Band 
Zweyter Theil [5].
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154
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er auch bisweilen bey seinen Arbeiten behelfenwar. Der Unsrige ließ sich zu Castel-Durantehaushablich nieder, und lieferte, besonders inSt. Francesco daselbst, Loblvürdiges in derMalerey sowohl als in Stukkatur-Arbeit.

Lck. lern. H. i55—lö).

slJ ?lppollonio (Jakob). Einige gebenihm, statt 70 nur 68 Jahre. Auch Lanzi (Lä.lerr. III. 167) nennt ihn ganz Baffanisch inseinen Ideen, in Drapperien, in Architektur,und besonders in seiner meisterhaft toccirtenLandschaft. Hingegen findet er ihn ebenfallsunter den Bassano's in der Lebhaftigkeit desKolorits, der Zartheit der Conture, und über-haupt in seinem Pinselzuge. Zu seinen beßtenArbeiten sollen gehören: Eine Magdalena imDome zu Bassano , und ein St. Francisc, aiRiformati, besonders aber ein St. Sebastianin der Kirche dieses Heiligen daselbst, der mitäußerstem Fleiß ausgearbeitet sey, dem es jedochebenfalls an einer gewissen Weichheit fehle.Viele halten ihn für den einzigen Zögling dieserSchule, der des Andenkens werth sey.

Apre» (Michael). So heißt ein Ingenieurdes Königes von Neapel 1797. ^0.

d'Apres de LNannevillere, Verf.einerKartevonJava und Sumatra 17.., ob 18..

Apsalou, einen alten Steinschneider, denBracci dal,. 27.) anführt, hält von Murr für einen neuen und erdichteten Namen.

Apshoven (Theodor van), welcherim Lex. beydes s. v. Abshoven und Apshovenerscheint. Lehninger nennt ihn als geb. zuAntwerpen , einen der beßten Schüler des jün-ger» Davids Tenier. Derselbe war ein vielversprechendes Genie, starb aber sehr jung. InDeutschland besitzt von ihm, unsers Wissens,die einzige Galerie zu Dresden ein kleinesStillleben, das einen Becher voll Wein, Austern,eine angeschnittene Citrone, Kirschen, und eineTraube, auf einem grünen Teppiche liegenddarstellt, und auf Holz (6/-" br., 1^ hoch)gemalt ist.

sl.^ ApuIejus. Der Dianentempel die-ses alten spanischen Baumeisters stand zu Tarrragona in der heutigen Corunna del Conde.Fiorillo IV. 4.

sl. 11.^ (?cler), eine Abkürzung desNamens Aquila.

Aqua (Bernardino dell), ein venezianischerKünstler, der unter der Regierung Philipp n.in Spanien arbeitete, und von dem sich z. B.im Kreuzgange der Evangelisten im Escurialeinige al Fresco's befinden, Fiorillo IV.128—129.

sl. III eine Abkürzung des Na-

mens Aquilano.

sl. H.^I Aq uila (Franz Faraonius). DieMeister, nach welchem er gestochen hat, sind:F. Albano (ein Abendmal, nach einem al Fresco );A. Allegri (Ruhe in Egypten, Verlöbniß derH. Catharina, a. d. französischen Kabinette,

und auf 6 Vl. die ersten Ideen seiner Arbeitim Dome zu Parma ); P. Berettini (drey Kurpolen, in den Sakraments - und St. Sebasiians-Kapcllen im Vatikan , und in der neuen Kircheder Oratoriums-Väter in St. Philipp Ncri);L. Bernini , A. Bonsigli, I. del Bono, H. Ca-landrucci, A. Camassci (die Schlacht des Konstan-tins und Maxentius , und der Triumph des er-ster«), H.Carracci (einePieta), S.Conca, C- Ferri(die erste musivische Decke bey St. Peter, Pendantzu den drey oberwähnten Kupolen von Beret-tini), P. Ghezzi ('), A. Gorzi, A. Guerardi,B- Lamberti, I. Lanfranco (St. Peters Nachen,in Mosaik bey St. Peter, die Marter der Apo-stel, zwölf Blätter nach Platfonds); C. Maratti(Christus in der Glorie, unten die HH. Am-brosius und Karl Borromäus, zu den Füssen der H. Jungfrau,. nach dem großen Altarblattin der Kirche St. Carlo al Corso zu Rom );I. de Marchy, P. de Mattheis (die große Deckein St. Lavier zu Neapel , wie der Heilige denGötzendienst, die Ketzerey und den Mahome-dismus zu Boden schlägt, drey Blatter); einZeichenbuch, nach Ebendemselben, nebst dessenBildniß, 16 Bl. (nebst mehr Anderm); P. Nelli,F. M. Nocchieri (Apoll und die Musen, 10Blätter); N. Poussin (Venus, die den Eneasbewaffnet, aus dem Kabinet des Prinzen Cel-lamari zu Neapel ); R. Sanzio (alle Arbeitendesselben im Vatikan (*); die Pest); 42 Statuenund Gruppen für das Werk von Rossi; eineSammlung von Vasen 5 i Bl.; eine Rosalia,wie sie für die Pestbehafteten zu Palermo bit-tet, nach seinem eignen Gemälde, u. s. f. u. f.(?).

sllJ — — (Johann). Von ihm besitzt

die k. k. Galerie zu Wien zwey kleine, zusam-men 2^ hohe, und breite Bilder auf Holzin Eine Rahme gefaßt; beyde stellen die H. Fa-milie dar. In dem ersten machen fünf kleineEngel vor dem Kinde Musik; in dem zweytenlehrt die H. Jungfrau den schon herangewach-senen Christ schreiben; der kleine St. Johannund der alte Zacharias, der ein Buch hält,sehen zu. Um den Saum des Rockes vomKinde liest man des Künstlers Namen.

— — (Michael dell'). So nennt FiorilloIV. 386 . ohne Weiteres, einen spanischen Künst-ler aus der zweyten Hälfte des XVII. Jahrh,der den Murillo zu erreichen — gesucht habe.

sl. II.^ — — (Peter). Irgendwo tadeltein Kunstfreund, daß Rost seine Geburt um1677 ansetzt, indem er ein Blatt nach Scara-muccia besitze, welches perer schon sieben Jahrefrüher gestochen habe. Derselbe war jüngererBruder von Franz Faraonius A- dessen Ge-burtsjahr demnach bey Rost, und nach ihm inunsern Supplementen, noch irriger seyn müßte.Lanzi (Dlj. lerr.) II. 342 (Note) giebt Mar-zallo (?) für seinen Geburtsort an, und be-merkt, daß, seines Wissens in Rom keine Ge-mälde von ihm, wohl aber in der Kirche Pietazu Palermo zwey dergleichen sich befinden, welchedie Gegenstände aus der Parabel vom verlore-nen Sohne vorstellen. Er hatte sich anfänglichdem geistlichen Stande gewiedmet, welchen eraber, der Kunst zu lieb, verließ. Die Meister,nach welchen der Unsrige gestochen hat, sind:

(1) I-e dsrnere sepolclirsli llei ».werri e ».werte <li l.ivis XuAurrs, 40 Bl.

(2) kicrurse t/rLinalrr ex suls er conolsriliu5 kslsrii Vsricsni, in ceress rsbulsr m/nc

/»rr'munr ornnes «lellncrs! ero. I^pis so suin^twu! L. <le Koni. clel. er inc. 722.

22 gr. Al.

( 3 ) Die ausführliche Litteratur von seinen und seines Bruders Arbeiten , s. bey Heinecke v-crionn. I.S. 4,7—429.