Gerippe,und fünf Blätter Verzierungen.

sl. 1!.^ Andrea (Dietrich Ernst), s. An-dre im Lex. in unsern Zusätzen u. oben.

— — (Gabriel), s. unten Andreas.

— — (Johann), ein Maler zu Eilenburg in Sachsen , welcher, wie ein ungedrucktes Zeit-buch sagt, dort 1667 zum Ralhsherrn erwähltwurde.

— — (Johann Friedrich). So heißt einPoussierer an der Porzellanfabrike zu Meistengegen Ende des XVIII. Jahrhunderts-

— — (I. Ludwig). Ein solcher soll 1733eine von Jonas Nigrinus gefertigte und aberkonfiscirte Landcharte des Fürstenthums TeschenHochgestochen haben, welche ebenfalls verbotenwurde. Der Patriot. Gesellsch. i. Schle-sien neue ökon. z(!achr. auf 1783. 4".Breslau IV. 181.

sl. 11.^ Andreani (Andreas). BarrschXII. 17. meint denn doch, diejenigen gehen zuweit, welche sein Talent für den Schnitt inHelldunkel demjenigen von Hugo da Larpi

gleichschatzen, da viele Blätter, welche seinenNamen oder sein Monogramm tragen, von An-dern, wie eben Hugo da Tarpi , Anron vonTrenro, Aiklaus von vicenza u. a. geschick-ter» Männern, als er selbst war, geschnittenworden, wovon er die Stöcke an sich gebracht,den Namen der eigentlichen Künstler ausgelöscht,und dafür den seinigen gesetzt hat. Ihm selbsthiernächst halfen Künstler, deren Fertigkeit imZeichnen die seinige weit übertraf. So sollz. B. sein berühmter Triumph des Cäsar vondem Mantuaner-Maler Bernard LNalpizzi(nach Mantegna ) gezeichnet, und vielleicht auchbeym Schneiden des Blattes Manches derSorgfalt dieses letzter» zu verdanken seyn. Dannfinden sich von Andreani bey Barrsch I. e. sg.28 Blätter in Helldunkel, welche er für dieeinzig erwiesenen hält. Es wären:

1) Eva, die sich mit dem Feigenblatte bedeckt,aus dem Paviment des Doms zu Siena ,von D- Beccafumi gefertigt (17" h, 11'/8/" br.) Von drey Stöcken.

2) Abrahams Aufopferung Jsaaks (63// br.27// 6"/ hoch). Von drey Stöcken.

3 ) Moses , der die Gesetzestafeln zerschmeißt,lediglich von einem Stock (68" br., 46"hoch), diro. 2. u. 3 . nach zwey Abtheilungendes dlro. 1. erwähnten PavimentS.

4 ) Pharao im rothen Meer ersäuft; auf demVorgrunde Moses , der den Wogen befiehlt,Israels Feind zu verschlingen, nach Ti-tian, von zwey Stöcken (42" br., 23 "hoch).

5 ) Pilatus, der sich die Hände wascht, nachIoh. von Bologna , von vier Stöcken.(23// g/" br., 16// 2"/ hoch).

6) Kreutztragung, nach A. Lasolano, vondrey Stöcken. (11// 6'" hoch , 8" 6'" br.).

7) Grablegung, nach Raph. Morra da Reg-gio, von vier Stöcken (i 5 " 3 "/ hoch,12" br.).

8) Andere Grablegung, nach Ios. Scolari,von vier Stöcken (26" hoch, 16" br.).

9) H. Familie, wo das Christuskind die Händefaltet, der kleine St. Johann im Hinter-grund , nach A- Tasolano, von drey Stöckentu" hoch, 7" 6"/ br.).

10) Sitzende Madonna, das Kind in den Ar-men, von einem H. Bischof angebetet,nach Ebendems. Von drey Stöcken (10"6'" hoch, 8" br ).

11) Madonna, das Kind stehend auf ihrenKnieen, dem der kleine St. Johann einenVogel reicht; im Hintergründe St. Sacha-rin« von Siena und St. Franzisc, nachZ. Ligozzi, von vier Stocken (i 5 " 6"/hoch, 12" br.)

12) St. Franzisc von Affisi, der ein Kreutzumfängt, nach A. Tasolano, von dreyStöcken (10// 3 '" hoch, 8" 3 "/ br.).

1 3 ) Christi Triumph, aus einem Siegeswagen vonden symbolischen Thieren der vier Evange-listen gezogen, im Gefolge von Patriarchen,Sibyllen und Märtyrern, nach Tizian ,von Einem Stocke, auf acht mit X-H.nummerirten Blättern (94" br., 14" 4 ^hoch). Aeußerst selten. Man hat davoneine kleine von Th. de Bry gestochene Copie.

14-16) Der Raub der Sabinen» durch einenRömer, von drey verschiedenen Seiten,nach Joh. von Bologna ; > 4 - u. i 5 . vondrey, 16. von zwey Stöcken; die beydenerster» 16" 4/" hoch , 7// 6"/ br., das dritte16" 7"/ hoch, 7" 5 "/ br.

17) Noch ein Raub mehrerer Sabinerinnen durchmehrere Römer, nach dem Basrelief aufdem Piedestal des vorgenannten Gruvves

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