Buch 
Die Beleuchtung mit Gas aus Stein- und Braunkohlen, Torf, Oel, Fett, mineralischen und vegetabilischen Harzen ... : mit vorgängigen Untersuchungen über den Gehalt dieser Brennmaterialien an Wasser- und Kohlenstoff, ihr Leuchtvermögen und ihre fabrikökonomische Anwendung, nebst statistischen Angaben über die Gewinnung derselben in Frankreich, England, Belgien ... und einer Beurtheilung der neu vorgeschlagenen Verfahrungsweisen bei der Gasbereitung / von Pelouze dem Vater ...; und mit Analysen und kritischen Bemerkungen von ... Pelouze dem Sohn ...; ins Deutsche übertragen von H. Bruhn
Entstehung
Seite
2
JPEG-Download
 

2

Es dürfte vielleicht manchen Leser Wunder nehmen, daß ein sogroßer Theil des Buches nicht dem Hauptgcgenstande, sondern demBeiwcrke gewidmet ist; denn die Geschichte der fossilen Brennmate-rialien, der Ocle, Harze und Fette, das Statistische über das Vor-kommen dieser Substanzen, die Untersuchung ihrer eigenthümlichenEigenschaften, ihrer Heiz- und Leuchtfähigkeit, nimmt wohl eben soviel Raum ein als die eigentliche Beschreibung ihrer Benutzung aufGasbereitung. Wir glauben uns jedoch einer Entschuldigung enthe-ben zu können; denn das Ganze der Gasbeleuchtung in allen ökono-mischen und technischen Beziehungen wird wesentlich durch die Naturund den relativen Werth des zu verarbeitenden Stoffes bedingt, undwir schmeicheln uns überdem, daß die nicht gerade streng zur Gasbe-leuchtung gehörenden Erörterungen, wie die über verschiedene Benuz-zung der Stein- und Braunkohle, des Torfes und der Erdharze,sowie die statistischen Nachweisungen über die Gewinnung jener Brenn-materialien in Frankreich , Belgien und England, nicht unwillkommensein werden. Ganz abgesehen von der Gasfabrication, laßt sich dererste Theil dieses Buchesvon der Statistik und der Be-schaffenheit derBrennmaterialien" als ein besonderes Werkbetrachten, das wir so vollständig als möglich auszustatten bemühtwaren.

Wir wollen nun die im ganzen Werke abgehandelten Gegenständesummarisch durchgehen.

In der ersten Abtheilung des ersten Theiles findet man einegeognostische Uebersicht der Steinkohlengebirge im Allgemeinen, sowiedie Statistik der Steinkohlengewinnung-m-Frankreich, England undder belgischen Provinz Hennegau . Die französische schließt mit dem31. Decbr. 1836. Wahrend des Druckes dieser Schrift hat die Berg-werksverwaltung den Bericht vom 31. Decbr. 1837 veröffentlicht,welcher in einigen Puncten den von 1836 modificirt. Da wir jedochden spätern Bericht mit dem erstem nicht zusammenstellen konnten,haben wir den von 1836 beibehalten und die Ergebnisse des Jahres1837 als Anhang (Cap. 9. S. 209 ff.) zur statistischen Vergleichungbeider hinzugefügt. In Betreff der Steinkohlen (Stk.) im Hennegau ha-ben uns die Verwaltungsberichte und officiellen Nachrichten gefehlt; wirschmeicheln uns jedoch, diese durch unermüdliche und specielle Nach-forschungen, die wir während eines sechsmonatlichen Aufenthaltes inBelgien anstellten, hinlänglich ersetzt zu haben. Man wird überdiessehr gründliche Nachweisungen, deren Genauigkeit wir verbürgen kön-nen, über alle Nebenumstände finden, welche bei der Stkförde-rung in jenen Gegenden in Betracht kommen, z. B. über den Han-delsverkehr mit Kohlen, die Natur der Ablagerung, die verschiedenenEigenschaften, den Transport derselben u. s. w.; über die Wasser-straßen, die Gattung der herkömmlichen Fahrzeuge, die verschiedenenAnstalten, welche auf die Kohlenförderung Einfluß haben, z. B. die