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Bericht vom Bergkwerck, wie man dieselben bawen und in guten Wolstandt bringen soll, sampt allen darzu gehörigen Arbeiten, Ordnung und rechtlichen Process / beschrieben durch G. E. Löhneyss
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99
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schmeltzen der Kupfferertz.99g.DEricht des schmeltzens zur Seiger arbeit.Vn die Kieß oder Kupfferertz zu Stein gemacht seyn, sol man den SteinRösten vnd durchstechen, vnnd dann zum Kupffer machen, Brennen vnd Rösten, soman in solcher arbeit ist, kan man nach des rohen steins, vnnd des durchgestochenSteines Halt, der Probe nach wissen, was man für Kupffer vnd Silber darin hat.So nun der Stein zu dem Kupffer machen aller dinge fertig vnd gebrantist, so nimb desselben eine gemeine Probe durch einander, vnd probier ihn eine Probzwo oder drey auff Kupffer, vnd dann das Kupfer auff Silber, so fern nun der Kup-Ferstein, so gar vngleiches Halts/ nicht vnter einander kommen ist, so findestu imHalt einen geringen, auch bißweilen gar keinen vnterscheit, dann siehe, ob solcher desKupffers Halt vom Rost, mit dem vorigen Halt, der in dem durchgestochen Steinfunden, vberein komme/ das verstehe also: Ob du das Silber in den Rost alles hast,wie du es in den Kupfferstein gefunden, wann sich aber vmb drey oder vier Loth ge-gen einander ein vnterscheidt findet, so nimb daraus das mittel, vnd mach deine Zu-schlaͤge nach diesem Exempel also:Ich habe in einem gebranten Rost durch die kleine Prob befunden, dasCentner/ halten ¾ Centner Kupffer, vnd desselben Kupffers helt ein Centner 20 lothSilber darauff wege ich dem Schmeltzer zwey Centner des Rosts ab, vnd laß diesel-ben vnterschietlich einen Hauffen nach den andern, je auff einen hauffen zwey Centner Rosts setzen, vnd wege einem jeden theil sein gebürlich Bley zu, das allewege auffein Loth Silber, das im Kupffer ist, 18 Pfundt Bley, vnd wofern dasselbe gut ist/ 17Pfundtkommen/ vnd zu dem abgewogenen hauffen Rosts gewogen wird/ vnnd weilzwey Centner des Rosts drey viertel Centner Kupffer halten, vnnd zu einem Stückdurch geschmeltzet wird, so halten drey viertel Centner kupffer, der gemeinen Probnach 15 loth Silber, wieg darauff 15 mahl 17 pfundt Bley, kommen zwey Centnerund 35 pfundt Bley darzu.Es ist aber zu mercken, wann man die Zuschläge des Bleyes machen wil-mus man wissen, waß das Bley helt, helt der Centner ein oder zwey loth Silber, somus auff dasselbige Silber/ so das Bley in sich helt, auff jedes loth Silber 17 pfundtBley gerechnet werden, dann die Seigerwerck müssen nicht mehr dann 7 loth halten, halten sie darüber, so ists ein zeichen das die künstöcke zu reich bleiben/ vnnd dasSilber nicht alles aus dem kupffer kömpt.Darumb/ wann man Bley hat/ das Silber helt/ kan solches zu den reichenkupffern nicht genommen werden, dan die frischstück werde zu groß/ vnd bekommenzu viel Bleyes/ und wird das kupffer mit dem Bley durch den Seigerofen gehen/ da-durch dann schade geschicht/ Wann man aber Stein hat oder arm kupffer/ zu zehenoder zwölff lohten/ darzu könte es wol gebraucht werden/ sonderlichen, wann das kup-fer davon gut werde, mus der Zuschlag exempels weise, also seyn:Ich befinde durch die Prob/ das zwey Centner geröstes steins, drey viertelCentner kupffer halten, vnnd ein Centner des tupffer 12 loch Silber, darauff rechneich das gebürliche Bley, auff jedes loth Silber 17 pfundt, vnnd weil ich kein anderBley habe, dann das der Centner zwey loth Silber helt, damit kommen auff die 9loth Silber im kupffer/ von wegen des Silbers im Bley, zu einem stücke zwey Centner/ vnnd ein pfundt des zweylöhtigen Bleyes/ Man pfleget aber zu einem solchenfrischstück nicht eitel matt Bley zu nehmen, oder das Silber helt, sondern man ver-mengets mit frischem Bley/ damit die Silber desto reiner heraus kommen, doch musofftmahls auß mangelung frisches Bleyes/ solch matt Bley genommen werden.Auff den gemeinen Seigerhütten pflegt man an statt des frischbleyes, mitHärt vnd Glöt die zuschläge zu machen, vnd rechen den abgangk, was demselben imfrischen möchte abgehen/ herab/ vnd wird allewege an statt 100 pfundt frischbleyes/125 pfundt Hart vnnd Glöt genommen, jedoch müssen sie die Glötvnnd Härt mitfrischbley auch erfrischen/ dann sonsten müsten sie zuletzt/ wan das Härtbley zu mattwürde, schaden leiden.NijSolches