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Bericht vom Bergkwerck, wie man dieselben bawen und in guten Wolstandt bringen soll, sampt allen darzu gehörigen Arbeiten, Ordnung und rechtlichen Process / beschrieben durch G. E. Löhneyss
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93
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Rösten vnd Schmeltzen der Ertz.93dann das zerlassene Werck pfleget vntersich zu Graben, vnd die Asche zu heben, wannwas kaltes oder Brod darinnen ist.Wann der Herdt auffs vleißigste zugerichtet, vnnd das Werck darauff ge-setzt vnnd mit dem eisernen Treibhut oder ZiegelGewelbe, welcher inwendig mitLehm bestrichen/ vnd an einen Kranichzug henget, gedeckt ist, vnd zwey Treibhöltzervnter gestossen, so lest man an, sol alß dan der Abtreiber zusehen, das es wol glöte, vndkein Silber mit einschiesse.Wann nun das Werck zergangen vnd geschmoltzen ist, so streichet der Mei-ster das vnreine, so auff dem Werck schwimmet, abe, das heisset der Abstrich solchevnreinigkeit bleibet nach dem schmeltzen in Werckscheiben, von Kieß, Spieß vnndBleyschaum/ was sich nicht abstreichen lest/ dem hilfft man, das es vor der Glöthe-raus fleust/ und weil es schwartz ist/ nennet mans abstrich/ wann nun der abstrich he-runter ist/ so folget die Glöt.Darnach, wann das Fewr vnd Geblaß recht regieret wird, so treibet dasGeblaß die Glöt vnd Silber zu Rande, etlich Bley zeucht in den Herdt, oder dren-eket sich drein, das lest man wieder durch den Ofen gehen, oder frischt es weder an-so wird angefrischt Bley daraus, es gehet ihm aber im anfrischen der dritte theil ab.Dann weil das Febr dem Bley seine natürliche feuchtigkeit vnd kälte ver-zehret, so wird es härter, die Glöt gibt wieder Bley vnd guten Zusatz, vnd dienet denTöpffern zu ihrem glaßüren, Man trucknet auch nasse vnnd fliessende Schädendamit/ vnd wann die Kinder fratt werden, stosset mans, vnd sirewets darein, es gehetauch viel Bley im Fewr vnd Rauchweg, vnnd leget sich am Treibhut, Herdt vndWandt an/ das ist ein gelber vnd sehr gifftiger Hüttenrauch.Wann nun die Bley vom Silber also durch das Fewr vnd geblaß abgetriebenoder gescheiden wird, so wil das Silber blicken oder lauter werden, vnd kriegt seineweisse blümlein oder wölcklein/ wann diese vergehen oder verschwinden, so blickt vndleucht das weisse Silber herfür.Darauff stehet das Silber im Herde stille, vnd man schützet eilent ab, danndas Fewr vnd Geblaß thut dem lautern Silber schaden, vnnd verzehrt es, weil keinBley mehr darbey ist, wie man dann ein fein Silber im Windtofen gar zu Pulverbrennen kan, wann es mit Glaßgallen oder frischem Bley nicht erfrischet oder erhal-ten wird.Damit aber der Blick Silber baldt gestehe oder hart werde, vnd nicht ver-rauche, kühlet man es abe, man geust aber das Bier oder warme Wasser nicht alß-bald auff das heisse Silber, sondern darneben auff den Herdt, das es zuvor erwär-me/ dann grosse Hitze vnd Kälte leidet sich nicht bey einander ohn schaden/ wie manin grossen Wettern siehet.Wann nun der Blick oder Silber nicht wol getrieben, so henget sich wil-digkeit und vnreinigkeit vnten an daß Silber, das heisset man ein Bleysack, es blei-ben offtmahls auch Hanen vnd Silberkörner in dem Herdt, die hawet man aus, vndwerden dem Blick im Silberbrennen wieder zugesetzet.Wann der Blick abgeklopfft, vnd mit einer Meßingkratzbürsten abgeputzt,gesäubert vnd gewogen ist/ antwortet man das Silber in des Fürsten Zehendten/ dawir es wieder auffs schärffste gewogen, vnd weil die Hüttenproben vnd angeben offi-mahls sehr vngewiß seyn, entweder vmb der Vorsteher vnvleißiges probiren, oderwie man vorgeben wil, vmb der hinterstelligen wildigkeit willen, so im Werck bleibt,vnd davon abgestrichen wird/ so trifft es selten ein/ vnd man findet gemeiniglich mehr/offt auch weniger, dann das angeben gewesen ist, vnd so viel vom Abtreiben.WOm Silberbrennen vnter der Muffel.mij Silberbrennen ist zweyerley, eins ist vnter der Muffel/ welches nur mitsollen geschicht, Das ander ist vnter dem Holtz fürm Gebläß.WilMiii