4
cnuimanäsllail'e8
Abbot
liche Abtei, d. h. einen bestimmten Theil an den Einkünften eines Klosters (alsAl>lw verleihen würde. Ordinirte Geistliche waren nur die,
welche sich wirklich der Kirche ganz widmeten; die andern trieben alle mögliche Ute-rarische Geschäfte. Ihrer waren so viele, arme und reiche, vornehme und ge-ringe, daß sie eine eigne Classe der Gesellschaft bilderen und auf den Charakter der-selben einen großen Einfluß hatten. Man sah sie überall, bei Hofe, in den Ge-richten, im Schauspiel, in den Caffeehäusern. Fast in jeder Familie war einAbbe als Hausfreund und Gewissensrath zu finden. Eine runde Haarlocke, einkurzes schwarzes, braunes oder violettes Kleid machten den Abbe fertig. 37.
1 u 5 e 8 eo n> ,» .1 u >1 u t .1 i r e 8. Der König von Frankreich vergab ehe-mals die AbtSstellen in 225 MannSklöstcrn, denn nur die regulieren (115) unddie sogenannten t.lwk .l'orckre (der Hauptsitz der Cistcrcienser, der Carthäuser,der Prämonstratenser ) batten das Recht ihren Abt zu wählen. Der vom Königernannte Abt hatte ein Drittkheil der Klostereinkünfte, aber weiter keine Rechte überdasselbe; die Geschäfte des Vorstehers besorgte ein l'rieur cU,ii8tr!>1. Eigentlichsollte ein jeder Abt binnen Jahresfrist die Priesterweihe empfangen, aber der PapstdiSpenstrke, und der Abbe verzehrte sein Einkommen (1200 —150,000 L.), wo erLust Kalte. Die germgern, die Ül>b:,vo8 ch-8 8.->v-u,8, dienten als Pensionen fürGelehrte, die reichern zur'Ausstattung für die silngern Söhne des Adels. 37.
A bbilden heißt in der bildenden Kunst, Gegenstände nach ihren in dieSinne fallenden Beschaffenheiten der Form, der Farbe und des Ausdrucks ineinem Bilde nachahmen. Eine solche Nachahmung hat zunächst die Äknlichkeitzum Zwecke, die man wegen des Interesse am Gegenstände oder aus Trieb zurbildenden Thätigkeit hervorzubringen bestrebt ist. Um diese äußere Ähnlichkeit zubewirken, dazugehört an sich ein mehr mechanisches Talent; daher eine bloße Ab-bildung noch kein Werk der schönen Kunst genannt werden darf. Aber um mitÄhnlichkeit zugleich ein geistreiches und durch sich selbst gefallendes Werk zu ver-binden, dazu bedarf es schon einer geistreichen, schöpferischen Auffassung undeigenthümlichen Behandlung durch die gewäklten Kunstmittel. (S. P o rtra it.)Da nun aber alle bildende Kunst gewisse Grundformen der Natur zu Vorbildernhat, weshalb man sie fälschlich Kunst der Nachahmung genannt hat, so kannman das Abbilden gegebener Gegenstände überhaupt als Dorübtmg jedes bil-denden Künstlers ansehen.
Abbot (Charles), von 1802 — 17 Sprecher des britischen Unterhau-ses, geb. 1755, studirte im Collegio zu Westminster. Sein Vater war l>. Ab-bot, Prediger an der Allerheiligenkirche zu Colchester . Auf seinen Reisen trat erunter andern in Genf in genaue Freundschaft mit Johannes v. Müller, von wel-chen! sich ein schöner Brief an ihn erhalten hat. i Muller'S „Werke", 17. Thl., JA135.) Nach Auszeichnung strebend, ließ er sich durch sein ansehnliches Vermögennicht abhalten die Rechte zu studiren; doch wollte er niebt als RechtSgclehrier sichheben, obgleich er wegen seiner Geschicklichkeit viel PiariS im Kanzleigericbleerhielt. Wegen eines lateinischen Gedichts auf die Kaiserin von Rußland, Ka-tharina II., stellte ihm der russische Botschafter in London eine goldene Ehrenme-daille im Namen der Kaiserin zu. Er schrieb einige juristische Schriften, undwurde 1700, 1796 und 1802 inS Unterhaus gewählt. Als Parlaments-glied benutzte er seine Kenntniß der Rechte, »m eine bessere Ordnung in Hin-sicht des Drucks und der Versendung der ParlamentSacten einzufübren; auchbemühte er sich, wiewol vergebens, nach dem Beispiele der Gesetze des nordame-rikanischen CongresseS (die ein Mu>ler*von gemeinsaßlicher Sprache sind), mehrDeutlichkeit und Klarheit in die Abfassung der Parlamentsgesetze (NatuioH zubringen. 1795 unterstützte er Pitt'S berühmte „Idiot Kill" wider die aufrüb-rer,sehen Versammlungen und zeigte sich immer als ein Gegner der Opposi-