Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
165
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Armis.

Armis (Petrus ab). Diesen Namen führteder Kupferstecher l). Fausch (von ihm unten)als Mitglied des Freymäurer-Ordens.

sil.^ Armknecht (Peter)/ Baumeister/s. Ioh. Thene in unsern Supplem. Ihre Na-men stehen auswendig am Chöre der von ihnenneuaufgeführten Stiftskirche zu Hciligenstadt.FioriÜo D« H- 4".

?srmowi'tz (Johann Heinrich), Glocken-gießer im Herzogthum Holstein-Schleswig 176V.Dänischer Hraarskalender d. I.

Armstrong ( )/ englischer Kupferste,

cher/ fertigte 1820 Lord Byron's Dildniß zueiner Ausgabe von dessen Werken.

Arnald ( )/ englischer Landschaftsmaler

neuester Zeit. Von seinen Arbeiten fanden sich,neben anderm, in der Galerie der British-Institution von 1820 aufgestellt. T ü b. Mor-genbl. 1820 S. "9.

sll^ Arnaldi (Eneas Graf von), geb.zu Viccnza 1716. Der genauere Titel seinerschon in unsern Zusätzen angeführten Schriftist: Idea d'un iSatro, »eile principali parlisimile s' 1'calri snliclii, all' uso modernosovoinodato, cou due disoorsi; uno soprai lestii in Generale ri^uardo al solo ooperlodella scena esteriore, l'altro irilorno slsosirlto rli czuella del Veatro Olinipico diVieenra. 40. Vicerira 762. Noch gab er später(4°. il>. 767) Dalle Italickie auticlie e spe-?.ialmente rli quella de Viovnra, coll' s§-Aiunta della desoririone d'una Ouris, d'in-ven/,ic>ne dell' Autors. Tt/rVrLrs (Ld. terr.)1 . II. p 087 —388 spricht mit großem Lob vonden theoretischen sowohl als praktischen Kennt-nissen in der Baukunst, dieses überhaupt vonfrühester Jugend an der nützlichsten Studienbeflissenen Kavaliers.

Arnao ( ). So hieß ein alter Glasma-

ler, vielleicht italienischen Ursprungs, der dieKathedrale zu Sevilla mit prächtigen Bildernseiner Gattung, nach den Werken von Raphael,Buonaroti, Pelle^r. Tibaldi und Albr. Dürergeschmückt, und für jedes der dortigen 90 Fenstereine Belohnung von — 1000 Dukaten erhaltenhatte. Fiorillo IV. gy.

sl.^ Arnau (Johann de), starb in seinerGeburtsstadt Barcellona. Als dort von ihmbefindlich nennt Fiorills IV. 126 in St. Ago-stino am Ende des Kreuzgangs einige Scenenaus dem Leben dieses Kirchenlehrers, zwey Bil-der in der Kapelle von St. Nikolaus, und Ei-niges in St. Maria del Mar, und bey denMinimen-

sll.^ Arnaud ( ^ ), wahrscheinlich der-selbe, den unsre Zusätze p. Arnaud heißen.Von dem Unsrigen sagt Fiorillo III. 400: „Mirist nur eine einzige Malerey von ihm bekannt,welche den Bruder des Hannibal Mago darstellt,der den Senat von Carthago um Hülfe bittet,und ihm ein Gefäß mit den Ringen der römi-schen Ritter überreicht, die in der Schlacht beyCanna geblieben sind. Dieses Werk wurde imJahr 176g nach dem Tode des Urhebers aus-gestellt."

Arnaud iusCaealano (Franz), zeichnetezu Ant. Eximeno's: Dell' OriAine e stelleveröle dellu Xlusica. lioma 1774. 40, sowohldas Bildniß der Königin von Pohlen und Chur -fürstin von Sachsen , Maria Ant. Walpurgis,

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Arndt. 165

als auch Vignetten. Johann Brunetti hat die-selben gestochen.

Arnauir ( ). Ein solcher (ob selbst

ausübender Künstler, ist uns unbekannt?) hieltin 1812 vor der Austheilung der Preise in derSpezialkunstschule zu Paris , über die Vortheile,welche junge Künstler daraus schöpfe» können,eine etwas geschraubte Rede, wovon sich einAuszug in Eandon's lVouvelles des -^rts III.Z , 7 — 36 o ein Auszug findet.

Arnberger (Peter). So wird bisweilender folgende Arnsperger geschrieben.

Arndt (Carl Joseph, gewöhnlich Carl).Der Sohn des folgenden Franz Wilhelm,geb. zu Fulda 1788, lernte daselbst als Stein-hauer und Architekt, gieng dann auf die Wan-derschaft und suchte sich zu Paris und an andernOrten Frankreichs , wo er als Geselle an großenBauten arbeiten half, vornämlich im Brücken-Chaussee- und Wasserbau zu vervollkommnen,was ihm als einem denkenden Kopf auch ge-lang. Nach seiner Zurückkauft wurde er alsChausseebereiter zu Fulda angestellt, und lebtedort noch 1818.

— — (Carl Philipp), ein Hofschreiner zuFulda , der aber, da er viele Lust zur Baukunstin sich spürte, dieselbe aus Büchern (vornämlichaus Penther's Schriften) zu erlernen suchte,und wirklich es so weit brachte, baß er zuniHofbauinspektor ernannt wurde. Zeugnisse seinerGeschicklichkeit sind: In Fulda das Paulithorund das Bibliothekgebäude; in Neuhof dasSchloß u. s. f. Er war ein Sohn des folgen-den Jakob, wurde zu Pfaffendorf bey Coblenz1725 geb. und st. zu Fulda -797- ^0.

— — eigentlich Arend (Carl Wilhelm),Bauschreiber bey dem Baudepartement zu Cassel1776. ^0.

— — (Franz Wilhelm gewöhnlich Wilhelm).Sohn des vorsiehnden Carl Philipp, geb. zuFulda 1766. Derselbe lernte anfänglich beyseinem Vater als Schreiner, und darauf auchbey andern Meistern als Steinhauer. In 1776trat er seine Wanderschaft an, arbeitete inStraßburg als Steinhauer, dann 1776 in Paris als Schreiner, und 1778 in Rom , wo er na-mentlich bey der Sakristey der Peterskirche be-schäftigt wurde, wieder als Steinhauer. Anletzterm Orte erhielt er Unterstützung von demFürstbischof von Fulda , der ihn als Hofmäurer-meister anstellen wollte, was denn, auch nachseiner 1779 erfolgten Zu, ückkunft wirklich geschah.Nachdem sein Vater 1797 gestorben war, trater in dessen Stelle als Hofbauinspektor, undlebte in dieser Eigenschaft noch 1816 zu Fulda .Er hat zwar nicht so viel Talent als sein Va-ter, doch steht er in dem Rufe eines sehr gründ-lichen und tüchtigen Meisters seiner Kunst.Don ihm ist die Dorfkirche zu Kemmerzell beyFulda U. s. f.

— — (Henning), Maler zu Wittcnberg inSachsen , woselbst er, besage der dortigen Kir-chenbücher, 1699 verstorben ist.

— — (Jakob), der Sohn eines Weinbauerszu Pfaffendorf bey Coblenz, hier 1688 geb.Er lernte als Schreiner bey seinem ältern Bru-der Servarius, welcher Hofschreiner zu Würz-burg war, von 1709—1712 und kam diesem anGeschicklichkeit gleich. In 1724 wandte er sichnach Fulda , wurde zum Hofschreiner ernannt,und starb hier 1744.

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