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Erster Band. A bis Bl.
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Ahnung Aignan

lienglanzes zu setzen, zu suchen sein. Die Grundlage der Ahnenprobe ist die A h-nentafel, welche die Abstammung einer Person in absteigenden Linien väterli-cher und mütterlicher Seite darstellt, und von jeder darin vorkommenden Per-son Tauf- und Geschlechtsnamen angibt, wozu die Stammtafeln uud Stamm-baume den Stoff darbieten. Dabei wird nur auf den Stand des Vaters und ausadelige Geburt oder auf den felbsterworbenen Briefadel Rücksicht genommen. DieAhnenprobe besteht erstens aus der Filiationüprobe, d. i. dem Beweise, daßalle in der Ahnentafel begriffene Personen von angegebenen Ehegatten aus einerrechtmäßigen Ehe erzeugt sind ; zweitens aus dem Beweise der Ritterbürtig-keit, daß nämlich jede in der Ahnentafel benannte Person ein geborener Edelmannfei. Als Beweis benutzt man, außer dem gewöhnlichen Zeugniffe adeliger Gesell-schaften, Wappen, Gemälde, Inschriften, Hochzeit- und Leichengedichte, so-gar Leichenpredigten. Die Beweise, die Nichts als die Prädicate „von, auf undzu" enthalten, können nicht als unbedingt gültig angesehen werden. Häufig wirdnach beendigter Ahncnprobe dieselbe durch Einige vom alten adeligen Stande unter-sucht, welche die adelige Kundschaft ausüben und beschwören, daß nach ihrer Mei-nung alle in der Ahnentafel aufgeführte Personen gelten. Den Beschluß machtdie Prüfung der Ahnenprobe von Seiten des Capitels, Ordens oder der adeligenGenossenschaft, in welche Jemand aufgenommen werden will. Übrigens wurdenbald mehr, bald weniger Ahnen verlangt, wie zur Turnierfähigkeit 4, höchstens8; zur Aufnahme in die deutsche Zunge des IohanniterordenS und in den deutschenOrden 18. (Dgl. den Schluß des Art. Erbadel.) 22.

Ahnung, von dem Ahnen, d. i. Fühle» des Wahren, verschieden gedacht,ist die Erwartung künftiger Ereignisse, bei welcher wir uns mehr der Gefühle, vonwelchen sie begleitet wird, als der Schlüsse, auf welche wir sie gründen, bewußtsind. Wir nennen dergleichen Erwartungen Ahnungen im engern Sinne (Divi-nation), wenn wir uns bei ihnen der Gründe gar nicht bewußt sind und daherin ihnen das Künftige vorher zu empfinden scheinen. Man unterscheidet: 1) Diebestimmten Ahnungen, bei welchen man sich Dessen, was Einem ahnet, nicht bloßim Allgemeinen bewußt ist (z.B. die Ahnung eines Todesfalles, bei dem Bewußt-sein, daß man ihn erwartet); 2) die unbestimmte» Ahnungen, welche stattfinden,wenn man im Allgemeinen einem angenehmen oder unangenehmen Ereignisse ent-gegensieht; 3) die bloßen Vorgefühle, welche meistens beängstigender Art sind,ohne daß wir uns einen Grund davon angeben können, bis ein angenehmes oderunangenehmes Ereigniß eintritt, dessen Ahnung wir uns nunmehr leicht überredenin jenem Gefühle gehabt zu haben. Ein Ahnungsvermögen kann wenigstens nichtals eine allgemeine Fähigkeit angesehen werden; dagegen ist es auch der Natur desGeistes nicht widersprechend, anzunehmen, daß sich unter besondern Zuständen undUmständen in einer menschlichen Seele eine dem Instinct der Thiere ähnliche Ah-nung des Zukünftigen einwickele. Philosophisch und historisch bebandeln diesenGegenstand Dedekind in feiner Schrift über Ahnungen und Schubert in seinen„Ansichten von der Nachtseite der Naturwissenschaft".

Ahrima n, s. Dämon.

A i d e S, s. Hades.

Aignan 'Etienne), Dichter und Schriftsteller, geb. 17'3 zu Beaugenonan der Loire , Mitglied der franz. Akademie feit 1814, hat sich durch gelungeneÜbersetzungen (der „Iliade " und der „Odyssee" in Versen, jene ist die beste bis jetztin der franz. Sprache, letztere ist noch Manuscript ; — des <„, eritidsin"

von Pope , in Versen, und einiger engl. Romane, ;. B. des „Landpr. von Wake-sield"), durch ein Trauerspiel („Brunehaut "), durch eine Oper („Nephtali", MusikvonBlangini) und durch einige treffliche politische Schriften: „8nr ls jurv";„Ile I'elrit >Ies >>rotcstan5 eu braueo. ckepnis lo XV siede jusgn'ä nos jours