man Bergkwerck zu bawen anfangen sol.63in den erstentrog, der ander schöpfft vnd geust es wieder hienauff in den andern trogdeßgleichen thut der 3. 4. 5. 2C. biß der letzte die Wasser in die Gerin des Stollensaußgeust, wie in gegenwertiger Figur deutlich zu sehen ist.Capitel des vierdten Theilß.Der vierdte Theil saget von Ertz-scheiden, Quatzschen, Durchwurff, Räder,Siebwaschen, Puchwercken, Ertzwaschenund Wende Herren.Von Ertzscheiden vnd Quaͤtschen.Jeweil die Gänge oder reichen Ertz selten rein, sondern mit Bergk vermi-schet seyn, vnd man dieselben in den Gruben forein nicht aushalten kan, so erfordertdie notturfft das man zu verhütung grosser Hüttenkost, das reine Ertz von den Bergscheidet, damit die Silber, Bley oder Kupffer nicht in die vielheit der Schlackenversudelt oder verschmieret werden, Is derhalben nöhtig, das die güldigen reinenErtz, ehe man sie röstet vnd schmeltzet, von dem vnreinen vnd Bergkschußigen durch-klaubet vnd geschieden werden.So bald nun das Ertz aus der Gruben gefordert wird, bringet mans auffdie Scheidebanck, vnd scheidet oder schlägt mit einem Hammer die Bergkarth vondem guten vnd reinen Ertz, welche Arbeit nicht allein die Männer, sondern auchWeiber vnd Magdlein verrichten können.Das gescheiden rein Ertz wird in fäßlein, vnd das vermengte in Tröge ge-sundert/ damit man das gute in die Schmeltzhütten, das Bergkschüßige aber für diePuchwercke führen, vnd vber die Planzert waschen kan, vnnd nachmahls beyderleyin der Huͤtten schmeltzen möge.Die reichen derben gediegen Ertz von Silber, Glaß Ertz/ rothgüldig oderweißgüldig grau Ertz/ das quetschen die Steiger auff einen harten Stein/ oder einerdicken eisernen platten, verwahren dasselbe, biß das mans schmeltzen wil, in beson-dern verschlossenen faͤßlein.Dieweil auff dem Zellerfelt die Gänge ein, zwey, auch wol drey Lachtermächtig/ vnd offtmahls sehr Bergkschüßig seyn, werden die reinen Ertz, welches manStuffertz nennet, von den andern außgehalten, vnd absonderlich gelegt, vnnd gleichwie die andern gemeinen Ertz gepucht, vnd vber die Planherdt gewaschen, von den-selben werden die Stuffröst gemacht, deren jeder drey vnd dreißig Centner wieget,darumb man so viel Puchwercke haben mus/ deren etliche 6. 12. 18. 24. ja 30 vnndmehr Stempel haben, welche täglich vmbgehen, das Ertz puchen/ vnnd gleichwol dieZechen nicht alle befordern können.VOn dem Durchschlag oder Durchwurff.Er Sandt von den gepuchten Gräupeln, die trucken gebucht seyn, wirdaus dem Puchtroge zusammen geheuffet, oder von der Hallen bey der Gruben mitdem Rechen genommen, sol der Arbeiter oben in den Durchschlag werffen, welcherfünff Werckschuch langk/ vnd drey Werckschuch breit/ welches seiten außwarts han-gen, aus brettern gemachet, vnd an zweyen Stabeisen, die zu beyden seiten breit an-geschlagen sind/ auch mit eisern draten angebunden seyn/ Dieser Bodem ist von star-cken Eisern oder Küpffern drat geflochten, durch welche das gepuchte Ertz nicht ei-ner Erbsen groß durchfallen mag, welche grösser sind, dann das sie durch fallen, die-selbigen tregt der Arbeiter wiedrumb vnter die Puchstempel, aber die, so durchgefal-len sind, aus dem Sandt, lieset er in ein groß Faß, vnd behelts zur waͤsche, wann eraber seine arbeit verrichtet, so hengeter den Durchwurff mit zweyen Stricken anden Balcken auff.von
zuletzt gesucht
- Noch keine Suchworte
Letzte Trefferliste
Die letzte Trefferliste besteht aus Ihrer letzten Suche, samt Filter- und Sucheinstellungen.
AnzeigenSchliessen
Buch
Bericht vom Bergkwerck, wie man dieselben bawen und in guten Wolstandt bringen soll, sampt allen darzu gehörigen Arbeiten, Ordnung und rechtlichen Process / beschrieben durch G. E. Löhneyss
Entstehung
Seite
63
JPEG-Download
verfügbare Breiten