Der siebende Theil saget von168Es gibts die erfahrung, das die armen eingesprengten Kupfferertze nicht garrein brechen, sondern viel Puchwercks, als eingesprengtes Kieß vnd suptil Kupffer-glaß im Gebirg führen, vnnd doch im Puchen vnd im Wasser sich gern davon schei-den/ vnd in die enge bringen lassen, das man wisse, dass dieselben auch zu gutem Nutzvnd Vberschuß gearbeitet werden können, das sonst nicht geschehe, wann sie in dieweiten also eingesprenget, schlechts roh solten geschmeltzt werden.Anlangent die armen Schiefer, die gar wenig Kupffer halten, die sind nichtwol in die enge zubringen, dann sie stehen des mehrentheils im Wasser auff, vnd sindflüchtig/ wiewol man etliche darunter findet, die sich im Wasser scheiden, vnnd einenSchlich geben/ sich auch in die engebringen lassen/ dieselbigen mag man probiern vndzu gut machen, gleich den armen Kupfferertzen.Darnach stehet in etlichen Schiefern der Kupfferkieß sichtiglich eingespren-get/ und stramicht, die sind solcher gestalt zu Probiern, oder aber roh vnter einander/oder den Schiefer sonderlich, ob vielleicht der Schiefer auch Kupffer gebe, das mansich im schmeltzen darnach richten kan.Was andere eingesprengte Kupfferertz, als schöne Lasur, Kupffergrün,oder braune reiche Kupfferertz seyn, die kan man im Wasser von ihrem Gebirge nichtwol scheiden, dann sie sind sehr leicht, vnnd lauffen nicht ins Gewicht, wie die Kießthun, sondern gehen im Wasser wegk, darumb sollen dieselben erstlich auff Silberprobiert werden, halten sie keins, wie sie gemeiniglich arm am Silber seyn, so ist nichtviel damit zuversuchen, halten sie aber Silber, so glüe dieselben Ertz hart, vnnd leschesie in einem kalten Wasser jähling ab, so läufft, was reich eingesprengt Kupfferertzist/ in suptilekörnlein zusammen/ die puche oder reibe klein/ und zeuchs in einen Schlich/so es sich dann scheidet, so kanstu dich im grossen Feur, wie viel es Schlich setzet, auchdarnach richten, Wie aber solche geringe Kupfferertz in einem kleinen öflein zuversu-chen seyn/ sol hernach folgen.Ie man geringe eingesprengte Kupfferertzin einem Quärtz zu nutz bringen kan.GEil die geringen in die Quärtz eingesprengten Kupfferertz, von wegen derhärte in grosser mennige nicht wol gepucht, viel weniger ihrer vnflüssigkeit halben,durchgeschmeltzt, vnd zu nutz können gebracht werden, dann der Quärz so eine hartemateria ist, ehe der im puchen klein genug wird/ machet er das eingesprengte Ertz sup-til/ vnd im Wasser auffstehent vnd flüchtig, so kan kein gewisser, bequemer vnd besse-rer Weg auff solche Kupfferertz gefunden werden, dann das mann dieselben in einemsonderlichen darzu gemachten hohen Rostofen, wie zuvor bey den Rösten der Golt-ertz gedacht ist, gar starck röstet, vnnd wann es in grosser glut also daher brennet, dasman jähling ein Wasser darauff schlag vnd abkühle, so erschrickt das Metall in demErtz/ vnnd läufft körnerweiß im Quärtz zusammen, welche schwer werden, vnd imWasser fast sitzen bleiben, das man sie darnach heraus schlemmen vnd scheiden kan,was aber nicht rein Kupffer wird/ das wird doch zu guten und schweren Kupfferstein/das also die quärtzigen Kupfferertz, wann sie geröst, in grosser mennig gar leichtlichherdurch gepucht vnd gewaschen, vnd kan hernach desselben Schlichs in einer schichtso viel durchgeschmeltzet werden, als des rohen Ertzes, davon der Schlich gemacht,in zehen oder mehr Schichten.Von probiern der Kupfferspeissigen Ertz.Sbrechen Ertz/die nennet man Kupfferspeissige Ertz, wann die einmahlangesotten sind, so gehet das Werck oder Bley auff der Cappellen nicht ab, es wirffteinen rendt auff /frist sehr ein/ und macht die Probe falsch/ so man diß an einem Ertweis/ so sol das Werck oder Bley das von dem ersten ansieden kömpt/ vnnd von denSchlacken
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Buch
Bericht vom Bergkwerck, wie man dieselben bawen und in guten Wolstandt bringen soll, sampt allen darzu gehörigen Arbeiten, Ordnung und rechtlichen Process / beschrieben durch G. E. Löhneyss
Entstehung
Seite
168
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