Der siebende Theil saget von160Kiesen/oder dem rohen Schlackenstein der davon kömpt, beweisen, welche nach ihremRösten nicht so viel Silber geben, als wann sie rohe durch den Ofen geschmeltzt wer-den/ Dieweil aber das Rösten in gemein im grossen Werck mit der mennig an einan-der liegen mus/ dargegen im Probierofen vnnd kleiner Probe wenig Ertz zu Rösteneingesetzt, vnd darzu in einem verdeckten Feror, in kurtzer zeit geröstet wird, achte ichsfür gewisse, das durchs Rösten solchem wenigen Ertz im Probierofen am Halt desSilbers nicht kan entzogen werden.Obolt Ertz ProbierenElanget die Kobolt Ertz, der sind mannicherley, etliche frisch, etliche milt,schwartz und graw, gehen eins theils im Probieren gerne ins Bley, aber solch Bleydas vom Ansieden kömpt, wird von wegen des Kobolts, den es in sich gezogen, auchschwartz vnd roth, also das er hernach die Capellen angreifft vnd zertreibt, Derwegenmus mans nach dem ersten Ansieden, zuvorn auff einen Scherben, von seiner wildig-keit Seigern vnnd noch einmahl schlacken lassen, so wird er weiß, unnd gehet auff derCapellen rein ab, Man möchte auch wol den eingewogenen Kobolt in den Probier-scherben, ohn Bley in Ofen setzen vnnd verrauchen lassen, wie dann etliche allein eingrawen Aschen, etliche aber gar verbrennen, vnnd auff dem Scherben nur ein schwartzKorn lassen derselbigen Aschen oder zurückgelassenen Korn, setz ein wenig Bley zu-so gehet es gerne darein, vnd auff der Capellen rein ab, vnnd findet sich der Halt demandern Probieren gleich.Die Probe durch welche man den rechtenvolligen Halt finden kan.VIne Frage, Ob das Probieren die Ertz mit dem Bley also auff dem Scher-ben anzusieden, vnd auff der Capellen abgehen zu lassen, die rechte weise sey, dardurchderselbige Halt/ wie viel das Ertz Silber in sich hat/ grüntlich gefunden werden kan.Dem wird geantwortet, daß es wol das rechte Probieren ist, nach welchem man dieSchmeltzwerck richten vnd anstellen kan, Aber der rechte Halt, so viel das Ertz Sil-ber in sich hat/ wird nicht dardurch gefunden, solches zu erfahren thue ihm also:Sehe eine grosse Capellen, wie zu dem Kupffer auff Silber zu Probierengebraucht wird, die wol abgewermt sey im Probierofen, vnd 16 Ceniner Bley drauff,laß anfahen zu treiben, trage alßdan einen Centner des geriebenen Ertz, so in viel theilgetheilet vnd in kleine Pappierlein gethan seyn sol/ nach einander darein.Wann nun ein theil erstlich darauff kömpt, so wird sichs auff dem Bleyvnarhtig stellen, vnd solches gar bedecken, das laß dich aber nicht irren, thue ihm vonerst ein wenigkühl/ vnd dann heiß/ so schlackt es bald auff der Capellen, vnd die Schla-cken vergehen, Wann sie nun vergangen sind, so setz ein ander theil vom Ertz auffsBley, das wird sich auch also erzeigen, wie das erste, vnnd bald auff dem Bley schla-cken, welche Schlacken auch bald von der Capellen abgehen, setze also die theil Ertzalle eintzlich auffs Bley/ so gehet alles auff der Capellen ab, das es nicht viel anders sie-het/ als wann sonst ein werck darauff abgangen were.Auff diese weise können alle Ertz, sie sind flüssig oder streng, deßgleichen ge-schmelzter Schlacken vnd Kupfferstein Probiert werden, durch welches du dann ei-nen zimblichen vnterscheidt finden wirst/ Aber diß Probieren ist in gemein nicht zuge-brauchen, dieweil die Ertz ohn Schlacken machen nicht können geschmeltzt werden/sondern von allen Ertzen die man schmeltzt, Schlacken werden, die nicht gar ohn Sil-ber bleiben. Derwegen ist das gemeine Probieren mit dem Ansieden auff dem Scher-ben/ davon auch Schlacken werden, die dan so gar ohn Silber nicht seyn können/ vmbdes schmeltzens willen am besten zugebräuchen.Habe
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Buch
Bericht vom Bergkwerck, wie man dieselben bawen und in guten Wolstandt bringen soll, sampt allen darzu gehörigen Arbeiten, Ordnung und rechtlichen Process / beschrieben durch G. E. Löhneyss
Entstehung
Seite
160
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