Band 
Zweyter Theil [5].
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A p o l l o >i i u s.

Zeichnung, die jüngere jedoch etwas minderschlecht als die altere."

Apollonius, s. auch oben Apollo-

nides.

Apofiolt (Franz), s. Franciscus in künf-tigen Zusätzen.

Appe (Michael), Stück- und Glockengießerzu Wolfenbüttel , wo er i 658 starb. Wolre-reck's Lbron. V. wolfenbüttel, herausge-geben von Aolre. Helmstädt i /47 S. 233 .

Appel oder Appelius (Jakob).„Derselbe" (heißt es bey Fiorills D- m.53 o— 33 i)„war von guter Familie, und zeigte vonerster Jugend an große Anlagen für die Kunst.Während einer langen Zeit hatte er beynahe dasMonopol, die angesehenen Häuser in Amster-dam , Daardam u. s. f. mie seiner Arbeit aus-zuschmücken." Das Verzeichniß der Casseler-Gallerie von 178Z nennt drey seiner Gemälde(auf Leinwand); als ein vor dem Putztischesitzendes und mit ihrem Schmucke beschäftigtesFrauenzimmer, dann ein männliches und einweibliches Bildniß. Nach ihm soll I. Houbra-ken einen Adr. Steengragt in Kupfer gestochenhaben.

jAl-J — — s. auch Apel und Apell imSuppl. und hier.

Appelfach (Georg), ein Goldschmiedsge-selle, der vielleicht zu Dresden gelernt hatte,da er der dortigen Innung i 5?6 seinen Lehr-brief abfoderte- Uebrigens muß er sich andersWerts, und nicht zu Dresden , als Meister ge-setzt haben.

fl -4 Appelius (Jakob), s. oben und imLex. Appel.

Appelmann (Bernhard). Man weißtwenig mehr von diesem Meister, als daß ergewiß in Italien war, und gewöhnlich Aus-sichten dieses Landes malte. Zu Rom erhielt erden Bentnamen Hecror. Seine Bilder und diedarin befindlichen Figuren sind gut toccirt. AuchArbeiten anderer Künstler stafftrte er mit Land-schaftsgründen. Florillo D. lll. 86.

fl. 11.^ — — eigentlich Appelmanns(Georg). Statt des Druckfehlcs im Suppl.lese man Henr. Ditmer (d. h. Dietmar).Auch nach A. Webber hat dieser sehr mittelmä-ßige Stecher Titelkupfer zu Büchern geliefert,die 1676 in Leiden erschienen sind.

fll^ Appelstadt (C-), hieß ChristianJakob Appelstadt oder Äppelstade, und st.als königlicher Hofmaler zu Dresden 1736, 78 I.alt. Sächsif. Luriofitat. Rabin. 1737 S- 6.

A p p i a n i.

sll-H Applaus (Andreas), welcher in un-sern Zusätzen ohne Taufnamen erscheint. Vonfrüherm, als dem dort schon Enthaltenem ausseiner Lebensgeschichke ist uns nichts bekannt.Von späterm nur dieses Wenige. In 1808 sah'man von ihm auf dem Salon zu Paris ein klei-nes Bild: Venus, die den Amor liebkost, vonwelchem es bey Landon ( 8 al. 1808 p. 94—96)heißt: Man könne es übrigens bloß als eineartige Skizze ansehn, welche wahrscheinlichnicht von dem Künstler, sondern von dem Be-sitzer desselben dort aufgestellt wurde; mit demHinzuthun: „H. Appiani, welcher damit inParis sich zuerst auf einer Laufbahn zeigte, wodie Lorbeer« so schwer zu erhalten sind, habeohne Zweifel nur mit einem vollendeten Werke,und durch seine Wichtigkeit würdig, den Rufzu behaupten, den er in seinem Vaterland gernießt, hier erscheinen wollen." Dann fandensich auf der Kunstausstellung zu München 1810von seiner Hand zwey vortreffliche Bildnisse derbeyden jungen Töchter der Frau Viceköniginvon Mayland, welche sie ihren königlichen El-tern znm Geschenke übersandt, als kleine Engelvorgestellt, die bis an die Brust aus Wolkenhervor sichtbar sind ^). Tüb. Morgenbl.1810 S. Zu seinen vorzüglichsten Werkenindessen gehörten damals schon seine Arbeitenin dem Friese des königlichen Saals im Pallastezu Mayland, welche en Camayeux die Groß-thaten des Kaisers Napoleons darstellten; undwobey der Künstler mit sehr viel Kunst undGeschmack das moderne Kostüme mit dem an-tiken zu verschmelzen gewußt (^), und scheintüberhaupt derselbe seinen ausgezeichneten Ruhmnamentlich auch dadurch erlangt zu haben, daßer die in dem neuern Italien bald überall ver-nachläßtgte Fresco-Malerey zuerst wieder zuverdienten Ehren brachte. Ein großer Styl wirdfast durchgängig an ihm gepriesen, so wie hin-wieder Andere rügen wollen, daß er denn dochetwas von der neuern französischen Manier (?)an sich genommen. Dann bemerkt Riefewetter(Reisen, 8°. Berlin 1816) I. 20g ff. ebenfalls,daß ein Theil jener Arbeiten im Pallaste zuMayland (auch um i 8 i 3 ) noch nicht vollendetwaren, da Appiani schon zwey Jahre früher,vom Schlage getroffen, den Pinsel beyseits le-gen mußte. Dennoch war bereits ^um 1812Rosaspina beschäftigt, dieselben (nämlich dieCamayeux des Frieses) in Kupfer zu bringen (?).In gleichem Jahre wurde der Unsrige von demfranzös. kais. Institute (Klasse der schönen Künste)neuerdings (wie schon früher i 8 o 3 vom Nanonal-Jnstitute) zum Mitglieds der fremden Associesernannt. Das Todesjahr dieses allzufrüh ver-storbenen Künstlers ist uns unbekannt; wohlaber zeigte das Tüb. Runstbl. (1820 S> 96)an: Ein Denkmal zu seinen Ehren für Maylandzu fertigen, sey von einer Gesellschaft Privat-personen dem Künstler Thorwaldsen in Rom

(>) Waren es vielleicht die Bilder zweyer verstorbenen Kinder?

(r) Noch lesen wir irgendwo: „Der (in -306) noch nicht vollendete Plafond" (des erwähnten Saals?)„wird eine Allegorie darstellen: Jupiter, der sich, nach seinen Siegen über die Titanen, seinerGröße erfreut." Und ebendaselbst wird zu seinen vorzüglichsten Werken die Kupole in der KircheMaria di St. Celso gezählt, welche, gleich derjenigen von Domenichino in Andrea della Vollezu Rom , die vier Evangelisten (anderwerts heißt es: „Die vier Kardinalstugenden) zum Gegen»stand habe. In der That sind eS (wie wir nun sicher wissen) die vier Evangelisten und die vierKirchenlehrer: AmbrosiuS, Gregor, Hieronymus und Augustin, jede dieser acht Figuren voll charak-teristischen Ausdrucks. Kenner bewundern an diesem Werke besonders die wunderschöne Luftper-spektive. Luft und Licht seyen über das Ganze ergossen, ohne der Kraft zu schaden; Alles schim-mere wir Gold, doch jedes mit seinem eigenthümlichen Glanz; die Engelsgruppen seyen von einerLeichtigkeit, das Gewölle von einer Weichheit ohne gleiche, Alles in der täuschendsten Har-monie, u. s. f.

(z) Vollendet erschienen dieselben in -8-2 oder -8-z und kosteten (z- Ll>) in Deutschland 600 fran-zösische Live.