Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
164
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Arlaud.

A r m i.

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würde, zerschnitt er sie in seinem hohen Alter!'-,llcbrigeuö bemerkt .fiovitto I. o. (Note o):DaßMichael Angeio eine Leda mit dem Schwangemalt hak, ist bekannt- S. !'. I I I.

)>. 2)4 und , I'. k. fi,2, der die

Kupferstiche nach diesem Bilde anfuhrt; alleinvon einem Basrelief, das denselben Gegenstanddarstellen soll, habe ich nie etwas erfahren. Aufdem Bilde, das Arlaud vorstellt und von Lar-güliere gemalt worden ist, steht man, daß ereine Zeichnung in der Hand hat, die den Kupfer-stichen nach Michel Angclos Leda sehr ähnlichist." Was die übrigen Arbeiten von Arlaudbetrifft, so bewahrte die Herzogin von Mon-taguc einen Kopf ihres Vaters, in seiner Ju-gend, von ihm» und ein Eeitenstück, nämlichdas Bildniß ihres Großvaters, des berühmtenHerzogs von Marlborough. Sie sind beyde mitAquarellfarben ausgeführt, und lassen nichts zuwünschen übrig G). Schließlich bemerken wirnoch, daß Arlaud ein Freund des großen New-ton gewesen seyn und ihm manche Entdeckungenmitgetheilt haben soll. Er starb zu Genf mitReichthümern und Ehrenbezeugungen überhäuftlitt Jahr 174Z und hinterließ der Sradtbibliolhekviele Seltenheiten (H. Nach Fiorillo (Deutsch­ land ) lkl. S. Zoo hat er in seinem Bildniß vonbargilliere zwar eine Zeichnung in der Hand,aber nicht von der Leda- Ebenfalls ^lorrilol. o. bemerkt, daß der Unsrige denn doch inseiner Kunstgattung seinem Mitbürger Petitotnicht gleichgekommen sey.

Arlaud ( ). So heißt in Landon's

Salon 1808. H. 10h. ohne Weiteres ein damalszu Paris lebender Geschlchts- und Blldnißmalcrui Oel.

Arldr (Carl Gottlieb), Lieutenant und Zeug-schreiber bey dem Ober-Militär-Bauamte zuDresden rd'19. Aki-c...

oder Arlr ( ), erscheint i 8«>5

in dem Pränumeranten - Verzeichnisse zu Lossiuümoralischer Kinderbibel, als Zetchenmeister zuBreßlau.

sl. ll.^ Arl e r i oder Arier (Peter), wel-cher in unsern Zusätzen, sowohl unter diesemals unter dem Namen Peters von Geumnd (Herscheint, war ein Sohn Heinrichs von Ge-uiuud, welcher nach Italien gieng, zu Bologna ,wo ihm perer iZZZ geboren ward, den NamenArier, angenommen zu haben scheint, und noch1Z88 lebte, wo er das Fundament des Domeszu Mayland legte« in welcher Eigenschaft ihndas Lex. v. (Hamodi'a aufführt, perer da-gegen mochte schon als Jüngling wieder nachDeutschland gegangen seyn, wo er als Bau-meister der Präger-Brücke (, 55 ? oder iZÖ8)bereits in unsern Zusätzen erscheint. Noch frü-her setzte er den Ban der St. Veitskirche zuPrag , den schon iZäö ein Franzose, jsNarrbiasvon Arras, angefangen und bis an seinenTod (,öh2) fortgeführt hatte, noch weiter fort,

und vollendete dieses Meisterwerk der deutschen Baukunst in iZLb. Noch nennt man als seineArbeit nach die Allerheiligen - Kirche zu Prag ,und eine andre Kirche zu Collin an der Elbe .Tue Bildnisse der beyden Erbauer der St. Deits-kirche finden sich an zwey Schlußsteinen der Ge-wölbe des Umgangs derselben angebracht. S.Fiorillo D. 1.123124 uudEbLudas. 124127in Text und Noten manigfaltiges Detail überdies Gebäude. Oouk. Hagen's Briefe indie Heiniarh I. 910 und 262. Dlabacz.

sl.^j A r ui and (Carl), gebürtig von Bar - le - Duc in Lotharingen, geb. 1H4H und gest. 1720.Einen solchen (mit dem Landschaftsmaler diesesNamens im Lex. wohl nicht Eine Person) nenntGaulr de Gr. Eermain (S. 170) nach dela 4 'erto unter den französischen Geschichtsma-lern des XV kl. Jahrh, von geringem Range,in dessen Arbeiten man indessen viel Feinheitund Leichtigkeit in der Ausübung bemerkte.

sl^ Armani (Peter oder Peter Martyr),geb. i6iZ und gest. 1669. Lanz, (Lst. wrr.)IV. 5 o nennt ihn, ganz ohne Weiteres, alsSchüler von Lionell Epada und Peter Desani.

sl. III Ar >n an 110, auch bloß Ar in an(Vliicenz), ssanzi (L,l. wr/.) kl. 19a setzt seineLebensdauer auf 5 o I. an, und charakterisirtihn so, daß er einer der ersten war, der seinerLandschaft, ohne viel Auswahl von Boden undBäumen, dennoch Wahrheit und Anmuth, haupt-sächlich auch durch sein gefälliges Kolorit, undallerley seltene Licht- und Schattenblicke mitzu-theilen gewußt; und eben so lobt er seine Fi-guren, und (was nun Obigem zuwidersprechenscheint) die Mannigfaltigkeit seiner Erfindungen(copiono uello iuveur.ioiii).

Armano (Johann Anton), ein italienischerKünstler, von dessen Hand zwey kleine, anonymgeätzte Blätter mit Figuren, auf dem Kupfer-stichkabinette zu Dresden (in dem Volnmen derKunstliebhaber) gefunden werden.

( ), ein Kupferstecher um oder

gegen 1800. Von ihm, nach Lhevenin schlecht(in Fol.) punktirt, kennen wir: Hero und Lean­ der . Spatere Drücke tragen die Adresse vonC. G. Zchl's Verlage in Leipzig .

(kUsncmsco). Voiiolo araiprcteIVI. vk^Xk. So lies t man auf einem Gemälde,das die Madonna mit dem Kind und St. Jo-seph darstellt, in Tizians Geschmacke, einst (oderjetzt noch?) im Besitze des Herrn Karl Visen-rini zu Viccnza.

Ar IN, (Joh. dall'). Ein solcher gab 1821 zuRom : Kistrelto cli katti aoustici, lotto ini 4 oaclomia clo' Dinaei, welche er mit allendazu erforderlichen mathematischen Figuren selbstlithographirt hat. Tnb. Lunstbl. 1822 S.-jo.

t>) Diese Geschichte wird auf verschleime Art erzählt. So viel bleibt immer gewiß, baß Arlaud dieLeda im Jahr 17Z8 wie ein Anatom zerschnitten Hot. Msc. de Champeau, damals franz. Residentzu Genf , erhielt den Kopf und einen Fuß, ein Frauenzimmer erhäschte einen Arm u. s. w. DerGraf von Lautrer, der nicht so gewissenhaft wir Arlaud war. machte ihm über die Vernichtungseines Meisterwerks bittre Vorwürfe. S- I'oesier Alr. äe Lar. 1°. III.

(s) Vergl. Oeuvres äe , D. IV, p. 279.

( 5 ) Außer dem erwähnten Portraite Arlaud's, von LargMere gemalt, findet man auch ein andresvon ihm selbst verfertigt mir der Jahrzahl ,7,7 (nicht, wie das Lex. sagt, >7-;6) in der florenti»»ischen Galerie. Auch hier hat er eine Zeichnung in der Hand, aber ebenfalls nicht vonder Leda.

(4) Giim'md in Schwaben .