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Erster Band. A bis Bl.
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170
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Album

1^0 Albrechtsberger

zum Kammergerichtsrath und sodann zum Ach. - Oberjusiizrath und vortrageu-dcn Rarh im Justizministerium befördert. Sein unermüteler Eifer in den Ge-schäften seines Berufs, sein streng rechtlicher und menschenfreundlicher Charakter,sowie seine praktische Fähigkeit und Unisicht, konnten in einem Staate, wo Ta-lent und Verdienst offene Bahn finden^ nicht unbeachtet bleiben. In Folge derErcigniffe, die mehr als je nothwendig machten, an die Spitze der GeschäfteMänner von erprobter Treue und rascher Thätigkeit zu bringen, wurde A. 1808nach Königsberg berufen, der damaligen Residenz des Hofes, wo er in demCabinet des Königs den Vortrag in Justizfachen erhielt. Zwei Jahre daraus, alseine anderweite Bestimmung Hrn. v. Klewitz abrief, wurde er zum Wirkl. gehei-men CabinetSrath ernannt, und vereinigte nunmehr alle Geschäfte dieses wichtigenPostens, dem er mit Eifer und Ausdauer fortan alle Kräfte widmete. Der Königehrte ihn durch die Verleihung des rothen Adlerordens, andre Auszeichnungen wur-den ihm in fremden Orden zu Theil. Durch seine hohe Stelle mit allen bedeutendenStaatsangelegenheiten in steter Berührung und vertraut mit allen Verhältnissen,die auf jene einwirken, erhielt er sowol im StaatSrath, dessen Mitglied er wurde,als auch in wichtigen Commissionen und Verhandlungen, die außergewöhnlich vor-kamen, eine wesentliche Mitthätigkcit. Durch seinen täglicben Beruf der Persondes Königs unmittelbar nahe gestellt und gleichsam verbunden, begleitete er denMonarchen auf den meisten Reisen, zu denen in den letzten Zeiten häufigere Anlässestattfanden, insbesondere nach Frankreich und Rußland , sowie zu den Congressenvon Wien, Aachen und Troppau .

Albrechtsberger (Johann Georg), geb. den 3. Febr. 1129 zu Kloster-Neuburg bei Wien , trat 1736 als DiScantist in das Capitel dieser >Ltadt; vonda kam er in die Abtei Mölk, wo er mit der Leitung einer Schule beauftragt ward.Er leinte das Accompagnemcnt und die Composition unter dem HoforganistenMann und wurde in der Folge selbst als Organist in Raab und nachher in Maria-Taferl angestellt. Dann war er 12 Jahre Organist zu Mölk, bis er 1772 zumHoforganisten und Mitglied der musikal. Akademie m Wien ernannt wurde. 1792wurde er Capellmeister der Stephanskirche und 1799 Mitglied der Musikakademiezu Stockholm . A. war einer der gelehrtesten Contrapunkrisie» der neuern Zeit;unter feine Schüler gehört auch Beethoven . Er starb den 7. Mai 1809. Seinetrefflichen Kirchenmusiken und Concerte werden, wie seine „Gründliche Anweisungzur Composition^ (Lpz. 1790, 4.), von Kennern und Liebhabern sehr geschäht.

Albufera, ein fischreicher, bedeutender, jedoch im Sommer theilweife zumSumpf eintrocknender Landsee, nördlich der Stadt Valencia in -Lpanien, welcherdurch eine Mündung mit dem Meere verbunden ist, und nach dem der frani. Ge-neral Suchet (s. d.), wegen der Einschließung und Gefangennehmung des span.Generals Blake in Valencia , den Titel eines HerzogSchon Albufera erhielt. DieJagd der Wasservögel und die Aalsischerei bringen jährlich 12,000 Piaster ein.

Albuhera (Schlacht an der), am 16. Mai 1811 zwischen der Armee desMarschalls Beresford, aus etwa 30,000 M. Briten, Spaniern und Portugiesinbestehend, und der des franz. Marschalls Soult , gegen 25,000 M. stark aberbedeutend überlegen an Geschütz. Der Zweck des Kampfes war, das von den Eng-ländern belagerte Badajoz zu entsetzen. Soult mußte sich mit einem auf8000 M.angegebene» Verluste aus Sevilla zurückziehen. Die Verbündeten verloren gegen7000 M. und erlangten den Sieg besonders durch ihr ruhiges, im rechten Augen-blick auf die anstürmenden franz. Infanteriekolonnen sicher gerichtetes Gewehrfeuer.Badajoz fiel wenige Tage darauf in die Hände der Alliiere».

A l b u in , bei den Römern eine weiße Tafel, worauf öffentliche Bekannt-machungen verzeichnet wurden. Beinamen erhielten sie von den verschiedenenObrigkeiten; so diente das Album zicintitionm zur Staatschronik. Daher pflegt