Grster Theil.
II. Abtheilung.
Geognostische Rundschau.Nachforschungen nach brennbaren Mineralien; Merkmale; Förderarbeiten.
ErÜes Kapitel.
Betrachtungen über die Natur des Gesteines; die Zusammensetzung derGebirge, und was in Bezug auf die brennbaren Mineralien darausgefolgert werden kann.
i^ec Gesammt-Ueberblick eines Gebirges, die allgemeinen oder beson-deren Formen seiner Masse, die zufälligen Eigenschaften, welche es be-sitzt, die topographische Ausdehnung einer in kurzen Absätzen unterbroche-nen Kette eines und desselben Gesteines oder mehrerer Arten desselben;alle diese Umstände haben durchaus keinen Einfluß auf die geognostischeConstitution des Gebirges, wie wir es, in Bezug auf brennbare Minera-lien, welche wir darin zu finden hoffen können, zu betrachten haben.Bei dem Nachforschen nach diesen nutzbaren Substanzen dürfen unsnur die charakteristischen Eigenschaften der Elemente des Gesteines lei-ten, welches wir ausbeuten wollen, und wir müssen es in Hinsicht sei-ner besonderen Zusammensetzung sowohl als seiner Lage erforschen; un-glücklicherweise aber treffen wir für diese für unsere Industrie so wich-tige Untersuchungsart gewöhnlich sehr geringe Merkmale an der Erd-oberfläche an, und nur die unterirdische Beobachtung kann uns fastallein zu einer etwas näheren Erkenntniß der mineralischen Massenführen. Wir haben fast in allen Fällen eine aufmerksame Untersuchungdes Gesteines, der Ufer der Bäche, der Hohlwege und Schluchten, derzufälligen unterirdischen Vertiefungen, der Abhänge jeder Art u. s. w.vorzunehmen. Zählt man nun aber die bisher mit Nutzen betriebenenGruben brennbarer Mineralien, befragt man das über ihre Entdeckunggeführte Protocoll, so wird man sich überzeugen, daß nur der kleinsteTheil von ihnen seine Auffindung unseren wissenschaftlich angestelltenNachforschungen verdankt; während der größte Theil uns durch Zufallbekannt geworden ist.