Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Addition

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Adcl

Zeitschrift: „Tfto intim" („Der Plauderer"). A. nahm an dieser UnternehmungTheil, an deren Stelle nach einigen Monaten der „ksswcmin," trat, beiden! einhöherer und umfassenderer Gesichtspunkt genommen worden war. (S. Stee le.)Diese Schrift, die erste in ihrer Art, machte den Verfasser allgemein berühmt.A. stellte darin ein Gemälde von den Sitten seiner Zeit auf, indem er Cha-raktere schilderte, Laster züchtigte, die herrschenden Lächerlichkeiten und Verkehrt-heiten aufdeckte, und dabei abwechselnd den Ei nst des Verstandes und den Tondes Sportes und der Ironie anwandte. In diesen verschiedenen Gattungen derGegenstände und der Behandlung zeigte er ein ausgezeichnetes Talent, einen ge-läuterten Geschmack und einen gesunden, wiewol nicht in die Tiefe dringendenBlick. 1713 brachte A. sein Trauerspiel „Cako" auf die Buhne, das 35 Malnach einander und nachber noch lange in London und in den Provinzen unter demallgemeinsten Beifall aufgefübrt wurde. Doch nicht der Werth dieses an sichschwachen und frostigen Stucks, in welchem A. recht deutlich darthat, daßer zwar ein schöner Geist, aber kein Dichter sei, sondern das politische Interessedesselben wirkte diesen Erfolg, zu welcbem die Whigs lind TorieS sich vereinigten,den aber die Zeit sckwäcbke und endlich ganz auslöschte. Nach dem Tode derKönigin Anna ging A. als Löecretair des Vicekönias, Grafen von Sunderland,zum zweiten Mal nach Irland; er ward darauf Lord des Handelsgerichts und1717 Staatssecretair. Man bemerkte aber bald seine Unfähigkeit. Er war nichtim Stande, öffentlich zu reden und die Maßregeln der Regierung zu vertheidi-ge». Die mancherlei Kränkungen sowol, die er darüber erfahren mußte, als auchdie Abnahme seiner Gesundheit bewogen ihn daher bald, die Stelle niederzulegen,worauf er 1719 zu Hollandhouse bei Kcnsington starb. Er ward in der West-minsterabtei beigesetzt. — In England gilt Ä. für einen geistreichen, elegantenund wohlklingenden Dichter, lind die Meisten setzen ihn Pope und Drvden andie Seite. Wir können diesem Urtheile nicht beistimmen. Als tragischer Dichternimmt er einen sehr niedrigen Platz ein. Von seinen prosaischen Werken ist nächstdem „Zuschauer" seine „Reise nach Italien" das wichtigste. Seine Prosa ist injeder Rücksicht musterhaft und verdient ihrer Reinheit und edeln Einfachheit we-gen studirt zu werden. Als Mensch war A. von den untadelhastesten Sitten, einaufrichtiger Jlnhängcr der Religion, ernst und zurückhaltend in seinem Betragen;in der Gesellschaft furchtsam und verlegen, sprach er wenig vor Personen, die ernicht genau kannte. „Ich habe nie", sagte Lord Chestersield, „einen bescheide-nern und linkischer,! Menschen gesehen". Im Freundeskreise war seine Redefließend und anmuthig.

Addition, die erste Rechnungsart der sogenannten 1 Species, ist Zu-stimme,izählung, durch welche man erforscht, wie viel gewisse einzelne Zahlen oderZahlenreihen, zueinander gerechnet, betragen. Das Resultat dieser Ausammen-rechnnng nennt man Summe.

Adel. Die Geschichte und der politische Werth eines erblichen Adels, d. h.

! eines Standes, welcher vorzügliche bürgerliche Ehre und mehr oder weniger Vor-> rechte vor den übrigen Angehörigen des Staats bloß durch die Geburt, nicht durch! eigne Verdienste erlangt, ist theils einer der wichtigsten und bestrittensien Punktein den Betrachtungen über die bürgerliche Gesellschaft, tbeils auch, ungeachteteiner zahllosen Menge von Schriften, noch nicht einmal historisch hinreichend auf-geklärt. Der Adel erscheint dabei mit einer solchen Mannigfaltigkeit seiner Formen, und Verbältnisse zu andern Classen der Gesellschaft, und selbst die Grundlagen sei-j nes Daseins sind von so großer Verschiedenheit, daß ein allgemeines Urtheil dar-! über nicht möglich ist, und man nur die beiden äußersten L7ätze, nämlich auf dereinen zweite, daß ein solcher erblicher Standesunkerschied jedem Volke oder doch^ der Monarchie stets unentbehrlich sei, auf der andern, daß er niemals nützlich