Arndt.
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sfck.
Arndt (Jgnaz), der jüngere Bruder vonFranz Wilhelm, geb. zu Fulda 1789, lebtedaselbst noch i8i5 als Hofschreiner. Auch inihm, der ei» Schüler seines Vaters ist, regtesich nicht minder das Talent ;ur Kunst, wasdieser Familie gleichsam angeboren ist. Nebendem, daß er, so wie seine Voreltern, schöneeingelegte und mit dem Stichel ausgravirteHolzarbeiten fertigt, so besitzt er auch gute ar-chitektonische Kenntnisse, und hat insbesondresolches durch mehrere künstlich erbaute Treppenerwiesen. ^0.
— — (Johann Samuel), ein geschickterZimmermeister aus Pförthen, der die eingeäscherteSt. Andreaskirche zu Muskau in der Lausitz wieder aufbaute, nachdem man 178, einen dieß-fälligen Kontrakt mir ihm geschlossen hatte. Eingleiches geschah wegen der bey diesem Bauevorkommenden Steinmetzarbeit, mit Ioh. GeorgLoye'n, Steinmetzmeister zu Pirna in Sach-sen . Langner Bericht von Bau und Ein-weihung gedachter Bleche. Budissm 1788.8°. S> Sg.
— — eigentlich Arend (Nikolaus),Stadt-maurermeister zu Cassel 178h. Hessen-ssas-sel sch. Sraarskal. 1780. Vielleicht ist derjenigeMkol. A- der in gleichem Staatskal. von 1802als Baumeister bey der landgräflichen Kammerzu Marburg und in dem weftphakischenSeaatskas. auf 18m als Distriktsbaumeisterzu Marburg erscheint, ein Sohn von ihm.
— — (Samuel Wilhelm). Dieser Dilet-tante, der Sohn eines Steuereinnehmers, wurde1769 zu Striegau geb. aber auf dem Waisen-hause zu Bunzlau erzogen, wo er auch den erstenUnterricht im Zeichnen und Malen von demSenator Wollmann erhielt. Zu Halle, wo erdie Rechtsgelahrtheit studierte, befließ er sichunter Prange's Anleitung vier Jahre lang derKunst. In »798 ließ er sich zu Breslau nieder,wo er noch 1801 als Neferendarius bey denStadtgerichten lebte. Arndr hat Geschichteund Bildnisse nach C. Dolle, An. Carracci ,A. Kaufmann u. s f. in Oel, Pastell und Mi-niatur kopirt; dann hat er einiges, wie z. B.die beyden Bildnisse der Schauspieler Jfflandund Fleck in Kupfer gestochen; modellirt inThon, und erschien daneben, mittelst folgendenWerkes als Schriftsteller: »Theoretisch-praktischeAnweisung zum Selbstunterrichte in der Oel -und Pastellmalerey, mit einer (eigenhändig ge-stochenen) Kupfertafel." Schumniel'sBres-lauer-Almanach. Dass. 1801 8°.
— — (Servatius). Hofschreiner zu Würz-burg, s. oben Jakob Arndr.
sll.^I — — (W-), hieß Wilhelm. In1794 hielt er sich in Berlin auf, gieng alsdannnach Wöriitz, und von da 1809 nach Leipzig .Die in unserm Supplemente bemerkte, von ihmin punktirter Manier gestochene Danae war einBild von Van Dyck , oder vielmehr aus dessenSchule, und von Seydelmann gezeichnet. Inden deutsch . Runstbl. 4". 1799. Anz. S. 16,wo dieß Blatt für 3 Th. 16 Gr. ausgebotenwird, heißt solches: »Vorzüglich schön." Seinebeyden Blatter im Pantheon der Deutschen ,sind: Luthers Tod zu Eisleben, und: Fried-rich II. als zürnender Richter, welch letzteresübrigens in dem: /. S. 29.
„das unbedeutendste" Blatt von allen, in die-ser Sammlung, genannt wird. Neben demklebrigen in gedachtem Supplemente Genanntenbemerken wir noch: Amor ganze Figur, nachvan Dyck; Wilhelm II. Prinz von Oranien
Arnhold.
(dieß geschabt), beyde Realfol.; die Erhebungdes Marc Baffianus zum Cäsar tpunktirt) querRealfol.; das (sehr ähnliche) Bildniß des Thea-terregisseurs Opitz, nach Geyer (1810); dasje-nige des Dichters Matthisson , nach Tischbein,und das des Consistorialraths Plank zu Göt-tingen (dieß vor der neuen Leipz. Liter. Zeitung1801 (a. ll. i8o5). Dann, im Allgemeinen,Verschiedenes für die chalkographische Gesell-schaft zu Dessau , für Almanache u. s. f. Na-mentlich mit einem Dutzend anderer Künstlervereint, Verschiedenes für die Galerie häusli-cher Denkmale, welche bey G. Voß zu Leipzig (ibil) erschienen war. Mensel m.
Das Tnb. Morgenbl. 1812 S- 928 nenntihn noch unter denjenigen damaligen Stechernzu Leipzig , welche rühmlicher Erwähnung ver-dienten.
— — ( ), der bekannte Reisende und
Alterthumsforscher, zeichnete sehr gut.
Arnemann (Hans), ein Glockengießer,der zu Einsbeck von 1487—1504 erscheint. Joh.Leyner's Casselische und Einbeckische Chronik«.Fol. Erfurt 59V S. 18 u. 61.
Arnestus, der erste Erzbischof von Prag ,in der Mitte des XIV. Jahrh. Derselbe solldie Marienbilder, die noch gegenwärtig in Glatz,auf dem H. Berge, und zu Reichenau in Böh-men verehrt werden, selbst verfertigt haben.Die zuerst genannten hat M. Greischer, fürstl.Esterhazijcher Kupferstecher, 1690 in Kupfer ge-bracht. Dlabacz. ^
Arner (Johann Friedrich). So hieß einkönigl. dänischer Hofgärtner zu Sorgenfrei)1756. HL- 7 .
Ar »hold (Johann Gotthelf), ein Malerzu Dresden , der in dem Adreßkalender vondort auf 1810 und 1812 nicht mehr, wohl aberin dem auf 1819 genannt wird. Da wir indes-sen keine weitere Kunde von diesem Künstlerhaben, so dürfte sein Name Arnhold vielleichtein ganz irriger seyn.
sH-H — — , nicht Arnold (Johann Sa-muel), der in unsern Supplementen und beyMensel III. ohne Taufnameu, und in den er-ster» sowohl unter Arnhold als unter Arnolderscheint, geb. 1766 zu Heynitz, einem Dorfebey Meisten, kam in seinem Dreizehnten nachMeisten, lernte auf dortiger Kunstschule derPorzellainfabrik, unter Lindner und Grahl, dieMalerey in Wasser, Oel und auf Porzellain,wurde dann als Porzettainmaler und nachge-hends zugleich als Lehrer bey gedachter Kunst-schule angestellt, erhielt letztlich seiner Geschick-lichkeit halber den Titel als königl- Hofmalerund lebte noch 18,9 zu Meisten. Er malt Land-schaften und Jagden, ist aber insbesondereseiner Blumen - und Früchtstücke wegen berühmtgeworden.^ Eine von ihm in 4°- mit Vorlege-blaltern für Blumenfreunde, Zeichner und Sticke-rinnen , herausgegebene Anleitung, Blumenund Früchte zu malen, hatte schon 1808 (Dres-den ) eine zweyte Auflage erlebt, deren ersterTheil 5 Th. kostete. Von ihm sah man, unsersWissens, zuerst auf der Dresdner -Ausstellungvon 1794 zwey sehr schöne Blumenstücke in Was-serfarbe; dann, neben dem schon in unsernSupplementen Bemerkten, späterhin auf demSalon i8v5 zwey Körbchen mit Rosen in Was-serfarben, die sich durch Leichtigkeit und schoneZusammensetzung auszeichneten. MenselArci). I. (4) 116. Hier ». v. Arnold. Dannwieder 1807 ein großes Blumenstück in Oel ,