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Die Beleuchtung mit Gas aus Stein- und Braunkohlen, Torf, Oel, Fett, mineralischen und vegetabilischen Harzen ... : mit vorgängigen Untersuchungen über den Gehalt dieser Brennmaterialien an Wasser- und Kohlenstoff, ihr Leuchtvermögen und ihre fabrikökonomische Anwendung, nebst statistischen Angaben über die Gewinnung derselben in Frankreich, England, Belgien ... und einer Beurtheilung der neu vorgeschlagenen Verfahrungsweisen bei der Gasbereitung / von Pelouze dem Vater ...; und mit Analysen und kritischen Bemerkungen von ... Pelouze dem Sohn ...; ins Deutsche übertragen von H. Bruhn
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Fig. 4 ist ein Längenschnitt der Retorte mit Zubehör und einesTheils des Ofens, worin sie liegt.

Fig. 5. Vorderansicht des Trichters, nebst Kolbenstange, wodurchdie Kohle in die Retorte geschafft und als Coaks wieder hinausgeschafftwird.

Fig. 6. Derselbe Apparat mit einem Zahneisen, um die Kolben-stange in Bewegung setzen zu können.

Fig. 7. Trichter nebst Stange im Durchschnitt, mit einem dasZahneisen in Bewegung setzenden Getriebe.

Fig. 8. Standriß des Ofens mit drei Retorten; an der mittelstenRetorte sieht man den Trichter mit offenem Deckel.

Fig. 9. Ansicht desselben Ofens von hinten, mit dem Gasrohrund den Cylindern zur Entladung der Coaks, die in einen Behältermit Wasser tauchen.

Dieselben Buchstaben bezeichnen gleiche Gegenstände in den Fi-guren.

4.. Trichter, um die Kohle in die Retorte zu lassen; u Deckel,durch Charniere aufgehend; seine Ränder fassen in eine um die Spitzedes Trichters gehende Rinne b, die mit feinem Thon, Sand oder einemandern Stoff gefüllt ist, um einen hermetischen Verschluß zu erhalten,c Klappe aus Eisenblech im Innern des Trichters, kann vermittelstder Kurbel e auf- und zugedreht werden. Fig. 5 und 6.

6. Cylinder mit Kolbenstange, um die durch den Trichter in dieRetorte geschütteten Kohlen vorzuschieben und zugleich die nach erhalte-nem Gase entstandenen Coaks hinauszuschieben. In Fig. 4 sieht maneinen Längenschnitt und in Fig. 5 einen Querschnitt der Kolbenstange;sie wird durch die Kurbel i bewegt, geht durch die Schraubenmutter gund die mit in Oel getränktem Hanf versicherte Stopfbüchse ü.

6. Die an ihrer Mündung sehr weite Retorte. Sie ist an denverschiedenen Verbindungsstellen, K I, fest durch Schrauben angezogen.

v. Ansatz, in welchem die Retorte mündet.

L. Entladungs - Cylinder für die vom Gas befreiten Coaks; tauchtin den Wasserbehälter lb, damit kein Gas verloren geht.

6. Gasrohr, dessen konisches Ende in den Recipienten 8 führt, inden sich die condensirten Stoffe sammeln, welche durch den Hahn mabgelassen werden.

I. Deckel, welcher den Ansatz V an der Retorte verschließt undbeim Reinigen derselben abgeschraubt wird.

8. Ofenthür.

Die Menge Kohle, welche zu jeder Ladung genommen wird, rich-tet sich nach der Größe der Retorten; gewöhnlich aber besteht sie aus18 bis 20 Pfd.

Man beginnt damit, die Klappe c vermittelst der Kurbel e zuzu-chließen, öffnet dann den Deckel u und schüttet die nöthige QuantitätKohle in den Trichter. Nachdem der Deckel geschlossen ist, wartet man,