Der siebende Theil saget von176beyläufftig in der kleinen Probe findet, welches ich allein dem vblichen vnd lang her-gebrachten Puchen, in dem die Puchstempel nicht dermassen fallen, als ich oben in derBleyarbeit berichtet habe, schult gebe, vnd achte, es solte dasselbe andere Puchen, obsschon auff zwitterwerck nicht versucht vnd angericht ist worden/ zu auffbreitung der-selben nicht vndienstlich seyn, sondern mehr Zienstein dardurch erhalten werden, vndist der Vernunfft gemäß, weil es dem Bley zuträglich, es würde es mit dem Zwittervnd Zienertz auch thun/ solches stelle ich in eines jeden bedencken vnd gefallen.Es kömpt offt manniche nützliche Arbeit durch versuchen an Tag, die vn-versucht mit nachtheil vnd schaden dahinden bleiben, wie dann das schmeltzen auff diealten verlegenen Zienschlacken auch auff eine newe weise, das man dieselben nichtdurch die Zwitteröfen wie zuvor, sondern vber einen gemeinen Schmeltzofen, dersonst zur rohen Schicht gebraucht wird, schmeltzet, vnd immer wieder setzet darauffnicht allein viel, sondern auch gut Zien gemachet wird.Das aber die Schmeltzer in gemein aus einem Fessel Zienstein nicht so vielZien machen, als aus dem andern, das ist nicht, wie sie es achten, des brennens vnndauffbreitens, sondern ihres vnwleissigen schmeltzens schult, sonst würde nicht so vielZien aus den Schlacken, wie jetzt gehort, können geschmeltzt werden.Dieweil in dem auffbereiten vnd schmeltzen des Ziensteins, aus den gemei-nen Zwittern, im grossen Puchen vnd Schmeltzen nicht so viel Zien gemacht, wie inder kleinen Prob befunden wird, auß Vrsachen, das im Puchen vnnd Schmeltzenschaden geschieht, als kan meines erachtens in auffbreiten vnd schmeltzen, wol andereund bessere wege angeordnet werden, als nemblich, weil das Zien im schmeltzen nochweniger leiden/ und im Feor flüchtiger als das Bley ist/ vnnd dem guten reinen Zien-stein im Puchen, vielen brennen vnd waschen, so wol abgehet, als dem Bleyertz, bedüncket mich/ das es rathsamer vnd wol zuversuchen were, das die Zienstein körnichtgelassen, wol gebrant, vnnd nicht halb so rein gemacht würden, als zu dem jetzigenbreuchlichen Schmeltzen/ folgends vber das Leichtgestübe mit starckem Gebläß auffdie Goßlarische arth geschmeltzt, darunter sich das Zien für den Schlacken vnd gros-ser Hitze verbergen vnd sicher bleiben könte, vnnd were kein zweiffel, das durch diesenWeg /aus einem sechtigen Zwitter/ mehr Zien würde gemacht werden, als in gemei-nem brauch des schmeltzens geschicht.WIe das Zien zu Probieren, ob Zusatzdarbey sey.SAlmb rein Zien/ in dem gewiß kein Zusatz sey/ vnd geuß davon in einem dar-zu gemachten Model/ eine runde Kugel/ schneidt den Anguß sauber ab/ nimb darnachdas ander Zien/ welches man dagegen probieren wil/ vnd geuß auch davon in dem vo-rigen Model eine runde Kugel, schneidt gleicher gestalt den Anguß rein ab/ alß danwieg die letzte gegossene Kugel/ gegen der ersten/ von reinem Zien/ sind die Kugeln amGewichte einander gleich/ so werden die für einerley Zien geachtet, Ist aber die anderKugel schwerer als die erste/ so ist ein Zusatz darbey, entweder im Schmeltzen dareinkommen, oder hernach darzu gesatzt worden, dann je leichter das Zien ist, je reiner esist, Wann man aber eigendtlich wissen wil, wie viel des Zusatzts in dem Zien sey, zudem gehöret ein sonderlichs darzu gemachtes Gewicht.ERtz auff Spießglaß zu probieren.SAß Spießglaßerg, ist ein schönes schweres Ertz, fast einem Bleyglantzgleich/ doch Speissig/ welches in Teutschlandt/ vnd im Königreich Böhmen, in zimlicher grosser anzall gefunden wird, wiewol eins reicher vnd besser dann das ander/ die-weil man dann solches zu etlichen nothwendigen Sachen haben mus/ wil ich/ wie das-selbe zu probieren sey/ alhie auch gedencken/ vnd geschicht also:Nimb
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Buch
Bericht vom Bergkwerck, wie man dieselben bawen und in guten Wolstandt bringen soll, sampt allen darzu gehörigen Arbeiten, Ordnung und rechtlichen Process / beschrieben durch G. E. Löhneyss
Entstehung
Seite
176
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