Akademie
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Ajaccio
Jurisprudenz einem College, einer ansehnlichen Bibliothek, einer gelehrten Ge-scllschaft und einem Museum. Die Stadt hat verschiedene Fabriken, vornehmlichin Baumwolle; sie sind, wie die warmen Bäder, in Verfall. In der Minoriren-kirche hat Friedrich der Große dem Marguis d'Argens ein Denkmal errichtet. DieStadt hat die größte Feldmark in ganz Frankreich . Die vielen Familien der Be-wohner der großen Gärten und ihrer Arbeiter um die Stadt herum werden nach derWeise der franz. und ital. Stadtgemeinden ;u den Stadtbewohnern gerechnet, da-her scheinen die Angaben der Volksmenge der Städte im südlichen Europa so häutigden Reisenden übertrieben, weil sie diesen Umstand nicht kennen. Übrigens erholtsich Aip durch die Seidengewinnung und Manufacturirnng in seinem große» Stadt-gebiet, das zugleich Marsch-, Sand-, Kalk-und Steinboden besitzt, durch dievorzüglich sorgsame Behandlung des Olbaums und durch die Acclimatisirung süd-licher Gartenfrüchke, die der Lupus des nördlichen Frankreichs gut bezahlt.
Ajaccio , Hauptst. von Corsica, mit 7000 Einw. und einem durch dieCitadelle beschützten Hafen, liegt nördl. am Golfgl. N., an derWestküste der Inselund am Zusammenfluß der Iltisse Terignano und Restonico. Die Einfahrt in denHafen ist der vorspringenden Felsen wegen nicht ganz sicher. A., der GebnrkoorrNapoleon Bonaparte'S und seiner Geschwister, ist die schönste Stadt auf Corsicaund der Sitz eines Bischofs. In der Handelswelt ist A. wegen seinerKorallen-undSardellensischereien bekannt, weniger in der gelehrten dureb seine Akademie.
Ajax (griecb. Aias ). Unter den Heerführern vcr Troja gab es den AjapHileus und den Ajap Telamonius. Jener, ein Lohn des DileuS und derEriopis, ein Lokrier, war der kleinere. Vor Troja war er mitgezogen, weil er einervon der Helena Freiern gewesen. Im Kampf artete seine Tapferkeit zuweilen inunsinnige Wuth aus. Beispiele erzählen die nachhomerischen Dichter. Als dieGriechen, sagen sie, in Troja eingedrungen waren, flüchtete sich Kassandra in denTempel der Pallas, allein sie ward mit Gewalt herausgerissen und gebunden alsGefangene fortgeschleppt. Einige erzählen, Kassandra habe die Statue der Göttinumfaßt, A. aber habe sie bei den Haaren ergriffen und fortgeschleift; Andre lassenihn sogar die Prophetin im Tempel der Göttin schänden. Ulvsses klagte ihn diesesFrevels an, er aber reinigte sich durch einen Eid. Dennoch traf ihn die Rache derGöttin und ließ ihn in den Fluten des Meeres umkommen. — Der andre A.war des Telamon Sohn, aus Lalamis, und ein Enkel des Äakus . Auch er warunter den Freiern der Helena gewesen und zog deßwegen mit 12 Schiffen aenTroja, wo Homer ihn als den tapfersten und schönsten Griechen nach Achilles preist. Nicht zu reden, aber zu handeln versteht er. Dabei ist er offen, voll edel»Stolzes. Als ihm aber nach Achilles's Tode die Waffen desselben, auf welche erwegen seiner Verwandtschaft und Tapferkeit Ansprüche hakte, von Ulvsses ent-zogen wurden, bemächtigte sich Zorn und Wuth seiner Seele, und er stürzte sichverzweiflungsvoll in sein Schwert.
-L j o u I fassen :c. einen Edelstein, heißt, ihn so fassen, daß der Rand her-um gedeckt, die beiden Leiten aber sichtbar sind, er also durchsichtig bleibt.
Akademie, gewöhnlich ein Verein von Gelehrten oder Künstlern, diegemeinschaftlich die höhere Ausbildung der Wissenschaft und Kunst sich zum Zweckvorgesetzt haben. Weder Besoldung von Seiten des Staats noch Unterricht derJugend sind wesentliche Erfodernisse. Die Akademien zu Paris, Stockholm undBerlin sind zwar zum Theil Lehranstalten; allein sie wurden dies erst in der Folge,nachdem sie früher bloß den angegebenen Zweck hatten. Die Mitglieder der Aka-demie wähle» sich entweder ein Fach der Wissenschaft, der Kunst, oder die Regie-rung trägt ihnen die besondere Bearbeitung eines solchen Faches auf. Sie lieferndarüber Arbeiten, die in regelmäßigen Versammlungen vorgelesen und in den Denk-schriften der Akad. abgedruckt werden. Den Namen leitet man von der athenischenEviiverfalions - Lcpico». Bd. 1. 10