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A 6 n c.
Aspe r.
Gemälde das Bildniß des Cl. Merulus gestochenhaben soll. Ohne Zweifel von Ebendemselben(hier mit dem Beynamen di Eorr. (eggioL)kennen wir, wahrscheinlich aus ganz neuern Tagen,nach Joh. Ciaroli's, ebenfalls mildem Beyna-men di Eorr., Zeichnung eine Madonna mitdem Kinde, zwischen zwey weiblichen Heiligen,von welchen die eine knieend ein Glas, darineine Frucht, die andre aber stehend, inder Rechten eine Platte, in der Linken einenPalmenzweig tragt. p. in ^lbi-
nea, per- quostla oliiesa. Zart, aber etwashart gestochen. Zu irgend einem Werke gehörig.Oben am Rande steht: p. iäo.
sl. 11.^ Asne (Michel l')> Man hat zuWeniges von seiner Hand, was reizend und wasschön zu nennen wäre, und dagegen zu Vieles,was nach dem schalen Handwerke schmeckt, alsdaß man ihm unter den ausgezeichneten Kupfer-stechern einen Platz einräumen könnte. Meh-reres arbeitete er für den Verlag des N. deMathoniere (später im Verlag des Jakob Ho-nervogt); doch führte er auch einen eignen Ver-lag , für den z. B. I. Briot arbeitete. Aufmehrern Stichen hat i'Asne seinen Namen la-teinisch Aslinus geschrieben,
Asner (Franz). Er radirte schlechteBlatter zu Dobrizhoser's Geschichte der Abipo-ner, übersetzt von Kreil. Wien 1783 —17844 Thle. 8°. Nach Aussage des wienerischenKommerzialschema'S auf 1791, lebte er damalsnoch zu Wien .
— — (Fr.). Kunsthändler zu Berlin ; erließ durch Dähling um 180Z, die Zusammen-kunft des russischen Kaisers mit dem Königeund der Königin von Preußen zu Memel 1802in ein Gemälde bringen und dann solches durchBolt in Kupfer stechen. Biester'« neueBerliner Monatsschrift 1806 S. 78.^ 16».Ebenderselbe kündigte 1808 ein Seitenstück zuden vielen Vorstellungen der bekannten Monar-chenzusammenkunft auf dem Niemen vor, wel-ches die sämmtlichen hohen Personen tnach demersten Besuche) bey einem Male zeigt. Die vielenPortraits dürften das Beßte darin seyn. Tüb.Mor^enbl. 1808. In gleichem Jahr gaber Zuge des Muths und der Tapferkeit impreußischen Heere während des vergangenenKriegs, gestochen von Bolt k. 0. 96V.
sll.^ — — (Leonhard). Im Suppl. liesMansfeld . Leonhard stach auch ein sehr mittel-mäßiges Titelkupfer zu dem von Denis, Wien 1768 gr. 4°. herausgegebnem Ossian; dannzwey anatomische Kupfer nach eigner Zeichnung zuWasserberg's I^asoieul. primus operum rni-«orum rneclicoruin et äissortalionuM. Vin-llob. »776 80.
Ason. So heißt in le Fjoir's Muses kiesmonumenls kr-rncois ein alter, uns bisherganz unbekannter geschickter französischer Archi-tekt , der im I. io 5 o die Kathedrale zu See; inder Normandie gebauet habe. dlvuv.
ries e^rts 1. 45 .
Aspaas (Suend), ein von Roraas in Nor-wegen gebürtiger geschickter Baumeister der letz-ten Hälfte des XVIII. Jahrh. Er vollführteeinige Kirchenbauten zu Hedemarken. O)ein-wich Runsthlstorie S. 227.
sll.^ Aspari (Dominicus), Pros. der Zei-chenkunst zu Mailand , gab 1808 16 von ihmgezeichnete und geätzte Prospekte dieser Stadtü 2 Q. 12 8. Mailänderpf.
sl.^j Aspasius . Andre nennen ihn As-pasias. Eckhel führt von ihm noch eine zweyteMinerva salutikera an, die sich im Kabinettedes H. Josephs de France in Wien befindet.
Aspe (Simon de), ein spanischer Kunst-sticker zu Ende des XVI. Jahrh-, der nebenAnderm in der Kathedrale zu Burgos beschäf-tigt wurde. Fiorillo IV. 92.
sl.^ Asper (Hans). Er war aus einemalten Geschlechte. In Zürch mögen sich nochviele von ihm gemalte Bildnisse befinden, dieaber durch Waschen und Putzen fast völlig zuGrund gerichtet sind; Holbeins Arbeit kommensie indessen nimmermehr bey. Wo er Mannund Frau malte, wurden diese Familienbilderzum oftern in Form eines Brettspiels verwahrt.Wenn man die Kapsel öffnete, so zeigte sichauf der einen Seite jener, auf der andern diese.Diejenigen (recht guten) von Zwingst und seinerStieftochter, Anna Reinhardt, nebst ihremKinde, sind auf der Zürcherschen Stadtbibliotheckersichtlich; letztres vermuthlich dasjenige, wel-ches Füßst noch in Privathänden sah, und eineschweizersche Edelfrau nennt, in weiß Atlas ge-kleidet, mit einer gelbgrauenKatz'aufdem Schooß,und daran die richtige Zeichnung, schöne Fär-bung und großen Fleiß ungemein rühmt. AuchSandrarr spricht von des Unsrigen Bildnissenmit großem Lob. Das ehemalige (späterhinniedergerissene) Gesellschaftsbaus der sogenann-ten Zürcherschen Böcke (') war von Außen ganzvon ihm mit den Beschäftigungen der zwölfMonate übermalt (^). Eben so befand sich amSt Peterskhurn eine späterhin schlecht ritoccirte,jetzt (besser) ganz ausgetilgte, astronomische Zeit-tafel. Von dem Bilde, das jetzt noch auf demZürcher Rathhause steht, spricht schon das Lex.Ob er selbst in Holz geschnitten, scheint uns„och zweifelhaft; ein solches Bildniß von Zwingsttragt wenigstens sein Monogramm. Andre (dieBürgermeister G. Müller und Dieth. Röust,den Pros. Collin und den Geschichtschreiber I.Stumpf) hat Eonr.Meyer hundert Jahre spater,und letztres schon Dietr. Meyer in Kupfer geatzt;besonders aber Rudolf Meyer, nach seiner Zeich-nung die Blätter zu Maurers Helvetia 8snew.„Dann zeichnete er auch", wie Füßli sagt,und wir nicht recht verstehen, »die Thiere, Vö-gel und Fische m Conr. Geßners Ilistoriu sni-malium (Zürcher-Ausgabe! nebst noch einer er-staunlichen Menge von Kräutern, Blumen,Vögeln und Thieren; alles nach der Natur, mitFarben, auf weiß Papier ." Wie sehr ihn seineMitbürger ehrten, beweist die von H. Stampfergeprägte Schaumünze: Avers , sein Bildniß(i 5 §o sei. 4i); Revers: Ein Todtenkopf mitder Umschrift:^ „Sih, wer du bist, der Todgwüß ist, ungwüß die Stund, redt Gottes Mund":In i 645 wurde er zum Mitglied des größer»Raths erwählt. Wahrscheinlich st. er (aus unsunbekannten Grüaden) in dürftigen Umständen,da schon sieben Jahre vor seinem Tod ein (nichtkinderloser) Bruder ihm ioo fl. mit dem Bedingelegirte, daß damit eine gleiche Summe, die erder Maierzuirft zur Meise schuldig war, getilgt,ihm aber der jährliche Zins davon sollte bezahltwerden. Er hinterließ zween Söhne, HansRudolf
(>) Die in dem Bürgerkriege des XV. Jahrh, sich durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet hatten.
(2) Unter jedem die Fische, die in demselben Monate im See und der Limmath zu fangen erlaubt waren.