Ertz scheiden/ Puchen vnd waschen.67daß ist/ das der Stempel am negsten zum ersten felt/ darnach der mitler/ vnnd zu letztder hindere, so bleibt das Blech lauter vnd versetzt sich in die löchlein nicht, sonderndas Wasser führet den ledigen abgepuchten reinen Schlich vnverhindert hindurchmit welchem dann nicht allein mehr Schlich erhalten, sondern auch der Schlich grobvnd körnicht, vnd besser zu nutz gemacht wird, dann weil ichs im Werck also befun-den/ habe ichs zu fernerm nachdencken, einem jeden Bergkman vnnd Puchsteigertuertzlich andeuten wollen.Capitel des fünfften Theilß.Der funffte Theil saget vom vnter-scheit des Ertz/Röstens vnd Schmel-tzen derselben.Daß Rösten ausserhalb der Hütten.Je strengen Ertz werden vmb dreyerley vrsach willen geröstet,Erstlich, das daß vnarhtige feste Gestein, als Spadt, Blende, Hornstein Ertz, mür-be vnd todt gebrandt werde/ damit mans hernach desto besser Schmeltzen vnd zwin-gen kan.Zum andern, das ihnen die wildigkeit, als Schwefel/ Arsenicum, Erdtwachs/Blende/ Kobolt vnd dergleichen räuberischen vnarth/ abgebrandt werden/ dann derSchwefel verzehret die Metall im Rauch, wo ein starck fewr im Ofen ist, so macheter Schlacken daraus.Zum dritten, dieweil alle geröste Ertz sich frischer arbeiten, vnd lieber scheidenzthun.als die rohen vngebranten EDie Röstofen, so man haussen vnter dem Himmel machet, werden vmbherauff drey orten mit einer Maur vmbfangen, damit sie die Hitze des Fewrs zusamenhalten.Erstlich wird das Holtz/ so lang der Ofen ist/ kreutzweise gelegt/ drey odervier schichten auff einander, in die gerade vnd quer, darnach wird das Ertz darauffgeschüttet, erstlich das grobe, darnach das mittelmäßige, vnnd zu letzt das kleineste,welches bey zwey Schuch hoch geschuͤttet wird.Wann aber das Bley Ertz Röstens bedarff/ sol in dergleichen Herdt ge-stürtzet werden, allein das er ein wenig herfürhänge, da der Ofen offen ist, damitwann etwas von der Hitze schmeltzet/ das es fornen heraus fliessen kan.DAß roͤsten im Brennofen ist fuͤr strengevnarhtige Ertz.SJe strengen vnarhtigen/ hartfluͤßigen Ertz oder Sehlich/ werden in einenOfen gleich einem grossen Backofen, geröst, in welchem man das Ertz oder denSchlich einer Handt hoch schüttet, vnd wann der Ofen erhitzet ist, kan man ihn mitgeringem Holtz/ so lange er nicht wandelbar wird/ in steter Hitze halten.Man mag auch die Ertz brennen vnd röstenso lange man wil/ vnnd vermei-net/ das sie dessen gnug haben, Es sollen aber die Röstbrenner den Ertz oder denSchlich alle halbe Stunde, mit einer langen Eisern krücken, welche für dem Ofenin einer eisern Ketten henget, wenden vnnd vmbrühren, damit das Fewr seine wir-ckung desto besser haben kan, dann je bessr es gerüret wird, je busser sich das Ertz al-lenthalben brennet, wann aber der Schlich beginnet zu schwitzen, mus der eiserneBock gebraucht, welcher forne zwey eiserne Zacken hat, vnnd offt damit vmbgerüretwerden/ wie hernach weiter sol angezeiget werden.Das3 ij
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Buch
Bericht vom Bergkwerck, wie man dieselben bawen und in guten Wolstandt bringen soll, sampt allen darzu gehörigen Arbeiten, Ordnung und rechtlichen Process / beschrieben durch G. E. Löhneyss
Entstehung
Seite
67
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