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Erster Band. A bis Bl.
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Aldobraiidüü

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Aldini (Ankon—Georg)

Virgil von 1501) bediente, ihre Verbreitung verdankt. Sie ist zu steif und eckig,und wegen der vielen aneinanderhängenden Buchstaben auch technisch fehlcrkaft.Selbst von hebräischen Schriften besaß er 3 verschiedene Arten. Don andern Ver-zierungen der Anfangsbuchstaben, Röschen, Vignetten und dgl. Zierrarhen warer kein Freund und bediente sich ihrer nie; die „lI,vi>»e>,,loli>.-»:i>u> ?olst>!>i>ch von119!», Fol., ist sein einziger, mit einigen Verzierungen dieser Arc und mit Holz-schnitten versehener Druck. Sein Papier ist durchgängig stark und weiß; er warder erste Drucker, welcher einige Exemplare auf besseres, feineres oder stärkeresPapier abzog (zuerst die „Issn^toluo ^ruevuo" von 1499). Auch lieferte er zu-erst einzelne Exemplare auf Großpapier seit 1501 in der AuSg. des Philostratus.Auch lieferte er die ersten Drucke auf blauem Papier; die ersten sind einige Exem-plare von den „I.ilirii; ,Ie re ,u-ilü'!," und O.uintilianuS, beide von 1514. Perga-menidrucke gelangen ihm unübertrefflich schön. -Leine Druckerschwärze ist von vor-züglicher Güte. Dabei waren seine Preise billig. Sein Aristoteles in 5 Foliobandenkostete nur 11 Dukaten oder nach damaligem Curse 23 Thlr. 4 Gr. 6 Ps UnterAldus's Sohne, Paul, und seinem Enkel, Aldus, sank die Psstem. Als sie nach 100-sähriger Datier und nachdem sie 908 Drucke geliefert halte, 1591 aufhörte, zeichnetesie sich in Nichts vor andern Druckereien ihres Landes aus. Die Drucke dieser Dsfi-cin, vorzüglich aus der ältern Periode derselben, sind seit früher Zeit mit Eifer ge-sucht worden (schon seit 1502 fanden die lvoner Drucker und die Guinti zu Florenz ihren Vortheil dabei, trügerische und schlechte Nachdrücke zu liefern), aber vorzüglichhat sie die neuere Zeit zu einem HauptgesichtSpunkte für die kunstgerechten Samm-ler erhoben. Besonders selten und gesucht sind die „lloiiw I>. äl-ir. vir^." von1491 (kürzlich mit 100 Dukaten bezahlt), der „Vir>ssl>u-" von 1501 und die„libviores -xr.'ieiü", um der höchst seltenen Drucke aus den I. 149 t—91 Nicht zuerwähnen. Die vollständigstenSamml. besitzen der pariser Buchhäntlerund Bi lio-graph Renouard und der Großh. v. TvScana. Zu des Erster» trefflicher Mono-graphie uberdiese LNstcin erschien 1812 ein Supplemenrband, und voit seinen

luiies <le länipi iiuei iu «le.-i .llilci. e>u liist. <Ie; lrois äluiiuva rt <I>: l< iii <ü!iti<u,zai('G die2.?l., Paris 1825, in 3 Bdn. Ein Verz. aller echten Aldtnen liefert derAnhang des 1. Bds. v. Ebert's „Bibliogr. Lex.". 52.

Aldini (Anton), geb. 1156 zu Bologna, studirte dort und später in Rom die Rechte, wurde in Bologna Pros. der Rechtsgclehrsamkeit und von seinen Mit-bürgern nach Paris gesandt, als sich seine Vaterstadt in den Tage» der Revolutionvon dem Kirchenstaate trennte; dann trat er in den Rath der Alten der usalpini-schen Republik. 1801 war er Glied der lvoner Consulta. später Präsident desSlaarsraths, aus welchem er durch Veranlassung des Vieeprasidenten GrafenMelzi ausgeschlossen wurde. 1805 ernannte ihn Napoleon zum nal. Mrnister-StaatSsecrerair und zum Grase». Er gewann 1819 auch das Zutrauen der östr.Regierung, lebte in Mailand und starb zu Pavia d. 5. Der. 1826. Napoleon harresich seiner noch im Tode mit Achtung erinnert. Mit außerordentlichem Auswandehatte A. im Park von Montmorency bei Paris eins der schönsten Schlösser erbaut,in dessen Ausschmückung alle Künste Italiens gewetreiferr harren. Bei der zweitenDecuparion von Paris 1815 wurde dasselbe aber so zerstört, daß es nur noch andie I> !>„!>-; noire (s. d.) verkauft werden konnte. — A. (Georg), sein Bruder,Pros. der Physik in Bologna , Mitgl. der Galvanischen Gesellsch., ital. StaatS-rath und Ritter der eisernen Krone, ist bekannt theils durch mehre Schriften überden Galvamsmus, theils durch seinen Vorschlag, die Ebbe und die Flur in denLagunen bei Venedig zu Muhlenwerken zu benutzen.

Ald obrandini , der Name einer fürst!. Familie zu Rom. der in derKunstgeschichte genannt wird, weil ein antikesFrescogemälde in der Villa derselbenbesindlich ist, welches eine Hochzeit vorstellt und den Namen dcrAldobrandmi'schen