Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
186
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A u d e b c r t.

Audoin.

lfib

des Gegenstands, Composition, Zeichnung, Ko-lorit — Alles ist so, daß man nichts darantadeln, sondern bloß sagen kann: Kommt, undurtheilt selbst! ! ! !"

fll.^ Audeberr (I. A. oder B.). Nachseiner Zeichnung waren auch die meisten Blatterzu der nach seinem Tode erschienenen Entomo-logie von DllVier. Von der Uisloire naturellerlez 8inge8 war er zugleich Verfasser, so wievon den dazu gehörigen Blättern Zeichnerund Stecher Copieen nach einigen derselbenfinden sich in Schreber's Saugethieren mit Ab-bildungen gr. 4 °- Erlang. 177h u. ff., und indes de la Mark: Valaleau vno^oloperlicxus etme-

tkiorli^ue <le.8 trais rcAnes cle la nalure

fl. ude na err (Robert) (H Fiorillo

D- III. 2Z6 bemerkt über ihn, als Maler:„Seinen Gemälden wußte er noch eine gewisseKraft dadurch zu geben, daß er sein vaterlän-disches brillantes Kolorit damit vereinigte." Alsseine vorzüglichsten Bilder zu Gent nennt D?»-camps 8. v. Dudenaerde ( 1 '. IV- x. 53 ) einesin der dortigen Abtey von Baudeloo, welchesdie Bildnisse^der dortigen Mönche in Gesellschaft,und in natürlicher Größe darstellt; auf demHochaltar der Karkheuserkirche (sein Meisterstück)eine Erscheinung von St. Perer, der diese Re-ligiösen abhält, ihr Kloster zu verlasse»; inder Catharinenkapclle von St- Jakob diese Hei-lige, die man vergebens zwingen will, falscheGötter anzubeten; und in der Fleischerkapclledie Bildnisse der vornehmsten Glieder dieserGilde, wieder in Lebensgröße. In deutschen Galerieen ist unsers -Wissens kein Bild von ihmvorhanden. Wie er das Aetzen aus sich selbstlernte, und sein Lehrer Maratti sechs Wochenlang mit ihm schmollte, weil er ein Blättchen:Verlöbniß der H. Jungfrau, nachJhm, freylichgekratzt hatte, und einige Abdrücke davon indie Hand von Kupferstichhändlern kamen — wiedann aber eben dieser Vorfall den Meister nurnoch enger mit dem Schüler verband, muß beyDvscarnps I. c. p 5 <,— 5 « nachgelesen werden.Heller (Handb.) giebt sein Todesjahr, wahr-scheinlich durch Druckfehler, irrig in 171g(statt 43 ) an. Die bcßte Literatur seiner Blattergiebt unstreitig Heinecken's Diktwnair. Dortfinden sich von ihm vörderst die Bildnisse etli-cher Kardinale, nach F. Desportes, I. B. Gauli,Maratti und I. Passcri.Dann von Geschichtlichem:

X. Nach eigener Zeichnung: Die feyerlicheCavalcade bey dem Etntrit der Königin Christumzu Rom , und den Leichenpomp beym Transportedieser Königin von St. Maria in Vallicellanach St. Peter.

ir. Dann nach andern Meistern 0 )

Nach Bcrettini . . . . 5 Dl.

» Bernini . . . - . i „

» Johann von Bologna . . i „

» I. Brand.1 „

„ H. Carracci .... 2 »

» M. A. Franceschini . . . r »

Nach I. B. Gauli . . . . 2 Bl-

„ P. Lucatelli . . . . 2 «

» Mantegna . . . . 10 „

» Maratti.„

„ A- Procaccini ... 2 „

» G. Reist . . . . 2 „

» D. Ricciarelli ... 1 »

» M- G. de Rubeis . . . 1 »

„ D. Zampieri .... 3 »

An die 24 Gruppen und Statuen für das Werkvon Rossi. , ,

Das schon im Lex- angeführte Werk: Xumis-rnala Viror. illustr. ex Lurdacliea Aente Mit164 (a. Ir. I? 5 ) Tl. trat eigentlich schon 1732,dann aber vervollständigt 1762 zu Padua ausLicht. Den Text schrieb der Jesuite B. Val-cari. Die lateinischen Verse unter den Bildnissenund Emblemen waren von dem Unsrigen, derauch für einen tüchtigen Dichter geachtet wurde.Als vorzügliche Blätter von ihm nennt Joubertden Tod und die Himmelfahrt der H. Jungfrau;und noch vor Allen aus die Marter von St.Dlasius (24" hoch, i 3 " br.) mit der schönenUnterschrift: Ildi mullse eoroiE, mult» eer-tamin», alle dreye nach seinem geliebten Mei-ster Maratti; dann der Vtnklersche Gantka-talog: Apollo, welcher die Daphne verfolgt,nach Ebendemselben, und Rost, als ein sehrseltenes (in drey Platten): Thesis mit JnnocenzXII. auf dem Thron, zu seinen Füssen die ge-stürzte Ketzerey; zu seinen Seite» alle vierWetttheile und die knieenden Völkerschaften (daswäre r), in Rom vertheidigt zur Zeit der—Bekeh-rung Friedrich Augusts v.Sachsen , nach Procaccini.

fll.^ Andsr'n (Peter), geb. zu Paris 1768,daselbst wohnhaft, und, unsers Wissens, 1821noch dort lebend, dann aber daselbst gest. 1822,Mitglied der kais königl. Akademie der Künstezu Wien seit 1802, gab 1806 das schon in un-sern Zusätzen kurz erwähnte Bildniß des KaisersNapoleon , nach einem von Carl Chatillon ge-malten Brustbilde im kaiserl. Costum, welcheswegen seinem schöne» und kecken Stich »„gemeingerühmt wurde; oben darauf (-». I>. unten daran)eine Ansicht der Schlacht bey Austerlitz , gezeich-net und gestochen von DuplesstsrBertaud (Pr.iL Frkn., in Deutschland 6 st., 6/r" hoch,v br.) (*). Gleichen Ruhm verdientespäterhin dasjenige Ludwigs XVlll.uach Gros,welches 20 Frkn. mit dein weißen, und 10 mitdem grauen Buchstab (H kostete, und sich auchdurch gute Achnlichkeit ausnahm. Eben so die-jenigen des Grafen von Artois, nach einer Mi-niatur von Samt; des Herzogs von Angou«leme, nach Dralls, und seine Gemahlin, nachDumont; des Herzogs von Berry, nach einerMiniatur von Augustiu, und seiner Gemahlin,nach Hesse; dann Heinrich I V. nach dem berühm-ten Urbilde von Porbus (Pr. 5 fl. 24 kr.); Sal-vator Rosa's, und der Frau von le Brun, beydenach ihren selbst gemalten Bildnissen in derGalerie zu Florenz . Hiernachst von Geschichtlichemund Gartungsstücken, nach Bildern des Museums:

(-) Im Suppl. ist er irrig vor Audebert rubrizirt.

(-) Seine ganz gestochenen Blütter scheinen uns zu metallfarbig zu seyn.

(z) Eine Beurtheilung desselben, wo der Unsrige irrig Audorien heißt, s. in Meusel's Arch. I'.(z) 101 —Es sey fleißig behandelt, in van Schuppen's Manier; Haare und Pelz könntenbesser, das Ohr minder vernachlüßigt seyn. Das Oval, worin der Kopf befindlich, sey mit Waffen,Fahnen rc, umgeben, und diese sehr flach behandelt, wahrscheinlich um dem Kopf nicht zu schaden.Die Schlachtdarstellung unten sey Bertaud's (des Callot'S und della Bellas der neuern Zeit)würdig.

(4) Ein drittes noch mit dem St. Lazarus - Kreuz. — Was für neue Kunstpfiffigkeiten! Irgendwoheißt dieß Blatt sein Meisterstück, und wird dort davon sein Preis in Deutschland zu 27 fl.angegeben.