Addiren
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Addison
ser ehrenvolle Posten blieb ihm auch bei der Zusammenberufung eines neuenParlaments. Stets treu der Partei Pitt'S, stimmte er nur gegen die Meinungseines Freundes, als Wilberforce 1792 die Aufhebung des Negerhandelo in Vor-schlag brachte, indem er für die stufenweise Abschaffung war. Er setzte es durch,das der Zeitpunkt dafür bis 1800 verschoben wurde. Aber diese augenblicklicheAbweichung in ihren Meinungen änderte weder ihre Vertraulichkeit noch ihregewöhnliche Übereinstimmung in dem politischen Svsteme. Den 5. Febr. 1801legre Pitt die Würde eines Kanzlers der königl. Schatzkammer nieder und über-ließ sie seinem Freunde A. In dieser Stelle stattete A. mehre Berichte überden Finanzzustand Englands, die Nothwendigkeit neuer Anleihen rc. ab, undwußte den an und für sich trockenen Gegenstand seiner Vortrüge durch eineedle und einfache Beredtsamkeit auszuschmücken. Während der kurzen Dauerdes Friedens von Amiens vertheidigte er diesen Friedensschluß, der sein Werkschien. Sowie aber der Bruch sich ankündigte, trug er selbst auf feindselige Maß-regeln an und zeigte sich als einen der wärmsten Vertheidiger des Kriegs. DieKrankheit des Königs in den ersten Monaten des I. 1804 wollten seine Feindebenutzen, um ihn zu stürzen ; aber die plötzliche Wiederherstellung des Monarchenvereitelte ihren Plan. Doch nöthigten ihn neue Angriffe, das Ministerium zuverlassen; am 10. Mai gab er Pitt die Siegel zurück. Der König erhob ihn da-mals znm Lord Discount Sidmoukh und schenkte ihm auf eine ausgezeichneteWeise sein besonderes Vertrauen. Im Jan. 1806 trater wieder ins Ministeriumals Großsiegelbewahrer, wurde aber nach kurzer Zeit abermals daraus entfernt.Als Lord Liverpool den Platz des ermordeten Perceval (1812) als erster Lord derSchatzkammer erhielt, trat auch Lord Sidinouth wieder in dasCabiner als StaatS-secretair des Innern, welche Stelle er aber 1822 niederlegte. Mr. Pcel wurdesein Nachfolger.
Addiren, s- Addition.
Addison (Joseph), geb. 1672 zu Milston in Wiltshire , wo sein VaterGeistlicher war, empsing den ersten Unterricht an seinem Geburtsorte, später inLitchfield, wo sein Vater Dechant geworden war. 15 Jahre alr, ging er nachOxford , wo seine lateinischen Gedichte die Bewunderung seiner Lehrer erreg-ten. Sie erschienen in einer Sammlung : „>In-im>n>> unostm-mnnmimiwei.,". Erhatte sich dem geistlichen Stande bestimmt; aber Lord SomerS und Lord Mon-tague, damaliger Kanzler der Schatzkammer, wurden seine Gönner; und dieserUmstand entwickelte vielleicht in ihm die Keime des Ehrgeizes, der ihn zu Ehren-stellen führen sollte, für die er nicht geboren schien. 1689 richtete er ein Gedichtan den König Wilhelm, der einem Jünglinge von so großen Hoffnungen siin er-munterndes Wohlwollen dadurch bezeigte, daß er ihm zu einer Reise jährlich 800Pf. St. bewilligte. A. besuchte Frankreich , wo er ziemlich lange verweilte, undging von da nach Italien , sah sich aber genöthigt, da indessen Veränderungen imMinisterium vorgefallen waren und ihm die Pension nicht mehr ausgezahlt wurde,»ach England zurückzukehren. Von Allem entblößt kam er in London an ; dochbald verbesserte sich seine Lage. Die Schlacht vonHöchstädt oder Blenbeiin 1704verbreitete durch ganz England die lauteste Freude, und Lord Godolphin. der diesesNationalereigniß von einem Dichter gefeiert wünschte, beauftragte auf Lor d Hali-faxes Empfehlung A. damit. Noch ehe derselbe sein Gedicht vollendet harte, er-hielt er den Posten eines AppcllationsconunissairS, den der berühmte Locke auf-gab. 1705 begleitete A. Lord Halifax nach Hanovcr und ward das Jahr daraufUnterstaatSsecretair. Als der Marquis Warlon zum Vicekenig von Irband er-nannt worden, folgte ihm A. als Secretair, und war zugleich Archivar desSchlosses von Birmingham : ein Posten, der, bei wenigArbeu, 300 Pf. ^ t. jähr-lich Einkommen gab. Damals entwarfsein Jugendfreund Steele den Plan zu einer