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Aiguillon Aix
elc." (2. Aufl., Paris 1818); und „8urle5coup5 6'elat ", sowie durch Beiträgezu der „älixerve lraueaixe", ausgezeichnet. Er dachte freisinnig, schrieb gutund freimüthig, aber stets gemäßigt. Einen Beweis von Muth wie Keinergab A. durch sein Trauerspiel mnrt -Ie I-ouis X VI", sein erstes Gedicht,das er wenig Wochen nach des Königs Hinrichtung in Paris herauszugeben wagte.In öffentlichen Derwaltungsposten während der Schreckenszeit widersetzte er sichder Tyrannei nicht ohne Erfolg. Napoleon ernannte ihn 1808 zum Hofsecretairim Deport, des auswärtigen Dienstes. A. starb zu Paris den 23. Juni 1824.An seine Stelle in der Akademie trat kommet.
Aiguillon, Herzog und Pair von Frankreich, Minister der auswärt. An-gelegenheiten unter Ludwig X V., als Höfling durch Witz und Geist ausgezeichnet,aber sonst von allen den Eigenschaften entblößt, welche den Staatsmann bewäh-ren. Während seines Ministeriums fand die Theilung Polens statt, und er er-hielt erst dann von diesem Attentat gegen das Völkerrecht Kenntniß, als es schonvollrogen war. Selbst Ludwig X V. rief aus, als es zu seiner Kunde kam: „WäreChoiseul noch da gewesen, diese Theilung hätte nicht stattgefunden!" A. war1720 gebore». Als er am Hofe Ludwigs X V. auftrat, bemerkte ihn die Herzoginvon Chateauroux , Geliebte des Königs, niit Wohlgefallen. Dies war die Ur-sache, daß er bei der Armee in Italien eine Anstellung erhielt. Nach mannigfal-tigem Wechsel der königl. Gunst und Ungunst durch die Gräfin Dubarry , trat er,nach Choiseul's Sturz, mit dem Abbe Terray und dem Kanzler Maupcau insMinisterium und verwaltete die auswärt. Angelegenheiten zur Entehrung Frank-reichs , welches unter ihm aus seiner bis dahur behaupteten großen diplomatischenRolle heraustrat. Auch die schwedische Revolution 1772, die er sich rühmte vor-bereitet zu haben, wird ihm zur Last gelegt. Bei der Thronbesteigung Ludwigs XVI.wurde er aus dem Ministerium entfernt. An seine stelle kam der Graf von Ver-gennes 1774. Der von der Königin gehaßte A. wurde 1775 epilirt und starb inseinem Erik in den 80er Jahren.
A i s s»! (Demois.), bekannt durch ihre unglücklichen und wunderbar verknüpf-ten Schicksale, geb. in Circassien 1689, ward von dem Grafen Ferriol, sranz.Gesandten zu Konüantinopel, als ein 4jährigeS Kind für 1500 LivreS gekauft.Der Verkäufer gab sie für eine circaffffche Fürstentochter aus. iL ie war von großerSchönheit. Der Graf nahm sie mit nach Frankreich und ließ sie mit Sorgfalt er-ziehen, wobei man Nichts vergaß als ihr Grundsätze einzuprägen. Für die Tu-gend geschaffen, kehrte sie doch erst nach langen Irrthümern zu ihr zurück. IhreUnschuld unterlag der Dankbarkeit, die sie für ihren Wohlthäter hegte, dessen Un-sittlichkeit ein solches Opfer federte. Dagegen widerstand sie den glänzenden Aner-bictungen des Herzogs von OrleanS; von ihren zahlreichen Anbetern zeichnete sienur den Chevalier Aidy aus. Diese Liebe entschied ihr Schicksal. Aidy harte seinGelübde zu Malta gethan; er wollte sich von demselben entbinden lassen, allein sieselbst widersetzte sich diesem Versuche. Die Frucht ihrer Liebe war eine Tochter,mit der sie in England niederkam. Damals bemächtigte sich ihrer die bitterste Reue;sie kämpfte vergebens mit ihrer Neigung und lebte in einem Zwiespalts mit sichselbst, dem ihre ohnehin schwache Gesundheit nicht lange widerstand. Sie starb1727, 38 Jahre alt. Ihre Briese sind anmuthig und fließend geschrieben; manmuß die Verfasserin lieb gewinnen, die ihr Innerstes so aufrichtig offenbart. Über-dies entbalten sie manche Anekdote von ausgezeichneten Personen der damaligenZeit. Sie erschienen zuerst allein mit Noten von Voltaire , nachher zusammen mitden Briefen der Damen VillarS, Lafayette und Tencin (1806, 3 Bde.).
A i x (bei den Römern ,Vgu.ie 8extiae), Hauptst. im stanz. Deport, derRhonemündungen, am Flusse Arc, mit 21,960 Einw., einem ErzbiSthum, ei-nem königl. Appellationshof und Handelsgericht, einer Akademie für Theologie und