A udra n.
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A u d o r f.
Madonna die Gärtnerin (dieß schon i8oZ)nach ^aphael.
RaphaelundseinFcchtmeistcr,nachEbendems.
Grablegung, nach Earavaggto.
Eine Charitas, nach A> det Sarto.
Der Mann, der das Hündchen beym Ohrezupft, nach Mieris.
Die Musiklehrstunde, nach lIersther.
Eine Muse(H, nach ie Sueur.
Drey Musen, nach Duchemin's Zeichnung,nach Ebendems.
Der Financier, l
Die Trompette, > alle drey n. Terburg.
Die Citharspielerin, )
Unsers Wissens diese alle für das bekannte
Prachtwcrk des Musee Napoleon .
Dann noch überdieß:
Die schlafende Nymphe (Jupiter und Antiope)nach A- AUegri. (17" hoch, 12" br )Pr. 9 st. In Paris kostete es ursprünglichbloß 16 Frkn. und das Doppelte avantla Lettre. Und dennoch nennt solches Lan-ds» löni (lVouv. kies ^ris 1 . 56ö) » Au-doins bisheriges Meisterstück, eben so wiedas Urbild AUcgri's ft,„es, und eines vonden gelungenen, welches nach diesem Mei-ster noch mangelte; von kühnem und leich-tem Grabstichel, und harmonischerWirkung."
Venus, die sich den Dorn aus dem Fußezieht, nach Rapdael. Pr. 9 fk. Avant leLettre, auf der Versteigerung Rigal, 40 Frkn.
Es ist nicht mehr an der Zeit (Pendant desGarde a Vous), nach Bouillon.
Noch nennen von ihm: Landon's dkouv. Ues^rts m. 266 eine St. Magdalena nach C.Dolce aus der Galerie von Florenz für das29 Heft des bekannten Werkes, nach der Zeich-nung von Wicar. In einem Nekrolog von ihm(.lournal kies Debüts 24 guili. »822) liest mandie ungereimte Bemerkung: »Im Ganzen kannman sagen, daß H. Audoin, der einen aus-gezeichneten Namen unter unsern Künstlern be-hauptete, eines glanzernoen Rufs genossen habenwürde, hatte er seine Kunst nicht Werken ge-widmet, die, in kostbare Sammlungen gehörig,nur in den Händen weniger reicher Liebhabersind."
Au darf (Ernst Jakob von), Hauptmannüber eine Compagnie der Breßlauer Stadtgar-nison, ein wohl erfahrener Ingenieur. Er gabeinen Discours von der Kriegsbaukunst zu Breß-lau 1600 Fol. mit Kupf. heraus, der den selte-nen Büchern bcygerechnet wird. Audovf st.1706. Iöcher und Scheibe!.
si. H.^j Audran (Benedikt I.). Jouberrhalt ihn weit unrer Gerard; doch rühmt er seinekorrekte Zeichnung, und die sorgfältige Bestimmt-heit im Ausdrucke der Köpfe, und in den Ex-tremitäten. Seinen kranken Alexander nach leSueur heißt er ein sehr ausgezeichnetes Blakt,welches auf der Versteigerung von Silvestre(Abdruck vor der Schrift) für 96 Frkn. (^) er-standen wurde, so wie seine Schlacht und Triumphvon Constantin nach le Brun, in eben solchenDrücken, auf der Versteigerung von St. Aveöfür 129 Frkn. Mßli l. 67 nennt von ihm, alsmeisterhaft: Davids Sieg über Goliath, nachD. Ricciarelli, aus der alten französischen Ga,
lerie, dort irrig dem Michael Angelo zugeschrie-ben. Dann ll. 269 Taufe Christi, nach F. Al-bani, aus eben dieser Galerie, ei» großes Blatt.Ferner lv. 119 Die Niederkunft der KöniginMaria von Medicis, und die Auswechslungder Prinzessinnen von Frankreich und Spanien ,beyde aus der bekannten Luxemburgischen Galerie,nach Rubens.
sl. IlI Audran (Carl oder Karle). Iou-berr hält die H. Familie nach Likian für seinMeisterstück. Dann nennt er, als andre seinervorzüglichsten Blatter: Eine Verkündigung nachLudwig (nicht nach Hannibal, wie es gewöhn-lich heißt) Carracci ; eine St. Catherina vor derH. Familie, mit vielen Engeln, nach I. Stella,und eine Himmelfahrt der H. Jungfrau, nachZampicri. Andre Meister, nach denen er gesto-chen hat, sind: Melini, Valesio und Simon Vouet . Dann kennt man von ihm ein PaarBildnisse: Heinrichs von Bourbon und PeterLegiers. Lar! führte auch eine» Kunsthandel,in dem man z. B. geätzte Blätter von HermannSwanefeld fand, welche späterhin unter derAdresse von P. Mariette erschienen waren.
sl. II.^ — — (Claudius!.). Selbst Hei-necke fand es nicht der Mühe werth, Mehrals ein Paar seiner Bildnisse (z- B- Galiläi's,ohne andern Namen als den seinigen) zu nennen.Dann eine Folge von Engeln in Halbfigurenmit den Leidensinstrumenlen in Quarto 7 ebenso; und eine Carwuche: Sitzende Frau, welcheeine Krone halt, mit den Worten: tzuocl nemoretcxit, nach H. Carracci.
sl. il.^j — — (Claudius !!.). Daß erbey Johann Wicrx gelernt, wie das Lex. sage(bemerkt einer unsrer Freunde) sey ein Verstoß,da dieser früher gelebt habe. Dann bedauertJouberr, daß er, gleich seinem nachfolgendenBruder (und wahrscheinlich mit minderm eignemGenie) sich le Brun's Kunstdespotismus unter-worfen, und dieses ihn an mehrerer Entwicke-lung seiner malerschen Talente behindert habe.Immerhin hielt le Brun ihn für tüchtig, sichseiner zu verschiedenen seiner großen Arbeiten,wie z. Ä. der Schlachten Alexanders zu bedienen.Dann nennt man als eigene Werke von ihm:Das Wunder mit den fünf Brodtcn für NütreDame zu Paris , und die Enthauptung Johan-nis für die Karthause ebendaselbst. In 1681wurde er zum Professor und -684 (zugleich sei-nem Todesjahr) zum Akademiker gewählt. SeinAufnahmsbild, die Einsetzung des Abendmahls,gehört zu seinem Mittelmäßigen. Der damalsallgemein bewunderte Styl seines Gönners warseine Schule, und die affektirte Nachahmungdesselben in Komposition, Zeichnung und Kolo-rite trug wohl das Meiste zu dem Ruhme desUnsrigen (so wie noch so Vieler seiner Kunstge-nossen) bey. Gestochen nach ihm haben z.B. Bene-dikt Audran das Abendmahl; Gerard Audran einen St. Bruno, Johann Audran (a. Ii. wiederBenedikt) das Wunder mit den fünf Brodten G),und N. Tardicu eine Fortsetzung (?) des Mai-gemäidcs von der Enthauptung des Täufers G).
^!. n.^ — — (Claudius !!!.). AntonWatteau war sein Schüler.
(-) Dieß Blatt gemeinschaftlich mit P. Laurent.
(-) Heller (Handb.) sagt wohl irrig für — 599 Frkn.
(Z) Jni Kleinen findet sich dieses letztre auch, von einem Unbekannten, für Ligny's Hiscoira cl« lesusLtirisc, k-ivr. V. gestochen.
( 4 ) Eine Erklärung hierüber s. im Lee.