Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
157
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Arcione.

Ardell.

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aus Blumen und Früchten zusammengesetzt.Anderwerts heißt es: „Wir kennen die^im Lex.erwähnten vier Jahrszeircn auf 2 Blättern in4 ". ohne Josephs Namen, und einzig bezeich-net: l)on Luprianc» korm. in Koma. Sie sindin einer trockenen Manier, etwa in der letztenHälfte des XVI. Jahrh, gestochen, und habendarunter gedruckte italienische Verse."

Arcione (Daniel). Ein solcher wird beyLanzi (Lei. ler-r.) I. «9 ganz ohne Weiteres,nach Morelli (wotlriu 204) als ein vorzügli-cher mayländischer Niellator, Zeitgenosse desAndreas Foppa (Carradossa) genannt.

Arcis (Marc). Derselbe mag 1 / 4 *zu Toulouse gestorben seyn, da der Almanach-Royal dieses Jahrs seiner als ältesten Akade-mikers gedenkt, und er dagegen in demjenigenvon 1742 verschwunden ist.

Acclais de Montamy (Didier d'). Vonihm erschien: Iraile äes couleurs pour Inpeinture en email et sur la porcelairie; pre-ce«1e l'^rt Ue Vointre sur l'omuil, ct suiviUe plu8ieurs Vlemoires sur ll1flereiit8 sujetsinteressants, te>8 900 1e Iravail Ue In Vor-eelnine, I'art Uu 8tuccs1eur, In mnniere«Uexeouter Ics 6nmee8 ct Ie8 nutre8 piernosfl^uroen, le ino^en Ue perkeclionner Incomp08itic>n clu Verre 6Inno et In trnvnilc>68 6Iac:e8, eto. OuvrnAe po8tUumo Ue lVI.

Pnri8 1765. 8°. Zu-folge dieser Schrift stammte Didier aus einerüblichen Familie der Nieder-Normandie , stu-dierte zu Caen , legte aber nachmals in seinemväterlichen Hause vorzüglich sich auf Physikund Mathematik und später auch auf die Che-mie. Seine Neigung zu den Wissenschaften führteihn nach Paris , wo er denn anfangs bey demHerzog von Orleans als Gentilhomme ordtnaireund dann bey dessen Sohne, dem damaligenHerzog von Chartres , nachmaligen Herzog vonOrleans bedienst« war, und als des letzter»erster Haushofmeister im Palais Royal 1760,alt 62 I. verstorben ist- Zu^ obgedachtemWerke bediente er sich der Beyhülfe von Du-rand, dem Hofmaler seines Herrn.

sl.^j Arco (Alonso best). Von diesem spa-nischen Maler (st. 1700) heißt es^bey Fiorillo IV.328: „Sein Kolorit ist nicht übel , seine Zeich-nung aber voll Fehler, wie die unzähligen Werkebeweisen, die man von ihm in Spanien antrifft.Er starb, ohne sich durch ein Hauptwerk her-vorgethan zu haben."

Arcolani (Nuto), ein Bildhauer der 129Zam Dome zu Orvicto arbeitete. cts/

D«o,/ro «tr S- 263 , 38 1.

Aroon (Joh. Claude Eleonore Leiniccaud d'),geb. zu Pontarlier 1733, wurde von seinemVater, einem Advokaten, dem geistlichen Standebestimmt. Allein dieß lief den Neigungen desSohnes entgegen; er zeichnete Festungswerke,anstatt Latein zu lernen, und da ihn sein Vatereinmal in dem Costume eines Geistlichen abbildenließ, so veränderte er dasselbe eigenhändig indas eines Ingenieurs. Er wurde demnach derMilitärschule zu Mezieres 1764 übergeben, 1766dem Geniekorps einverleibt, zeichnete sich imsiebenjährigen Kriege vorzüglich bey der Bela-gerung von Kassel aus, und wurde darauf 1774beauftragt, eine Karte von dem Jura und den

Vogesen aufzunehmen. Zur Beschleunigungdieses Geschäftes erfand er eine neue Zeichnungs-manier, mit einem einzigen trockenen Pinsel inTusche zu arbeiten; auch erdachte er 1780 dieschwimmenden Batterien die zu ihrer Zeit soviel Aufsehen erregten, und mit denen man da-mals, wiewohl vergeblich, Gibraltar zu erobernhoffte. Nachdem die französische Revolutioneingebrochen war, so nahm er Breda und andrefeste Plätze ein; doch mußte er, wankender Ge-sundheit halber, den Abschied nehmen, erhielt1799 eine Stelle im Senate und starb 1800.d'Arcon besaß eine unerschöpfliche Einbildungs-kraft und unermüdete Thätigkeit; die von ihmverfaßten Schriften sind sehr interessant.

Ardäser, s. gleich unten Ardäser.

Arde! (Ada), ein Seidensticker, welcher,seiner Religion wegen, bey einer Reise durchLagny an der Marne (1662) gesteinigt, undsein Leichnam ins Wasser geworfen wurde.Lrocius großes Marrpr. Luch 1617.S. 1229.

sl. H.^I Ardell (James Mac), Zeichnerund Schwarzkunststecher. Rost IX. i/,9 setztzuerst seine Geburt, aufs Gerathewohl, bestimmtin 1710 an, und nennt ihn einen Jrländer.Bald hernach aber sagt er, man könne seinGeburtsjahr nicht genau angeben; und:Strurr sey geneigt zu glauben, daß er in Eng-land, aber von irländischen Eltern geborensey, und von Jugend auf in London gewohnthabe. Hierauf fährt er fort, wie folgt: „Soviel ist gewiß, daß er nicht alt geworden ist(');er muß daher ein sehr fleißiger Arbeiter gewe-sen seyn, um, wie er gethan, eine solche Mengetreflicher Kupferstiche zu liefern. Basan sagt:Ardell sey einer der beßten englischen Schwarz-kunststecher gewesen, und die Engländer selbstscheinen dieses Urtheil, doch mit etwas Einschrän-kung zu unterschreiben. Es ist jedoch gewiß,daß seit Ardell einige Künstler in England auf-getreten sind, die dieser Manier neue Vollkom-menheit gegeben haben. Das Werk von MacArdell ist eben so unterhaltend alS kostbar,besonders wenn man nach guten Abdrücken vorder Schrift, und mit den Veränderungen dieder Künstler gemacht hat, strebt. Man hatvon einigen Platten Abdrücke in Schwarz undin Bister, und viele Liebhaber ziehen die letzter»vor". Die beßte Literatur seiner Arbeiten giebteben Rost I. c. 160—162 und noch vollständi-ger das Dictionnair von Heinecke. Die Mei-ster, nach welchen er historische Bilder meistgeschabt hat, sind folgende: Ä. Allegri, Beret-tini, Bernard, Brouwer, Browne, Butt, C-Cignani, C. Coypel, A. van Dyck, Furino,Knapkon, P. Longhi, P. Merciers, Molenaer,Munllos, Pine, Nembrandt, Reynolds, Ri-bera, Richard, Schalken, Turcatyo, I. Wale,I. Williams, und einige Unbekannte. Fast lau-ter vortreffliche Blätter. Als ausgezeichnet, undselten, weil die Platte bald anfangs verdorbenworden, nennt Rost: Das Gesellschaftsbild derMutter auf dem Lehnstuhle, ein Kind auf demSchooß, und drey andre um sie her, nach Ru-bens , was Einige für dessen Familie, andreglaublicher für die Familie von Balthasar Ger-bier haltend); dann das Innere einer Ger-stengrauppenmühle, nach Richards, besondersschon für die Wirkung des Helldunkels. Als

(,) Nach Joubert soll er -765 zu London gestorben seyn.

(r) Auf der Versteigerung von St. Ares wurde solches für 80 Frkn. verkauft.I. 1"