A q u i l a.
L. Baldi, P. Berettini (Mehreres), H. Car-racci (die Galerie Farnese si (a. d. s 5 Bl) ('),P. S. Fanti, C. Ferri (Mehreres), M. A.Franceschini, I. Lanfranco (die Versammlungder Götter, in der Villa Borghese g Bl.) C.Maratti (Mehreres), I. Morandi, R. Sanzio(dessen Bibel 5 s (a. b. 55 ) Bl. 0 ), die Schlachtvon Constantin in 4 Bl. und seinen ProphetEsajas (in St. Augustin ), I. Pipi, P. Testa.Dann Mannigfaltiges nach eignen Erfindungen;wie z. B. eine Anbetung der Könige, zweyFluchten nach Egypten, Diana und Actäon ;oder nach seiner Zeichnung, wie: Eine Folgerömischer Kaiser, von Julius Cäsar an bisauf — Kaiser Leopold 04 große Blatter).Die ausführlichste Literatur seiner Blatter s. beyHeinecke.
sl. 11.^ Aquila oder Aquilano (Pom-pejus de). Nach Einigen blühete er schon umi 55 >>. Der P. Grlandi nennt ihn einen Künst-ler, der seine Arbeit fleißig vollendet, und an-genehm eolorirt habe. Bagkioni und andreseiner Zeitgenossen schweigen gänzlich von ihm.Die beßte Literatur der nach ihm, hauptsächlichvon seinem Mitbürger Horatius Santis (deSanctis) gestochenen Blätter findet sich beyBarrsch XVII. 6. u. ff., dann in Heinecke'sDictionair und in dem Minklerscben Gantka-talog. Hier wird als ein schönes Blatt nachihm von dem genannten Santis eine Anbetungder Hirten bemerkt; und eben dieser Santisgab nach dem Unsrigen die im Lex. angeführteAbnehmung vom Kreuze 0 ); dann Corn. Cork eine Grablegung der H. Carharina, von Eini-gen dem Parmesan zugeschrieben; R. Sadeler,sehr reinlich gestochen, eine Grablegung. NachGandellini zeichnete auch Pompejus schönmit der Feder und in Aquarell; und eben dieserSchriftsteller eignet ihm selbst mehrere Blätterzu, die sonst gewöhnlich dem de Sanctis zuge-schrieben werden; wie z. B. den Et. Georg,wie er die Königstochter von dem Drachenbefreyt.
Aquilon (Franz), s. oben Aguillon.
sll-H Aqul'n (Philipp von). Derselbe istin unsern Supplementen gedoppelt, theils so,theils s. v. Daquiii zu treffen.
Arachne , desJdmonis, eines Purpurfär-bers Tochter in Lydien , war eine ausnehmendeKünstlerin im Nahen und Sticken oder Wirken.Als sie aber (sagt die Fabel) darüber hochmüthigwurde, und mit der Pallas selbst in der Kunstwetteifern wollte, so zerriß diese ihre Arbeiten,welche überdies unschickliche Gegenstände dar-stellten , und schlug sie. AuS Verdruß erhingsich dann letztere, und wurde darauf von derGöttin sogleich in eine Spinne verwandelt.Hederich.
Aragon (Joseph Diaz de). So nenntFioriUo IV. 2/1 Not. e. ganz ohne Weiteres,einen spanischen Künstler, der i. I. i66i, nebsteiner Menge Anderer, zur Vertheidigung derFreyheit der Malerey in Spanien das Wortführte, und es nämlich dahin brachte, daß diedieser Kunst Beflissenen von Abgaben, Zöllen,Kriegsdiensten u. s. f. befreyet wurden.
Arbasia. 155
sll.^ Aragon, s. auch Juan in unsernZusätzen.
sl.^I Aragonese (Lukas Sebastian, ge-wöhnlich Sebastian). Derselbe wird mehr wieein großer Zeichner als wie ein bedeutenderMaler genannt. Für seine Arbeit hält maneine mit D. 8. bezeichnete Madonna zwischenzwey Heiligen, die sich irgendwo zu Venedig finden muß, von gemeiner Komposition undharten Falten, wo hingegen Formen und Be-wegung der Figuren, so wie das Kolorit, treff-lich seyn sollen. Er st. gegen Ende des XVI.Jahrhunderts. Lck. ter-L. III. 96. Man
kennt auch von ihm ein sehr seltenes Werk, von34 so in Holz geschnittenen Seiten, daß dieBuchstaben weiß auf schwarzem Grund erschei-nen. Dasselbe führt den Titel: lvionumentaantiguL urbis et UAri Lrixiaui, n me ssSüvt.
pietore Lrixiano summa euraet ckili^elitia colleela lV 1 DI.HI. Ein Weitereshievon muß sich in Lsiillin's -Vnnsl. enc^clox.(1818) 1 . II. p. et segg. finden.
sll.^I Araldi (Alexander). Lanzi (Lei.terr.) IV. 62 hält ihn für einen Parmesaner,Schüler von Bellini, der 1628 verstorben sey,und nennt ihn einen wackern Künstler in demdamaligen neuen Styl, von dem man, nebenAnderm, eine Verkündigung in der Karmeliter-kirche zu Parma kenne-
sll.^ Aranbourgus ( ). Von einem
solchen rubrizirt ein Gantkatalog eine Zeichnungin ^Quarto: Bildniß eines jungen Fürsten.Dürfte er etwa mit dem Aramborgo unsrerSupplemente derselbe seyn?
Arandas (Caspar). So nennt FiorilloIV. 278 ganz ohne Weiteres einen spanischenKünstler, (wahrscheinlich Maler) aus der zwey-ten Hälfte des XVII. Jahrhunderts.
sl. II ^ Aranea (Fr. Fried.). Ein gesto-chenes Freymäurer - Certifikat ist bezeichnet:
kiel. et se. Dirs soll aberder versteckte Name von Joh. Fried. Lauseseyn, welcher, als Mitglied einer nach einemgewissen Systeme der Mäurerey arbeitendenLoge, den Namen: Erster Lrlelericus"sa trug, wonach somit der Art. Avanca inin unsern Suppl. zu berichtigen ist.
sll-H Arau (Johann), hieß eigentlich Jo-hann von Arau. Ob derselbe etwa von Aa-rau in der Schweiz gebürtig war?
Araujo (Christian Ventura). Ein spani-scher Baumeister aus Brozas. Bey FiorilloIV. 6. heißt eS, uns etwas unverständlich:„Flore;" (in seiner Lsxunna «eAraela 1. XIII.x>. 128) „habe von diesem Architekten eine Ab-bildung der ganzen (antiken) Brücke zu Alcan-tara über den Tago, die der berühmte königl.Baumeister, Diego de Villanunva in verkleiner-ten Maßstab gebracht, bekannt gemacht."
sl.^ Arbasia (Cäsar), ein Piemonteservon Saluzzo . Derselbe war ein Mitstifter derAkademie St. Luca zu Rom , und Lehrer ansolcher. Lanzi und Fiorillo halten ihn durch-aus nicht, wie das Lex. für einen Nachahmerdes studirten, vollendeten und kräftigen da Vinci,
(-) Auf Mariette's Versteigerung galten solche 45 Frkn.
(r) Sieben und dreyßig indessen sind nicht von ihm, sondern von C. Fantetti. Auf Mariette's Ver-steigerung galten solche ^o Hrkn.
(5) Das untere Theil des Blattes wird von Einigen dem Unsrigen selbst zugeschrieben.