Apel (I. H.). Ein solcher soll zwey Land-schaften mit Bauernkindern, die sich belustigen,nach I. C. Seekatz gestochen haben. Ob mitdem Vorstehnden der nämliche?
II.^ — — s. auch Appel im Lex. undunten; dann Apell im Supplemente, 8. V. Wilh.Carol. Amal. Tischbein.
Apelles ( ). Nach einem solchen hat
Calotin zu: lbe cbek ci'oeuvre rl'un inoonnupur lVI. 1e äoeteur Lbr^s. NaiLnL8iu8. ^ la1714. 8°. das Bildniß des Matanasiussehr mittelmäßig gestochen. M-o. Was dieserApelles eigentlich für ein Ens seyn dürfte, istuns unbekannt. Wahrscheinlich ist der alte Apel-les hier so wie der Stecher im Scherz gemeint.Wir haben das Werk des ebenfalls fingirten Ma-tanasius den Augenblick nicht bey der Hand.
sl.^ — — Der griechische Maler. Nachder noch vorhandenen Beschreibung von seinemim Lex. erwähnten Bilde der Verläumdung, hatRaphael dasselbe gezeichnet. Diese Zeichnungwurde von D. V. Denon geätzt. ^0.
Apelquist ( ). Schwedischer Obrist-
lieutenant, goß Sergell's Statue Gustav III. in vier Minuten- Eck.
Apengherer (Loren;). In ss. Schlopken'sChronik der Stadt und des Stiftes Bardewick(im Lüneburgischen) Lübeck 1704. 4°. S. 479lies't man, daß die Taufe (d. h. wohl Taufstein)von Glockengut in der Kirche zu Handorst un-weit Bardewick die Umschrift trage: dla llcrbor Lristi, üo nie 8obrek M. 6LL6. VIlXXX(Wohl 1427) lar Lebte clLAde NL 8 . lVIertenclo wart ist ^beAoten.dickilct 6oc1 vor en.
sli.^ Apens (C.)> Ob dies etwa nurein verdorbncr Name wäre, z- B. von ChristophHagens, der gerade in 1670 in Holland fürBuchhändler fleißig gearbeitet hat?
A pfaleer (Freyherr von), soll um 1780ans Licht gestellt haben: Abhandlung von demDrucke der Gewölber auf Seitenmauern gr. 8NWien mit Kupfern.
Ap fa Irrer ( ), vermuthlich ein Künst-ler der gegen Ende des vorigen Jahrhundertsin Böhmen arbeitete. Irgendwo nennt manvon ihm mehrere Handzeichnungen in Farben,Sepia und Tusche, welche böhmische Gegenden —dann aber auch zwey derselben in Sepia, da-von die eine die tragische Muse mit dem Dolchein der Rechten, und die andere eine Bachantinin einer Landschaft darstellen. ^0.
Apfler (Johann Andreas), erscheint 1756als Kunstkammerer d. h. Aufseher der fürstlichenKunstkammer zu Weimar , und scheint dort 1776oder 1777 gestorben zu seyn. Ob derselbe aus-übender Künstler, namentlich ein Maler war,ist uns unbekannt.
si. 11.^ A plan t, s. Appl'am im Lex.Supplem. und unten.
Apianus (Peter), deutsch Bienervitz oderBennervilz; ein Gelehrter, Ingenieur undKünstler in Rissen von Städten, Festungenu- s. f., dann im Landkartenzeichnen und Wap-penmalen. Kaiser Karl V - (den er in derAstronomie unterwiesen und der ihn und seineFamilie in den Adelstand erhoben hatte) bedientesich seiner für abgedachte Gegenstände, adelte
ihn und gab ihm viele Privilegien; ja er schätzteihn so, daß als i 5)7 auf seinen Befehl daschursächsische Städtchen Leißnig geplündert undabgebrannt werden sollte, man aber perersWappen an dem Fenster seines dort wohnendenBruders sah, und der Kaiser erfuhr, daß derunsere^ von Leißnig gebürtig sey, derselbe sagte:Es würd' ihm nicht lieb seyn, daß er den für-nehmen Apianum also betrüben und sein Va-terland hätte in Unglück setzen sollen; und so-gleich wurde die Stadt mit möglichster Scho-nung behandelt. Iöcher irrt sich übrigens,wenn er anzeigt, perer sey aus einem Dorfebey Leißnig geboren; wohl aber betrifft diesseinen gleichnamigen Großvater. Apianus,der unter den Gelehrten seiner Zeit in besonde-rer Achtung stand und namentlich zur Ver-vollkommnung der Landkarten vieles beytrug,wurde i 495 geboren, war Professor der Ma-thematik zu Ingolstadt und st. dort i 552 .Nach seinen Zeichnungen erschienen mehrereLandkarten; auch gab er: Lc> 8 moArLxbieu 8Über. Lanbshut 1524.4°- (erste seltene Ausgabe);dann: In8criji88. 8Lcro8gnotL6 vetu8tLli8 non,illae c>ui6em komLnae, 8eä totiu8 lere orb8.
JnAvlstadr 1554 mit Holzschnitt. S. I. FiedlerMuglische Ehren- und Gedächtnißsäule. Leipz.1704. 4 °. S. n 4 > 3 - Ramprad Leißnigker-Ehronika. Das. >753. 4°. Vorrede S. 53 .Text S. 558 . Jöcher; Adelung; GregoriGedanken von Landkarten S. 46, 169; Ebert'sbibliographisch. Lex. — In der Dedikation vonGeorg Galgemair's Beschreib, eines von p.Apianus erfundenen Instrumentes zum Messen,Augsburg 1616. 4 ". heißt es, daß die Nach-richten von den (zu den mathematischen Künstengehörigen) Erfindungen, die perer gemachtund sein Sohn Philipp ans Licht hätte gebenwollen, darüber aber verstorben sey, dermalenin dem Besitze des Mich- Moestlin, Professorender Mathematik in Tübingen , sich befänden.Noch bemerkt A. L. Robelr in seinem bayer-schen Gelehrtenlex. (Landsh. 1796) S- 48 vonihm ein, unter dem Titel: ^8trononiiouniOse8Lreulli geschriebenes Werk, welches er demKaiser zugeeignet, und dafür ein Geschenk von5 voo Goldgülden erhalten hatte.
Apianus (Philipp), Sohn des vorstehndenDerer, ein Arzt und Mathematikers geb. zuIngolstadt i 55 i. Er folgte dem Vater in derdortigen mathematischen Professur, erhielt so-dann, nachdem er die evangelische Religionangenommen hatte, und deswegen Ingolstadt verlassen mußte, in r569 das gleiche Professoratzu Tübingen und st. dort 1589. Insbesondreist Philipp dadurch bekannt geworden, daß er,auf Befehl Herzog Alberts von Bayern , eineKarte von Bayern aufnahm und zeichnete, wo,für er ein Geschenk von 2500 Dukaten undeinen außerordentlichen Gehalt von i 5 o fl. er-hielt. Dieselbe wurde anfangs (i 56 r) auf Ei-nem Blatt, und nachwerts (i 566 ) in vergrößer-tem Maaßstab auf 24 (a. b. s 5 ) Tafeln inHolz geschnitten (die Stöcke sind noch im Lan-desarchive zu München Zn Verwahrung); undso erschien dieser merkwürdige Atlas unter demTitel: Phil. Apiani bayrische Landtafeln. Mün-chen (i 566 ); dann, mit neuem Texte, Jngol-stadt i 5 b 8 ; und ferner München l 65 i und 1802.Nur die beyden ersten Auflagen, welche außer-dem vielmal ins Kleine kopirt wurden, sindselten, und in mehrern Rücksichten den fol-genden vorzuziehen. Zwischen seiner Anstel-lung in Ingolstadt und derjenigen zu Tübingen hatte er sich eine Weile in Wien aufenthalten.Böbelt I. c. S. 5s.