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und Rudolf, welche ebenfalls die Kunst beydem Vater lernten, und, aber mit mindermRuhm, ausübten. Mit alle dem wurde vielesvon ihrer Arbeit, unter seinem Namen verkauft;was jedoch der Kenner leicht unterscheiden kann.Füßll I. 3 g— 43 . In Deutschland besitzen vonihm, unsers Wissens einzig die k. k Galeriezu Wien das drittheil lebensgroße Brustbildeines Jünglings auf Holz, in einem um sichgeschlagnen schwarzen Mantel, den er mit derLinken zusammenhält; in schmalem Hemdkragen.In der Rechten halt er seine Handschuhe.In der Boiffereschen Sammlung findet sich vonihm das Bildniß eines Georg Weißen (i 5 Z 3sst. 34). Er stellt einen noch ziemlich jungenaber wohlgenährten Mann vor, mit schwarzemBaret, braunem Haar und Bart, in einemweiten rothen Kleide, unter welchem das weiße,feingefaltete Hemd den Hals umschließt; darü-ber trägt er einen schwarzen, mit,Sammt be-setzten Mantel. Die Hände sind übereinandergelegt; am Zeigefinger der rechten Hand einRing. Den Hintergrund macht der heitere Him-mel, und eine Aussicht auf die Krümmungeneines Flusses, mit einer Stadt, und hohenEchweizerbergen in der Ferne. Es ist 1^ 7"hoch, 1" br. In der Auffassung hat dieß
Bild etwas von Cranachs Arbeiten. Aber wieder Charakter der eines weichlichen phlegmati-schen Mannes, eben so weichlich ist es ausge-führt. Besonders zart, ausnehmend weich undweiß, recht wie aller Arbeit ungewohnt, sinddie beyden Hände; das Gesicht hat eine männ-lichere Färbung, die aber merkwürdig ist wegender äußerst dünn aufgetragenen Lasur, und dendurchaus braunen oder röthlichen Mitteltinten.Blaue oder grünliche Töne mangeln gänzlich.Uebrigens möchte man diesem Bilde, in Hinsichtder freyen und sichern Zeichnung des Umrisseswohl den Vorzug vor Cranach's Arbeiten geben.Tüb. Runftbl. 1820. S. 146- Das Bildnißdes Ulrich Zwingli stachen nach ihm Pfenningerin 12°', dann Lips und endlich Schwerdgeburth,dieß zu Keiser's Reformations-Almanach. Er-furt 1819 12°. Letzterer lieferte nach ihm auch,zu gleichem Almanach, das Bildniß von Ulrich'sTochter, Regula, nebst ihrem Kinde- DieOri-ginalgemälde von beyden, sieht man auf derStadtbibliothek in Zürich .
Asper (Johann Andreas). Nach einem sol-chen, der um 1870 lebte, soll Franz Ertingerdas Bildniß Bernhard Gustav's, Abtes vonFulda gestochen haben.
sl. II.^I Aspertino (Amico). Seine frü-hesten batikten Arbeiten sind von i 5 i 4 > Lanzi(Lcl. tei-L.) V. 26 bemerkt, vasari habe sichweniger mit der Kunst, als mit der äußernGestalt und den Maximen dieses seltsamen Käuzenbeschäftigt, der sich, so wie Erasmus über dieNachahmer des Cicero, über diejenigen des Ra-phaels lustig machte; dessen eignes ganzes Stu-dium darin bestuhnd, in Italien herumzuziehen,ohne Wahl Alles zu kopiren, was ihm auffiel,und sodann daraus ein eigenes Ganzes zu bil-den , wie man sich's denken kann. Seine schonim Lex. angeführte Pieta in St. Petronio zuBologna (Gemäld, nicht Sculptur, wie es dortheißt) sieht daher in Formen, Bewegungen und
Assche.
Gruppirung ganz dem Werke eines Trecentistengleich. Dann hatte er (hierin dem Guercino ähnlich) zweyerley Pinsel, für diejenigen dieihn gut oder schlecht bezahlten, oder denen erwohl oder übel wollte (?). vasari rühmt meh-rere Faoaden von ihm, undMalvasia, der ihmsonst nichts minder als günstig war, heißt ihnirgendwo einen guten Nachahmer von Giorgione .Heinecke nennt noch, neben dem uns schon Be-kannten, als wahrscheinlich nach ihm, von Re-verdinus gestochen, einen Tarquin und Lucrezia.Barrsch XV. 8—19 beschreibt ein Blatt, wel-ches, Malvasia I. 76 zufolge, von des.UnsrigenErfindung, nach Einigen von ihm selbst, nachAndern von Jul. Bonasone, nach Bartsch ineinem Aug. Venetiano's ähnlichem Geschmacke(12" br. 8" g"/ hoch) gestochen seyn soll. Das-selbe stellt das Opfer Cains höchst seltsam dar.Zur Linken Adam am Boden, neben ihm eingroßer Hammer; zur Rechten Eva am Spinn-rocken; zwischen ihnen Cain, ebenfalls am Bo-den, der sich in einer Art von Spiegel beschaut.Im Mittelgrund ein Altar, auf welchem einOpferthier brennt. Ueber dem Altar ein Ge-nius , der in der Rechten ein Täfelchen hält,und mit der Linken auf eine Stelle deutet, woein Engel (wieder!) das Eltern-Paar aus demParadiese jagt. Am Fuße des Altars steht derLebensbaum, und die Schlange, um dessenStamm gewunden.
Aspertino (Guido), des Amicowenn schon älterer Bruder, dennoch dessen Schü-lers), der im Lex. am Schluß des Art. diesesletzter» erwähnt wird. Auch Lanzi (Lä. ieru.)V. 27 rühmt seinen auserlesnen, vielleicht über-triebenen Fleiß, der ihm seinen frühen Tod,und — zum schlechten Ersatze — eine MengeTrauergcdichte zuzog. Malvasia glaubt, wennderselbe länger gelebt, wäre er einem Bagna-cavallo gleichgekommen, und führt neben Andermzu dessen Ruhm seine Kreuzigung im Bogengängezu Sk. Peter in Bologna an, die schon dasDatum von i/,gi trägt.
Aspruck (Franz). Derselbe führteauch selbst einen Verlag. Wenigstens lesen wirauf spätern Drücken eines -588 von Phil. Uf-fenbach geätzten Blattes die Adresse: k.exe.
sn.^ Afsan (Egidius), eigentlich Asam,welcher in unsern Zusätzen unter Gosm. Dan.Assan erscheint. Nach seiner Zeichnung stachI. Mörl den Orbenshabit der unbefleckten Cm-pfängniß quer Fol.
sl. II.^> — — (Gosmann Daniel, gewöhn-lich Cosinus d. h. Gosmann). Er selbst soll eingeistreiches Blatt in Fol. geätzt haben, das ei-nen Bischof darstellt, welcher, indem er vorder Mutter Gottes kniet, ein Buch aus denHänden des heil. Joseph erhalt. Auch sagt man,daß G. S. Rösch mehrere geistreiche Blätter nachihm geliefert habe.
sl. — — s. auch Asam im Lex. imSuppl. und oben.
Assche (Aug. Lamb. van), aus Brüssel , er-hielt 1820 von der Gesellschaft der schönen Künste
(>) Dieß, oder bann eine andere Deutung im Lex. erklärt die sonst unverständliche Sage, er habe„mit zwey Pinseln zugleich" gemalt.
(2) Malvasia glaubt, Vasari habe diese Ehre dem Amico nicht gönnen mögen, und daher denGuido zum Schüler von Herkul von Ferrara gemacht. Lanzi hingegen pflichtet vielmehr demVasari bey, und meint, daß Guido's Arbeit nicht den Schüler von einem Schüler des Franciabezeichne.
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