Arnimb
Arnold.
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Kopie nach Tamm; i8n8 zwey vorzüglich schönedergleichen ; 1811 ein Fruchtstück inOel, Kopienach der R- Ruysch; und dann von 1810 bis1819, zehn Blumenstücke in Gouache, und zweydergleichen in Oehl, sämmtlich nach eigner Er-findung — so wie auch (dieß 1818) zwey por-cellalnene Vasen, mit den Monumenten Schil-lers und Klopstocks, in Feuer gemalt, llebrigensfindet er sich nochmals unter dem irrigen Nah-men.... Arnold im Supplem., welcher Art.mithin hierher zu beziehen ist. Endlich auf demSalon 182» zwey Landschaften in Gouache,Kopieen nach Molitor, und 1821 (dieß in Feuerauf Porcelain) einen Prospekt bey Dresden .Die erwähnten Landschaften nach Molitor nenntdas Tüb. Runstbl. 1820 S. Z86 manierirt undmittelmäßig.
Arnimb (von), ein junger brandenburgi-scher Edelmann, der um 1776 zu seinem Ver-gnügen sich mit den zeichnenden Künsten beschäf-tigte und auch einige (artig genannte) Blätterradirte. Er war ein Urenkel des bekannten Mi-nisters Georg Detlev's von Arnimb.
Arninck sI. H.), ein Maler zu Hamburg ,der in dem Adreßbuchs dieser Stadt auf 1806erscheint.
sklsl Arnold (Anton und Johann). Dasund in den Supplem. ist ein Fehler, und sollteoder heißen; da freylich in dem übrigen Con-texte nur von Einem die Rede ist. Andre hin-gehe» nehmen wirklich einen Anton und einenJohann an. Wie dem übrigens immer seynmag, so gehen die Angaben von Geburt undMeister in unsern Ausätzen einzig den Johannan. Dieser lebte zuverläßig zu Prag 1762—1772.Dlabacz (der ihn einen „sehr geschickten", sowie hingegen einer unsrer Freunde einen »sehrmittelmäßigen" Kupferstecher nennt) führt 28Blätter meist Heiligenbilder, ohne andern Na-men als den (einigen, von ihm an, darunter:„Wahre Abbildung der schmerzlichen MutterGottes, welche der H. Vater Jgnatius de Loyolaan seiner Brust getragen."
— — (Caspar). Diaconus zu St. Sebald in Nürnberg 1666; wird in des Frist»« Ce-remonie! der Drechsler S. Zoo als ein ge-schickter Dilettant im Kunstdrehen genannt.
— — (Conrad), ein Plattner oder Harnisch-macher zu Nürnberg i556. Trechse t's Ge-dächtniß des Nurnb. Iohanniskirchhofs.S. 676.
— — (Eduard von), aus St. Petersburg ;ein Taubstummer und 1821 Eleve der Kunst-schule zu Dresden . Damals sah man von ihmauf der Dresdner Ausstellung drey Landschaftenund ein Jagdstück, theils in Sepia, theils inKreide; Kopieen nach Dietrich, Pillement undRiedinger.
— — (Friederich), der Sohn einer Familie,welche sich seit Langem durch geschickte Bau-künstler ausgezeichnet hat, kam als Schüler vonWeinbrenner nach Rom , wo er sich drey Jahreaufhielt; und nachdem er früher mit dem me-chanischen Theile seiner Kunst vertraut gewor-den, ward es ihm leicht, dem Beyspiele undden Winken seines Lehrers zu folgen. DasGrundprinzip, von welchem dieser Zögling derKarlsruhischen Schule bey verschiedenen Ent-
würfen ausging, war dieses: Daß die Form je-des Gebäudes der Idee des Zwecks angemessen,und diese Idee selbst anschaulich, d. h. klar,angenehm, schön oder edel ausgesprochen seynmüsse. Seine letzte Arbeit zu Rom war derEntwurf eines Mausoleums für eine fürstlicheoder irgend sonst angesehene Familie ('). Alsein Theil seiner nach Deutschland gesandten Ar-beiten zufällig in Livorno gesehen wurde, under bald hernach mit dem vorhin erwähnten Ent-wurf, der italienischen Akademie ein Geschenkmachte, ernannte ihn dieselbe zu ihrem Ehren-milgliede. Nicht minder sinn - und gehaltreichals jene, waren verschiedene andre frühere Ent-würfe des Künstlers, die er seinem Landesfür-sten wiedmete, und welche dessen Beyfall gefun-den haben. Dieselben^ enthalten den Grund-und Aufriß eines Gefängnisses, eines Stadt-thors, eines Fürstenschlosses und eines Finde!-Hauses; dann denjenigen eines Denkmals aufdie Bürger der Stadt Pforzheim , die sich mitmehr als spartanischem (?) Heldenmuthe fürihren Fürsten Carl Friederich, Marggrafen vonBaden und Hochberg aufopferten. Diese letzteremit lebendigstem Geistes - und Herzensinteresseausgeführte Idee widmete er seinem innigst ver-ehrten Lehrer, dessen Beyfall sein höchster Lohnwar. Morgenbl. 1811. 99—100. Ebenfallswar bald hernach, bey der Trauerfeyer über denHintritt des erwähnten Marggrafen, ein Kata-falk in dem Dome zu Freyburg das Werk desUnsrigen. Auch von diesem s. die Beschreibung/. 7Z9. Um dieselbe Zeit ward derselbe auf
dortiger Universität zum außerordentlichen Pro-fessor der Baukunst angestellt, wo dieser Lehr-stuhl damals eben neu errichtet wurde.
sll.^ Arnold (Friedrich, eigentlich JohannFriedrich, doch gewöhnlich Friedrich), war einSchüler von Daniel Berger, und st. zu Berlin 1809 nicht über 5 o I. alt. Meusel IN. in denZusätzen. Von den Arbeiten dieses gar nichtungeschickten Kupfersteches wollen wir noch be-merken: Nach H. Dähling, Napoleon am SargeFriedrich des Großen 1806 Fol. (Pr. 1 Rthlr.12 Gr.), Blücher's Bildniß nach Dähling (1807)für Kenntlichkeit gerühmt, in einer Art Tusch-manier Fol. (Pr. 1 Thlr.); A. Grass, das Vild-niß Kupferstechers Dan. Chodowiecki gr. 4°.;Ruysdael , einen großen Wasserfall, in Aquatinta gr. Realsol. <?); L. Wolf, die Zusammen-kunft Kaiser Alexanders und des Königs vonPreußen mit Napoleon auf dem Riemen 1807,in Aquatinta (Pr. 2 Rthlr. 12 Gr.) u. s. f.
— — (Georg), ein Glockengießer zu Wien ,wo er 16 iö die sogenannte Speisglocke für denSt. Stephansthurm gefertigt hat, auf der mandie Figur der H. Magdalena sieht. Fuhr-MLNN'S Beschreib, von Wien . m. 4>7>
— — (Georg Adam ), ein guter Maler zuBamberg um 1669, lebte noch 1680. Nachseiner Zeichnung stach F. Weygant, als Thesis,den Durchgang der Jsraeliten durchs rothe Meer.Sehr viele Aehnlichkeil mit dieser Darstellungfindet sich auf einem Kupferstiche mit H.bezeichnet. Jack.
— — (Hans). Münzmeister des Churfürstenvon Sachsen zu Freiberg icj88. A. MöllerFreiberger-Chronik I. §89.
(,) Eine ausführliche Beschreibung desselben s. »n Tüb. Morgenbl. >8-> S. 99—100.
(-) Anderwcrts heißt es : „In Freidthvffs Wasserfall nach NuySdael liefen: er einen würdigen Pen-dant in Tuschmanier."