vom Salpeter sieden.339Ie man das grawe vnd schwartze Salpetersaltz leutern sol.Aß schwartze oder grawe Salpetersaltz, welches sich im Salpetersieden,im Kessel vnd in der schmalen Büdden findet, das kan man zum rechten gut Saltzmachen/ welches die Menschen im kochen ohn alle gefahr brauchen können, allein esmus zuvorn geläutert vnd gereiniget werden, welche läuterung also geschieht: Laßden Kessel erstlich rein außwaschen/ darin thue ein Brunnenwasser/ mache ein Feurdarunter, das es anfähet zu sieden, nimb alßdan das bemelte Saltz, thue es gemachdarein/ das sichs solvirt, rüre es mit der Kellen immer vmb/ vnnd wann es alles solvirtist, so geuß die Lange heraus in eine Büdden/ daß sich das trübe setzet, das die Laugelauter wird/ nach solchem wasch den Kessel wieder rein aus, thue die lauter Laugeoder den Sodt darein vnd siede die so lange, biß das Saltz darin felt, das hebe mit derKellen heraus, schlags in ein Korb der vber den Kessel stehen sol/ damit die vbriegeLauge wieder in den Kessel fliessen kan, solches Saltz hebe mit der Kellen aus demKessel/ thue es so lange/ biß kein Saltz mehr felt, laß trucknen, so ists bereit.dans lesEs lassen aber eins theils dieses Saltz/ erstlich ehe dann sie es brauchen/ auß-glüen/ davon sol es kräfftiger werden/ wann noch vbriege Lauge im Kessel blieben/ diesiede gleich wie einen ander Sodt zum wachsen/ gibs auß/ vnnd laß den Salpeter da-raus wachsen, dann weil diß Saltz aus dem Salpeter kömpt, so kans nicht gar ohneSalpeter seyn/ so bleibt noch Salpeter darunter, welcher, wie gehort, durch diesenweg davon gelaͤutert wird.Daneben sey berichtet, wann das Saltz zu viel Salpeter bey sich hat, odersehr schwartz vnd onrein ist, so wird es nicht auff einmahl schön weiß, dann wann dieLauge im Kessel begint starck zu werden, so seudt sichs nicht weiß/ derowegen muß einsolch vnrein Saltz noch einmahl im Kessel solvirt, gereiniget vnd geläutert werden/fo wird es erst schön weiß.Man hat auch auff solche schwartze vnreine Saltzläuterung/ noch ein andermittel vnd weg/ nemblich/ daß man das solvirte Saltz im Wasser aus dem Kessel al-so warm durch die Asche/ darüber albereit die Lauge gegossen worden/ von welchemsich die saltzige Lang sehr reiniget vnnd läutert, jedoch wird davon auch nicht allesSalz weiß/ sondern das letzte/ so gehoben wird/ das bleibet gelb/ darumb mus es nocheinmahl geläutert werden, deßgleichen mercke darneben, wann das Saltz vber dieAschen gegeben wird, so mus man letztlich solches wol außwässern, damit der Rohr-bodem nicht sehr Saltzig bleibt, es kömpt sonst solches in die negste starcke Lauge/ undmachet dieselbige auch saltzig.Hiemit hastu des Salpetersiedens einen rechten außführlichen bericht/ wiees jetzt breuchlich/ vnd gehalten wird/ allein/ das es ein weitläufftig/ vnnd doch keinvortheilhafftig sieden ist/ aus dem/ weil nur in einem Centner Langen/ in gemein dreyoder vier pfund Salpeter ist/ derhalben dan das vbrieg Wasser mus alles eingesottenwerden/ welches viel zeit vnd vnkosten nimpt/ die man nicht vmbgehen kan.Ie die rohe Lauge für dem sieden zuverreichern sey.Die Salpeter Lange zu verreichern, daß ist, wie man Salpéter in das vbrie-ge Wasser bringen sol/ Nach solchem Stücke haben viel Salpetersieder getrachtet/aber den rechten Weg(weil sie der kleinen Probe nicht berichtet gewesen) nicht fin-den können. Es geschicht aber die verreicherung also:Nimb der Lauge einen büdden voll/ deren ein Centner bey vier pfundt Salpeterhelt/ gib dieselbige auff newe Erden/ laß sie bey zwölff stunden darauff stehen/ vnd alß-dan abrinnen, so viel dann der Langen zu rücke bleibet, daß nicht das erste Maß Lau-Vu iigen
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Buch
Bericht vom Bergkwerck, wie man dieselben bawen und in guten Wolstandt bringen soll, sampt allen darzu gehörigen Arbeiten, Ordnung und rechtlichen Process / beschrieben durch G. E. Löhneyss
Entstehung
Seite
339
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