Alcäug
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man auch die Matrikeln und schwarzen Brete der Universitäten sowie die Stamm;bücher durch Album zu übersehen.
Albuquerque (Alfons von), Vicekönig von Indien , mit dem Bei;namen der Große und der portugiesische Mars, war zu Lissabon 1452 geboren,aus einer Familie, die ihren Ursprung von den Königen ableitete. Heldcnsin» undEntdcckungSgeist zeichneten in diesem Zeitalter seine Nation aus. Einen großenTheil der Westküste 'Afrikas hatte sie kennen gelernt und sich unterworfen; siefing an, ihre Herrschaft auch über die Meere und Völker Indiens auszudehnen.A., zum Vicekönig der neuen Besitzungen ernannt, landete am 26. Sept. 1503mit einer Flotte unk einigen Truppen auf der Küste Malabar, eroberte Goa , daser zum Mittelpunkt der portugiesischen Macht und des Handels in Asien machte,und unterwarf sich dann ganz Malabar, Ceylon , die funkischen Inseln und dieHalbinsel Malacca . 1507 bemächtigte er sich der Insel OrmuS, am Eingängedes persischen Meerbusens. Als der König von Persien den Tribut verlangte, densonst die Fürsten dieser Insel an ihn entrichtet hakten, legte A. den GesandtenKugel und Säbel vor und sagte: „Das ist die Münze, womit Portugal seinenTribut zahlt". Der portugiesische Name stand durch ihn bei allen indischen Völ-kern und Fürsten in hohem Ansehen, und mehre, namentlich die Könige von Siamund Pegu, warben um seine Freundschaft und seinen Schutz. Alle seine Unterneh-mungen trugen den Stempel des Außerordentlichen. Er hielt strenge Kriegszucht,war thätig, vorsichtig, weise, menschlich und gerecht, geachtet und gefürchtet vonseinen Nachbarn, geliebt von seinen Untergebenen, steine Tugenden machten einensolchen Eindruck auf die Indier, daß sie lange nach seinem Tode zu 'seinem Grabewallfahrteten und bei ihm um Schutz vor den Mißhandlungen seiner Nachfolgerflehten. Ungeachtet seiner großen Verdienste entging er doch nicht dem Neide derHofleute und dem Argwohn des Königs Emanuel, und dieser sandte den LopezSoarez, einen persönlichen Feind A.'S, um seine Stelle als Vicekönig einzuneh-men.. Mit tiefem Schmerze ertrug er diesen Undank, empfahl dem Könige in ei-nem kurzen Briefe seinen einzigen-Lohn und starb einige Tage daraufin Goa 1515.Emanuel ehrte sein Andenken durch lange Reue und erhob A.'S Lohn zu den er-sten Würden des Reichs.
AlbuS , Weißpfennig, seit Kaiser Karl I V. eine silberne Scheidemünzeim westlichen Deutschland , die damals 8 Pfennigen (über 2 Groschen) gleichIvar. Der jetzt noch umlaufende einfache kurhcssische Aldus gilt 9 gute Pfen-nige. Es gibt auch doppelte AlbuS in diesem Staate.
Alcalde, der Name einer obrigkeitlichen Person in den spanischenStädten, der sowol die Verwaltung der Justiz als der Polizei anvertraut ist.
Alcantara , alte, von den Mauren angelegte Stadt lind Grenzfestungin der spanischen Provinz Estremadura, mit 3000 E. ani Tajo , über den eineprächtige, von den Römern gebaute Drücke führt. Einer der 3 alten geistlichenRitterorden Spaniens , welcher seinen Ursprung von den Brüdern von St.-Zuliandel Parero (voni Birnbaum) im 12. Jahrh, ableitet, und tapfer gegen die Maurenfocht, erhielt um 1207 von dem Orden von Calatrava die Stadt Alcantara, vonder er den Namen annahm, und ward, nachdem ihn 1494 der Großmeister DonJuan dc Zuniga an Ferdinand den Katholischen als Administrator übergeben hatte,mir der spanischen Krone vereinigt. Seit 1540 dürfen die Ritter bestachen. DerOrden war reich begütert. Sein Zeichen ist ein goldenes grünes Lilienkreuz, seinWappen ein Birnbaum mit 2 Balken.
Alcäus, einer der größten griechischen Lvriker, aus Mitylene auf Lesbos gebürtig, blühte dort gegen Ende des 7. und zu Anfange des 6. Jahrh. v. Chr.Etwas älter als Lappho, huldigte er den Reizen seiner berühmten Landsmännin,jedoch, wie es scheint, ohne Erfolg. Von feurigem Gemüth, strebte er nach dem