von Schmeltzen vnd Hüttensachen.261.ber/ so mir zu brennen vntergeben wird/ auffs reineste vnd beste/ wie mir befohlen/ mittrewen vleiß brennen vnd zusammen halten, also, das ich solches beyde gegen Gott, auchhochgedachten meinem gnädigen Herren vnd den Gewercken allerseits verantwor-ten möge, wil auch keinen genieß nehmen oder begeren, sondern mich an meiner ör-dentlich besoldung gnugen lassen, als mir GOtt helffe vnd sein H. Wort.Der 7. Articul.Von der Hüttenmeister befehlich.Je Hüttenmeister sollen mit vorwissen vnsers Bergkhauptmans vnndHütten Reusters angenommen/ in das Ampt bracht/ daselbst gebürliche Pflicht thun,Vns in allewege, vnd den Gewercken, so viel seyn Ampt betrifft, getrew vnd gewer-tig seyn/ seiner arbeit getrewlich vnd vndvleissig vorstehen, sich an seinen gemachtenLohn begnügen lassen, vnd vnser Bergkordnung, so viel ihne betrifft, halten, wederden Hütten Herren noch Gewercken viel oder wenig, wider die billigkeit, zu noch abwenden, sondern einem jeden was ihm gebure/ zu nutz arbeiten.Die Hüttenmeister sollen weder an dem Hüttenwerck, darin sie arbeiten,noch andern/ keinen Theil haben/ noch nutzes gewarten/ anders dann was ihr Lohnbelanget.Die Hüttenmeister sollen auff alle Hüttenarbeiter vleissige achtung geben-damit ein jeder seine befohlene arbeit getrewlich vnd mit vleiß außrichte, Insonder-heit aber sollen sie auffmercken, das alle Ertz vnnd Schlich, was in die Hütten zuschmeltzen gebracht wird, recht gewogen werde, das die Rostbrenner die Ertz vnndSchlich/ so in den Ofen oder herausser gebracht werden/ recht brennen, das Röstholtzklein spalten vnd offtmahls in den Ofen ombrüren, vnd wann sie recht gebrant seyn,solche Ertz vnd Schlich rein ausziehen, vnd nicht ehe was anders einstuͤrtzen, sie sehendann zuvor vleissig zu/ das in dem Ofen nichts geblieben ist, solchen gebranten Rosialßdan wieder wegen/ damit man nachrechnen kan/ was dem Schlich oder Ertz abge-brant, oder ob der rein aus dem Ofen gezogen worden.Ferner sol der Huͤttenmeister zusehen, das die Schmeltzer die öfen mit vleißzumachen, die Herdt vnd Spor, nach gelegenheit eines jeden Erzes, vleissig stossen,und abwärmen, die forme recht legen, das Geblaß gleich führen, den Gewerckentrewlich vnd mit vleiß zu arbeiten, anhalten vnd vnterweisen.Es sollen auch alle Hüttenarbeiter dem Huͤttenmeister gefolgig vnd gehor-samb seyn vnnd ob etwan ein Schmeltzer bessern bescheit in der arbeit wuͤste dann derMeister selbst, so sol er dem Meister zugefallen, der Gewercken nutz zu schaffen, inkeinem wege vnterlassen, sondern das beste vorwenden.Der Hüttenmeister vnd Schmeltzer Geitz abzuwenden, vnnd damit armegeschickte Schmeltzer vnd Arbeiter auch gefordert werden mügen, sol hinforder kei-ner vnter ihnen, den Hüttenmeistern vnd Schmeltzern, mehr dann mit einem Ofenzu arbeiten, auch nur einen vnd nicht mehr gemiehte Jungen zu haben gestattet wer-den darauff die Hütten Reuter vnd Hüttenschreiber zu sehen, vnd wo sie das Wider-spiel finden, abzuschaffen vnd zu straffen haben sollen.Damit auch bey den alten Schmeltzern, wiederumb andere desto baß lernenmögen/ So geben Wir vnsern Hüttenmeistern nach/ das sie einen Schmeltzerknechtden sie mit schmeltzen vnterweisen, anlegen, vnnd von seinem Lohn den dritten Pfen-nig geniessen mügen, doch sollen die Hüttenmeister wegen des Schmeltzens, so derKnecht thut, jederzeit antworten, vnd da einiger schade deßhalben geschehe/ denselbenzu erstatten schuldig seyn.Es sol aber der Hüttenmeister mit diesem Knecht keinen eigen nutz oder vor-theil/ den andern schmeltzen zum vorfangk oder nachtheil gebrauchen, besondern mitdemselben eben so wol die vnarhtigen vnd strengen, als die flüssigen Erte oder Rösie,wie die in die Huͤtten kommen/ nehmen vnd schmeltzen.Kk iiiEs
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Buch
Bericht vom Bergkwerck, wie man dieselben bawen und in guten Wolstandt bringen soll, sampt allen darzu gehörigen Arbeiten, Ordnung und rechtlichen Process / beschrieben durch G. E. Löhneyss
Entstehung
Seite
261
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