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Bericht vom Bergkwerck, wie man dieselben bawen und in guten Wolstandt bringen soll, sampt allen darzu gehörigen Arbeiten, Ordnung und rechtlichen Process / beschrieben durch G. E. Löhneyss
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179
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anfangk vnd gebrauch der Muͤntz.179auch anderer feuchtigkeit berüret wird/ so lang biß er erkalt/ darnach puche ihn zu klei-nen stüfflein, vnd setze zu dem Wagner gelben Schwefel/ in gleichem gewicht, damitist der Magnet zugerichtet/ vnnd so man alßdan nur mit Wasser darauff tröpfelt, sofähret aus dem Magnet ein groß fewr, das alles was es berüret, verbrennen thut.Solches schreibet Serabion, ob welchem sich zuverwundern, das solches derMagnet thun solte/ dieweil es aber gewiß ist, das der Magnet eine verborgene Hitzein sich hat, die niemandt eusserlich sehen kan, oder an ihm innen wird, dann allein dasEisen/ das vnter allen andern Metallen nur allein seiner Natur/ vnd auch von gewal-tiger Hitze ist, welches aus dem abzunehmen, das es im Feur seine grosse Hitze fürandern Metallen augenscheinlich sehen lest/ also/ das auch die Flammen vnd brennen-de Funcken, stückweiß davon fallen, so wil ich solche des Serabionis meinung nicht wi-derfechten, daher liebet der Magnet das Eisen, vnd das Eisen den Magnet so hefftigsehr, als die beyde einer Natur seyn, vnd von einander gezeuget, dermassen, das er derMagnet/ gantz begierig auffs Eisen ist/ vnnd solches mit gantzer krafft an sich zeucht/dagegen das Eisen sich auch gegen ihm/ gleich wie lebendig erzeiget/ vnnd von stundenan/ an ihm springt vnd behengen bleibt.Es wird auch der Magnet Siegelstein genant, darumb, das die Schiffleu-te sich auffm Wasser oder Meer/ wann sie fern oder weit schiffen wollen, sich alleinnach ihm als ein Wegweiser richten müssen/ nemblich nach dem zünglein in den Com-pasten, die mit dem Magnet bestrichen seyn.Der achte Theilsaget von anfangtund gebrauch des Geldes, vnd beschi-ctung der Muͤntze rc.Von anfangk vnd gebrauch des Gelts.Alß Adam vnser aller Vater von GOtt geschaffen ist, hat die Erde allesherfür bracht/ was dem Menschen zu auffenthatung seines Lebens von nöhten war/Nach dem aber der Menschen Geist hat auffgehaben den gehorsamb gegen GOtt/so hat die Erde(welche des Beda meinung nach, für der Sünde) kein Vnkraut oderGifft herfür bracht) hernach aber an statt der guten Früchte, Distel vnd Dörner ge-tragen, also das sich der Mensch mit vieler arbeit nehren mus sein lebenlangk.Daraus abzunehmen, das im anfangk bald nach dem fall Adae, keine Handthie-rung oder Kauffmanschafft sey getrieben worden, sondern als hernach die zahl derMenschen te lenger se grösser worden, haben sie angefangen eines gegen dem andernzuverwechseln vnd zuvertauschen/ Inmassen Abel(als ein Hirte) den Coin Fleischgab/ hergegen Cain(als ein Ackerman) dem Abel Korn und Geträyde.Für der Sündtsluth hat ein jeder Haußvater sein eigen notturfft, für sich,sein Hauß vnd Gesinde gebawet, vnd hat ein jeder seine hülle vnd fühle gehabt, wie esihm sein Acker vnd Viehzucht getragen vnd gebracht hat/ da schon gewerbe gewesen/hat man gewechselt vnd gebeutet, vnd Wahre vmb Wahre gegeben, wie noch bey et-lichen Völckern der brauch ist.Diese arth/ die eine Wahre gegen der andern zuverwechseln vnd außzutau-schen/ hat gewehret biß zur zeit der Trajaner, inmassen Homerus vnd Justinus mel-den/ vnnd ist solche Parthierung oder Wechseley/ eine lange zeit bey den Heyden imgebrauch blieben, wie Homerus des Tauschens an vielen örtern gedenckt, das manVieh vmb Harnisch geben/ etc.Nach dem aber die Boßheit vnd Spitzfinnigkeit der Menschen gewachsen/vnd man die vngelegenheit wargenommen hat/ das ein ding gegen dem andern/ in weitabgelegene örter zuführen, beschwerlich sey, so hat man(inmassen Aristotelessagt) den gebrauch des Geldes erdacht, damit also ein jegliches ding gegen dem an-dern3 ij