Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Abbe

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^ Äakus

Niederlande in Anspruch nahm. Conde hatte bereits dieFranche-Comte, nndTu-renne 10 Festungen erobert, als die von dc Wikt und William Teinple (s. Wittund Teinple) geschlossene Tripelallianz Frankruch zuni Frieden mitSpanien aufBedingungen bestimmte, die zu St.-Germain mit den Jllliirtcn verabredet undmit Spanien zu Aachen abgeschlossen wurden. Spanien halte nämlich die Wahl,^entweder die Franche-Comtä oder die Plätze in den Niederlanden abzutreten. Esthat das letztere. Leo erhielt Frankreich mit voller Souverainetät einen Theil desiehemalizen burgundsschen Kreises, die spanisch--niederländischen festen Plätze Liste,Charleroi, Binch, Douai, Tournai , Oudenardc und noch 6 andre, nebst ihrem^Zubehör. S. Scholl,II>u. «In, !ui>t>l, I. 331 fg. Der zweitelaachner Frieden vorn 18. Oct. 1718 endigte den östr. Erbfolgekrieg ss. Östreichsder zwischen Ludwig XV. von Frankreich auf der einen, und der Kaiserin MariajTheresia auf der andern, dann zwischen Spanien auf der einen, und Großbritan-nie», Maria Theresia und Carl Enianuel, König von Sardinien, auf der andernSeite, entstanden war, und an welchem die Vereinigten Niederlande als Bundes-genossen Großbritanniens und Ostreichs, Modena und Genua als Bundesge-nossen Spaniens, Theil genommen hatten. Maria Theresia trat an D. Pbilipp,Infamen von Spanien, Parma, Piacenza und Guasialla ab. So entstanddie vierte souvcraine Linie des Hauses Bourbon, die in Parma (jetzt seit 1817einstweilen in Lucca ). Übrigens ward der Besitzstand vor dem Kriege hergestellt,die pragmatische Sanction, die Erbfolge des Hauses Hanover in Großbritannien ,Mnd dem Könige von Preußen Schlesien mir Glatz garanrirk. Ein russischesIHülfSheer von 57,000 M. unter dem Fürsten Rernin, im Solde der Seemächte,>das im Frühjahr 1718 von Böhmen her dem Rheine sich näherte, beschleunigte^den Abschluß des Friedens. Die Congreßbevollmächtigten Frankreichs, Großbri-tanniens und der Generalstaatcn unterzeichneten in einer geheimen Versammlungsam 30. April 1718 die Präliminarien, die sie in 4 Ausfertigungen den übrigen^kriegführenden Mächten vorlegten, welche sie einzeln nach und nach unterzeichne-ten. Karl von Stuart, der älteste Sohn des Prätendenten, protestirre (Paris ,16. Juli) gegen die Ausschließung seines Vaters Jakob III. vom britischen Throne.Jene 3 Mächte unterzeichneten auch zuerst den Desinitivfrieden, worauf Spa-nien, Genua und Modena am 20., Östreich am 23. (durch den Congreßbe-vollmächtigten, den Grafen nachmals Fürsten von Kaunitz ) Dasselbelthaten. S. Scholl II, 111 fg.

Ä a k u s, ein Sohn Jupiters und der Nymphe Ägina , der Tochter desFlußgotts Asopus. Er erhielt die Herrschaft über die nach seiner Mutter benannteInsel, und ward um seiner Gerechtigkeit willen ein Liebling der Götter. Aufseine Bitten bevölkerte der Vater die durch Pest entvölkerte Insel neu ivw Menschen,die aus Ameisen entstanden waren, und darum Mrrmldonen (s. d.) hießen,und Griechenland wurde von einer großen Dürre und Hungersnorh befreit. Mitseiner Gemahlin Ende.S zeugte Äakus den PeleuS und den Telamon (s. d.).Dem Äakus wurde, nebst dem MinoS und RhatamanthuS, wegen gleicher Ge-rechtigkeitsliebe, das Richteramt über die Todten zugetheilt; ihm lag insbesondredie Vollstekung der Belohnungen und Strafen ob. Er wird abgebildet auf einemRichterstuhle sitzend, mit Krone und Scepter geschmückt; als besonderes Kennzei-chen fuhrt er den ihm von Pluto anvertrauten Schlüssel zur Untcrwesi,

A argau, vormals ein Theil der Cantone Bern und ?ürich, gegenwärtigcui Cantou der S chweiterischeu Eidgenossenschaft (f. d.).

A b b a s, A bbassiden, s. Khalif, Khalifat .

A b b >- nannten sich in Frankreich vor der Revolution alle Diejenigen, wel-che sich dem geistlichen Stande bestimmt oder dock ihre Studie» auf einer theo-logischen Lehranstalt gemacht hatten, in Hoffnung, daß dcr Konig ihnen eine wirk-