Assis», (Ventile d'), unstreitig ein Künstler.Die 8tc>ria rlel Duomo cki Orvieto p. 3 ii,312 nennt ihn als den Vater des BildhauersSrephan polimante, der um 1482 für denDom zu Orvieto arbeitete. Zu gleicher Zeitwar dort ein Bildhauer polimanre, Schülerdes Antonio di Federtco (Ant. Federighi) be-dienstet, der aber von Vorgenanntem vielleichtzu unterscheiden ist. Ferner nennt unsre QuelleS. s 65 / 272, Z82/ 384 annoch bey diesemBaue Baglioni diAssisi und Marrello d'Assrsi,beyde i 325 , und LNasciolo d'Assisi 1021,alle drey als Künstler (unstreitig Bildhauer);sodann Trecke d'Assisi , Bildhauer 1821, undScaglionr di Assist, der 1821 und noch 1840in Mosaik arbeitete.
— — (Martello d'),)
f s- den vorstehenden
— - (Masciolo d), . Ventile d'Assist.
— — (Scaglioni di), '
— — (Tiberius d'). So heißt bey Lauzi(Lki. tei-L.) II. 53 ein uns bisher ganz unbe-kannter Maler, der sich gewöhnlich (aus welchemGrund ist uns unbekannt) Tiberius Diareleviunterschrieb, und um 1221 blühete; vielleichtein Schüler, und sicher ein, freylich schwacher,Nachahmer von Peter Perugino, wie z. B. ausseinen Lunetten im Convente degli Angeli zuPerugia erhelle, worin Geschichten aus demLeben von St. Francisc dargestellt sind.
— — Unter diesem Namen, erscheinen zu-weilen auch Tino di Biagio, Johann di Bo-nini und Gelmino Ceccarelli, von denen wiran ihrem Ort sprechen werden.
Aßlinger (Johann), ein uns bisher ganzunbekannter altdeutscher Bildhauer, dessen Bild-niß sich in der, jetzt in Wien stehnden Ambraser-Sammlung befinden soll. Onmisser S. 128.
Aßinann (Christian Gottfried), Professorder Oekonomie und Camera!-Wissenschaften zuWittcnberg, wo er i 8 n noch lebte, beschäftigtesich zu seinem Vergnügen mit der Kunst, inder ihm Oeser zu Leipzig Unterricht ertheilt hatte.So ätzte er z. B- eine sitzende Frau nach Metzu40.; zwey in einer Landschaft mit römischenGebäuden sitzende Figuren quer 4°. u. s. f.Nach seiner Zeichnung aber stach die I. D.Philipp, geborne Sysang, eine von C. B- Funkherausgegebne Vorstellung des gestirnten Him-mels auf zwey Sternkegeln ; sodann C. T. Riedeleine Karte, und Tromlttz drey gefärbte Prospektezu unsers Aßmanns: Reise im Riesengebirge .Leipzig 1798. 8°:
— — (Johann), ein Künstler von und zuWeimar , wo er Hosuhrenmacher war. Er istVerfertiger der dortigen künstlichen Uhr, an dersich viele geschichtliche Darstellungen und beweg-liche Figuren finden, darunter auch Aßmann'seigne in einem Blumengarten. Mehr von diesemWerke lies't man in einer 1702 davon gedrucktenBeschreibung, und dann in Bernoulli'sSamml. kurzer Reisebeschrerbungen VI. 94ff. VIII. 426. Er lebte noch zu Anfang desXVlll. Jahrh, und hatte damals ein dem obi-gen ähnliches Kunstprodukt nach London ge-sandt.
sil.n Aßner, s. Asner im Supplem.und oben.
sl.^ Assuerus (Heinrich), den ersten Leh-rer Antons von Montfort, nennt Fiorillo D.H. 4/2 einen nur mittelmäßigen Maler-
Aster. 479
sl-d Assurance ( ). In dem französ.
Almanach royal 1741 und dem von 1742 erscheinteiner dieses Namens, der i ?54 Mitglied derköniglichen Akademie der Baukunst erster Klassewurde, und als dessen Aufenthaltsort Marlyangegeben wird.
sl.^ Ast (B. van der). Von diesem sehrwenig bekannten Künstler besitzen in Deutschland die Galerie zu Dresden ein kleines Bild aufHolz, welches Schnecken, Pfirsiche, Johannis-beeren und eine Eidechse darstellt; und Lustheimeines mit Blumen in einem Glas Wasser. Hierheißt er Balrhasar, und wird doch wohl 'mitObigem derselbe seyn. Auch in der Privat-sammlung des Herzogs von Gotha findet manvon ihm zwey Oelgemälde , die Blumen in Glas-gefässen darstellen, und sehr vortrefflich undfein, wie in Miniatur behandelt sind. Nebenanderm bemerkt man auf beyden eine Heuschrecke,von wundersam zarter Malerey. Sie sind be-zeichnet: 7i. 7 k >7^ kee. 1622. Einer
alten handschriftlichen Neisebeschreibung zufolge,mag Ast noch etwa um i 65 o zu Utrecht gelebthaben.
— — ( ), uns bisher unbekannt, heißt
ein, vielleicht noch lebender geschickter deutscher Künstler in Aquatinta, der im Tüb. Lunstbl.182Z. S. 16 neben Haldenwang, Kobel, Kunzund Prestel genannt wird.
sl.^j Asra (Andreas von), st. ungefähr48 I. alt. »Er impfte" (heißt es bey LanziLck. terL. II. 359) »seiner vaterländischen Ma-nier" d. h. Solimena's (was in der That nichtsschaden mochte!) »etwas Nachahmung Raphaelsund der Antiken ein." Auch dort werden diebeyden großen Bilder in St. Augustin de' Scalzizu Neapel zu seinem Beßten gezählt.
Asreas. Diesen Namen trug ein etrurl-sches Dasengemäld, welches die Hesperiden dar-stellt, und auf der dritten Tafel des Werks:peintures lies vsses antigucs etc. Oraveesper 2z.. Olener, aeeompaAnees ck'explieationsxar 2^. Q. IVliliin etc. karis koi. 808 erläu-tert wird.
Aster (Carl Heinrich), Artillerie-Lieutenantzu Dresden 1809, wo er damals bey der dor-tigen Artillerie-Schule als Lehrer der Ingenieur-wissenschaften und der Zeichenkunst bestallt war.Er und der Artillerie-Lieutenant Herrel kün-digten 1810 die Costümes des königl. sächsischenMilitäres in malerischen Darstellungen aufSuscription an. Dieselben sind auch erschienenund von Herrei in lavirter Manier geätzt. In1812 gab Aster den ersten Theil einer Lehrevon Angriff und Vertheidigung der Festungenan's Licht. 8°. ^0.
— — (Friedrich), geb. zu Dresden , Sohndes folgenden Friedrich Ludwig , lernte seit1800 als Architekt auf der Akademie seinerVaterstadt. Auf den dortigen Ausstellungen iah'man von ihm mehrere Zeichnungen; als 1802ein herrschaftliches Wohngebäude; i 8»3 eindergleichen, in italienischem Style; 1804 eineLandkirche rc Um 1807 wurde er Offizier beydem königl. sächsischen Infanterie - RegimentePrinz Maximilian und Adjutant des GeneralsKlcngel.
— — (Friedrich Ludwig ), der Sohn einesHofraths und geh. Neferendairs, geb. zu Dres-den 1782, erlernte die Zeichenkunst seit 17^6bey dem Antiquar und Zeichenmeister Lippcrt,und die Jngenieurwissenschaften bey J. C. Glaser.