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Adler
einigen Diensten Maßregeln getroffen, das vertraute Verhältniß zwischen den Chefund Adjutanten nicht überhand nehmen zu lassen, und eine besondere Adjuanturgebildet. Die Mitglieder derselben werden dann den Chefs zugetheilt und wechselnauch von Zeit zu Zeit ihre Plätze. Indessen ist es oft ebenso nachteilig ftr denDienst, wenn der Chef und sein Adjutant in kalter, strenger Entfremdung beiben.— Gewöhnlich unterscheidet man Generaladjutanten beim Monarchen un! Feld-herrn; DivisionS-und Brigadeadjutanten bei den diese Abtheilungen befehluendenGeneralen. Ihr Wirkungskreis verschmilzt häufig mit dem der Generalstcbsoffi-ciere. Ferner, Regiments-und Bataillonsadjutanten und Platzadjutanken i. s. w.Alle besorgen zugleich auch den milikairifchen Briefwechsel, führen die Iou'iiale,die Commandirregister, die Ausgabe der täglichen Befehle, und leiten die taktischenBewegungen, verrichten ihren Dienst zu Pferde und müssen von jedem Denster-eignisse ihrer Truppe in Kenntniß gelangen und in beständiger Übersicht albr An-gelegenheiten derselben bleiben.
A d l e r. In der'Allegorie der bildenden Künste ist der Adler von viebachemGebrauch. Als König der Dögel war er der Dcgel des Zeus, Überbrincer desBlitzes, und drückt darum auch die Ober-oder Alleinherrschaft aus. In diesemSinne sinken wir ihn als -Linnbild und -Lynibol der Völker, Fürsten und Heere.Er war das hieroglvphiscke Zeichen der Städte Heliopolis , EmesuS, Anrochienund TvruS. Unter den Attributen des Königthums, welche die Hetrurnr denRömern einst zum Zeichen der Freundschaft schickten, war auch ein Scepter miteinem Adler von Elfenbein, und von dieser Zeit an blieb der Adler eins der erstenAttribute der Republik , welches später auch die Kaiser beibehielten. Als Heerzei-chen kommt der Adler zuerst bei den Persern vor. Ein goldener Adler mit ausge-breiteten Flügeln, das Symbol der persischen Könige, wurde dem Heere vorge-tragen. Bei den Römern waren sie anfangs von Holz, dann von Silber mü golde-nem Blitzstrahl, unter Cafar und feinen Nachfolgern aber ganz von Gold, dochohne Blitzstrahl. Sie wurden als Legionszeichen auf einer langen Lanze getragenund als eigenthümliche Gottheit der Legion verehrt. Napoleon harte zum Feld-zeichen seiner Banner den Adler gewählt. Das königliche Heer in Frankreich hatdies Feldzeichen nicht mehr. Der doppelköpsige Adler war zuerst bei den Kaiserndes Orients üblich, die damit ihren Anspruch auf das morgen-und abendländischeReich bezeichneten. Vom Orient kam er nachher auf die occidenkalischen Kaiser.Der deutsche Kaiser Otto I V. hatte ihn zuerst auf Siegeln; König Philipp brachteihn dann auf den schildern der Münzen an. Östreich behielt dies Sinnbild ausder Erbschaft des Orients bei. Außerdem ward der Adler auch von den Königenvon Preußen, Polen, Sicilien, Spanien , Sardinien, vom russischen Kaiser,und von vielen Fürsten, Grafen und Baronen des deutschen Reichs inS Wappen ge-zogen.— Naturgefchichtlich. (Vgnit.,-täten.) Diese Bögel sind meistensgroß, glatt, mit dunkelm Gefieder und steifen Schwungfedern, Kopf mäßig befie-dert, Schnabel gerade, die etwas zusammengedrückte Spitze hakenförmig, die Augenliegen tief, die Nasenlöcher in einer Wachshaut ohne Borsten, die Füße sind kurz,stark, meistens befiedert, das erste Zehenglied ist verwachsen, die Krallen sindstark und krumm, der Fraß meist warmblütige Thiere. Zu ihnen gehört in Wäl-dern und Feldern 1) der Sperber, in Gebirgen; 2) der Habicht, der auch zurJagd kleinerer Vogel abgerichtet werden kann, in altem Gemäuer; 3) der aufHofgeflügel herabschießende Thurmfalke (Zugvogel); 4) der gemeine Falke zurBaitze größerer Vögel; 5) der Büß- Aar (t. bnw») in Vorhölzern, verfolgt be-sonders das Wild; 6) der Weih (t. i>,G i»), Zugvogel, schießt auf sitzende meistkaltblütige Tbiere; 1) der gemeine Adler (t. metiinnetbcuH, Steinadler, in denGebirgen, schießt langsam auf Hasen und große Vögel; 8) der Lämmergeier,fast 4 Fuß hoch (k. Iiuim.t»-), der größte in der alten Welt in den Alpen , wagt